THE GETTY CENTER LIBRARY

Digitized by the Internet Archive in 2018 with funding from Getty Research Institute

https://archive.org/details/deutschebauzeitu1903unse

BVRCkc

Inhalts- Verzeichnis, Orts- und Sachregister zum XXXVII. Jahrgang 1903 der „Deutschen Bauzeitung“.

Seite

Aachen, Bauernhaus bei 177*

Techn. Hochschule: Ehren¬ doktoren . . . . . 7, 60

Abort. Das Heidelberger

Tonnensystem .... 143

Spül-A.-GrubenmitUeber-

lauf und Klärung nach System Brix .... 575*

Abgeordnetenhaus, preuss.

Das Ministerium d. öffentl.

Arb. und die Techniker in den diesj. Verhandl. 207, 218 Abtei, Geschichte der Zister- zienser-A. Maulbronn . . 228

Abwässer-Reiaigungsanlage, mechan.-biolog., für einzel¬ stehende Gebäude . . 551*

Aegypfen.Tempelruinen von

Philae . 623

Aerogengas, Beleuchtungs- mittel für kleinere. Städte 452 Akademie, KaiserWilhelms-, Wettbewerb 217*, 221*,

229*, 238*

Akustik des grossenKonzert- saales der kgl. Akadem. Hochschule für Musik in Charlottenburg .... 40

Aibula-Bahn von Tfausis nach St. Moritz im Engadin 449*, 453*i 473*) 481*1 493*, 501* Amerika. Bau einer 2. trans¬ kanadischen Pacificbahn . 59

Bau der Wolkenkratzer . 155 Amthof zu Bremgarten im

Kanton Aaigau 293*, 297* Anlieger - Beiträge zu den Strassenbau-Kosten . . 372

Annahme der Anwärter für den Wässerbauwartdienst 100 Ansteilungsverhältnisse von Gemeindebeamten 356, 216, 616

von Bahnmeistern . . . 236

Anstrichfarben für Dampf¬ heizkörper .... 176, 296

von geteerten bezw.asphalt.

Röhren . 308, 472

feuersicher. A. von Holz 592 Arbeiterheim in Wien 209*, 233* Arbeitsamt, Student., der

Techn. Hochschule in Berlin 100 Archäologie. Der Zeusaltar zu Pergamon und dessen Rekonstruktion .... 242 „Architekt“, kein Titel . . 268

Verleihungder kl. goldenen Medaille an v. Hoven & Neher in Frankfurt a. M. 372

Architekten Kölns. Vor¬ schläge zur Umgestaltung

des städt. Bauwesens . 255

Vereinigung deutscher A. 279 Architektur and. Akademien

der bildenden Künste . 235

Zur Geschichte der byzan¬ tinischen A . 119

Künstlerische Aufgaben in

der A. . . 141*, 150*, 153*

Moderne A.-Photographie

205*, 278

und Landschaft in ihren gegenseitigen Beziehungen

275, 3°3

Aufzüge. Bautechn. Gesichts¬ punkte bei der Anlage 158, 165 Ausstattung moderner

Ozeandampfer .... 266 Ausstellungen. Zur Gestal¬ tung von Kunst-A. 65*, 73*, 76*, 105*, 113*

Berlin. Archit.-Äbt. der Grossen Kunst-A. 143, 237*,

281*, 429*

A. von Werken von

K. Grunert . . . .271

Die Jacobsthal-A. der

Techn. Hochschule . 53

A. architekton. Arbeiten

Raschdorffs und seiner Schüler . . 343

Abend A. im Kunstge¬

werbe-Museum . . 452

Dresden. Die Archi¬ tektur auf der Kunstausst. 390

- Städte A. 23, 317, 354, 445,

470, 473, 486, 506, 531

Auszeichnungen 487,502

- - Der Hauptsaa! . 349*

(Den mit * bezeichneten Aufsätzen sind Abbildungen beigefügt.)

Seite

Ausstellungen. Dresden.

A. mod. Kunstgewerbes 459

D ü s s el d o rf. Verleihung

von Staatsmedaiüen . . 80

H am bürg. Architektur- A. 194

Hannover. Bauwesen

auf der A. der Landwirt¬ schafts-Ges . 80

Leipzig. A. des Nach¬ lasses von Arw. Rossbach 283

London. Feuerschutz- A. 271

München. Kunstge-

werbe-A. . 49, 72, 139, 162

St. Louis. Welt-A. 36, 608

Wien. Internat. Bau-A. 623 Australien. Ueberlandbahn

von Nord nach Süd . .119

Austrocknung der Bau- teuchtigkeit . 112

feuchter Kellermauern bei bestehenden Gebäuden 239*

Koksofen zur A. von Neu¬ bauten von Zinimermann 592

der Wert der A.-Fristen 369

Auszeichnungen von Künst¬ lern. . . . . 332, 372, 648

an Techniker 7, 60, 63, 140, 655

Staatsmedaillen auf der Düsseldorfer Ausstellung 80

Baden. Reorganisation des Hochbauwesens .... 176 Badeanstalt in der Oder¬ berger Str. in Berlin . 314*

Bäder. Firmen für Einrich¬ tung von Kohlensäure-B. 80 Bagdad - Eisenbahn -Ges. . 228 Bahnhofanlage in Altona u. Hamburg . . . . 176, 514

Umgestaltung der B. in

Lübeck . 306

Bahnmeister, Anstellung als 236 Bankgebäude der Diskonto- Gesellschaft in Berlin . 205*

derVereinsbank am Alten¬ wall in Hamburg . . .. 137

Basel.Pauluskirches 17*, 525*, 540 Bauausführung, Erlaubnis z. 372 Baubeamte. Diensteinkomm. 16

Ansteilungs - Verhältnisse

von Gem.-B. . 156, 216, 616

Geh. Bit. Bubendey, Wasserbdir.Hamburg 195, 215

Aenderung der Dienstbe¬

zeichnung der Bauinsp. in Hamburg . . . .113, 143

Ob.-Baudir. von Sörgel

in München . 139

Baubeschränkung infolge veränderter Bauflucht . 460 Baudenkmäler. Antrag für baupolizeil, Bestimmungn., zur Erhaltung derselben . 154

Geschichte der Zisterzien¬

ser-Abtei Maulbronn . . 228

Der Ausbau d. Meissener

Domfront . . . 625*, 633*

Wiederherstellg. d. Turm¬

bauten auf der Burg in Tangermünde . 235

Bauerlaubnis, eine polizei¬ liche Massnahme . 100, 400

Bauernhaus bei Aachen 177 *

Baufeuchtigkeit zu trocknen 112

Austrocknung feuchter

Kellermauern . . . 239*

Baugewerkschulen. DerFrei- handzeichen-Unterr. 483, 489

Formenlehre für . . . 520

Unterricht in der Baukunst

in S. -Altenburg .... 534

Baugrund, Welche Mittel führen in Grosstädten zur Preiswert-Erhaltung desB. 270

Baukonstruktionen. Bau

der Wolkenkratzer . .155

Bautechn. Gesichtspunkte

bei der Anlage von Auf¬ zügen . 158, 165

Glaseindeckung „Anti- Pluvius" von Degenhardt 322*

Oberlichtverschluss „Augusta“ von Gretsch 132*

Luxfer-Dachsprossen für

Glasdächer .... 291*

fugenlose Fussböden 151, 191

Neuerungen an Tür- und

Fenster-Beschlägen . 490“

Seite

Baukonstruktionen.

Fenstersteller „Jassoy" 354*

Rolladenzug mit Schrau¬ benbremse,, Mars“ v. Fuchs 215*

Anwendg. v. Drehtürmen 252*

Konkret - Schutzdecken unter Holzbalken v. Wirtz 271*

Der Siegwart - Balken 414*

S ittig’sche Gipsdielen mit

Kokosfasereinlage . . . 644

Gipswände nachBruckner's

System . 592

Koptoxyl-Fabrikation . 361*

Putz für einen Fabriksaal

zur Verhinderung von Tropfenfall . 608

Dunstschlot aus doppelter

Asphalt-Steinpappe . . 426

Wandschutzplatten über

den Heizkörpern ... 23

Durchschlagen der Eisen¬

träger bei geraden, massiv. Decken . 356, 400

Khchengewölbe grösserer

Spannweiten in Monier- konstr . 164, 192

Hölzernes Bogendach von der Reithalle der Kaserne

zu Grimma .... 247*

hölzerner Turmhelm nebst Glockenstuhl 49*, 358*, 423

Versucht mit Verbund¬

körpern und deren Wissen¬ schaft!. Verwertung . 341*

s. auch Betoneisen-K. Baukunst, mittelalterl., und

Gegenwart . . . 141, 150

Künstlerische Aufgaben in der Architekturi4i*, 150*, 153*

Baumaterial. Carrara-Masse 259

Kalksandstein Fabriken . 100 - deren Verwendung . 364

Kunstgranit zur Ausbesse¬

rung ausgetretener Stein¬ treppen . 547

Sievert-Glas z.Oberlichten 35

Flächenglasmosaik von

Schultz in Marburg . -51t

Linoleum, seine Herstellg.

und Verwendung ... 14

weisser Fugenmörtel . . 540

Wachwitzmetall zu Dach¬ deckung . 404

Metallzement 14, 50, 79, 143

Kieserling’sche Basalt-Ze¬ ment- Stufenbeläge . . . 492

Zement-Schieferplatten . 60

Zur Unterscheidung des

Portland - Zementes von anderen Zementen . . . 296

Derrhein.Trass als hydrau¬ lischer Zuschlag z. Mörtel 257*

Baumeister - Prüfung in

Sachsen . . 159, 216, 393

Bauordnung der StadtPosen 331 Baupolizei-Ordnung für die Vororte von Berlin vom 21. April . . 290, 300, 344

für einen Teil der Stadt

Düsseldorf . 544

- Gesetz der Stadt Hamburg 434

Baupolizei : Stockwerk bez w.

Geschoss . 102

Bauschwindel . 52

Bausteine. Laaser Marmor 23 Bayern. Aufwendungen für bauliche Zwecke . . . 527

Die Oberste Baubehörde 235

Verkehrsministerium 163, 519

25 jährige Tätigkeit des kgl. Wasserversorg.-Bureau 487

Bebauung. Baufluchtengesetz 296

Gartenstädte .... 313*

Stellung der Kirchen im

Stadtplan . 555

Umgestaltung desTheater- platzes in Dresden 638*, 645*,

Ausgestaltung des Frie¬ drichsplatzes und die Fest¬ halle in Mannheim 185*, 261*,

277*, 287*, 294

Ringstrassen - Anlage in

Ulm a. D . 170*

Begräbnisstätte. Der ösll. Friedhof in München 17*, 4 l *

Grabmal d. Familie Becker auf dem Friedhofe in Weis- sensee bei Berlin 637*, 655

Seite

Beleuchtungs-Technik . . 14

Verbilligung des elektr.

Lichtes in Berlin . . .371

Haus-B.-Anlage mit Ben¬ zin- oder Spiritus-Dynamo 37 1

Aerogengas für kleinere Städte u. einzeln liegende

' Häuser . 452

Bergen in Norwegen. Die ge¬ planten Hafenanlag. 298*, 305*

Berlin. Gestaltung von Kunst- ausstell. 65*, 73*, 76*, 105*, 1 13*

Die Architektur auf der

Kunstausstellung 143, 237*,

281*, 429*

Ausstellung von Werken

aus dem künstler. - Nach¬ lass von K. Grunert . .27 t

Abend - Ausstellung im Kunstgewerbe-Museum . 452

Die 228MÜI. -Anleihe d. Stadt 555

Stadtbauinspektoren und Magistrats- Assessoren . 534

Anlage einer durchgehen¬

den Avenue vom kgl. Schlosse bis zur Havel und Döberitz ... -9t

Verbilligung d. elektr.Licht. 37 1

Etat der Hoch- und Tief¬ bau-Verwaltung der Stadt 228

Neubauten. Bankhaus derDiskonto-Gesellschaft 205*

Der Saalbaud. Brauerei

Königstadt .... 549*

Haus Simon, Ecke

Matthäildrch- und Mar-

garethen-Str. . . . 597*

Die städt. Handwerker¬

schule i. d. Andreasstr. 649*

- der Stadt von Ludw.

Hoffmann 305*, 314*, 317*, 320

Der Herkulesbrunnen auf dem Lützowplatz 557*, 565*

Grabmal der Familie

Becker auf dem Friedhöfe

in Weissensee . 637*, 655

Hafenanlagen an d. Ober¬ spree . 361

Techn. Hochschule: Ehren¬ doktoren . . 60, 362, 584

Die neue Baupolizei-Ord¬ nung f. d. Vororte 290, 300, 344

Versuchsfahrten der Stu¬

diengesellschaft für elektr. Schnellbahnen . . 487, 566

Erbbauvertrag zw. dem preuss. Fiskus und dem Beamt -Wohnungs-Verein 563

Der Wettbewerb um Vor¬ entwürfe f. d. KaiserWilh.- Akademie 217*, 221*, 229*, 238*

Beschäftigung an chines. u. sibir. Eisenbahnen . . . 356

-Nachweis . 480

Beton. Röhrenprüfungspresse

von Koenen . 114

Vorschriften für die Ptü- fungund Verarbeitungv.B. ri4

Herstellung von Beton¬ körpern mit verschied. Wasserzusatz, Druckfestig¬

keit und Druckelastizität 478

Betoneisen-Bauten u. -Kon¬ struktionen 203, 210*, 223*, 231*

Dampfschornstein . . 262*

Wasserturm i. Kirchseeon 263*

Vorschlag zum Wieder¬ aufbau des Markusturmes

i. Venedigin B.-Konstrukt. 594*

Eisenbahnschwellen in . 24

Fussweg-Ueberführung in

Monier-Konstruktion . . 25*

-Balkenbrücken (System)

Luipold) . 188*

- Decke von Eggert . . 655

Der Siegwart-Balken . 414*

„Jubiläums-Stiftung“ von

io'ooo M. zur Förderung der Kenntnis der B. Kon¬ struktionen . 487

Versuche mit Verbund¬ körpern u. deren wissen- schaftl. Verwertung 341*, 350

Fächergewölbe in Zement-

Eisenkonstruktion . . 371*

Börse für Handel und Ge¬ werbe in München 529*, 537*

III

Se ’te

Botanischer Garten bei

Dahlem . 390

Brand a.d. Pariser Stadtbahn 563 Brandenburg. Denkmal¬ pflege der Prov. . . . 307

BrauerelKönigstadt in Berlin,

Saalbau . 549*

Braunschweig. Techn Hoch¬ schule, Ehren-Doktor . 648 Bremen. Die geplant. Binnen¬ schiffahrtsanlagen . . 366*

Bücking Ob.-Baudir. . . 463

Bremgarten in der Schweiz.

Amthof .... 293*, 297*

Brückenbau. Die Br. der Albula-Bahn im Engadin 449*, 453*i 473'S 481*, 493*

Steinbr. bei Morbegno über

die Adda . 471

Um- oder Neubau der Augustus-Br. in Dresden 53*

Die neuen Strassenbr. in Freiburg i. Br. 417*, 441*, 450

Bau der Königsbr. in Mag¬ deburg .... 273*, 285*

b. Teltow-Kanal 82", 89*, 106*

Betoneisen-Balkenbrücken

(System Luipold) . . 188*

Fussweg-Ueberführung in

Monier-Konstruktion . . 25*

Ueberdeckung mittl.Spann- weiten bei untergeordne¬ ten Bauwerken 530*, 555 672*

Brunnen. Der Herkules-Br. auf dem Lützowplatz in Berlin .... 557*, 565*.

-Schalen aus porösem

Material zu dichten . . 608

Bubendey, Joh. Fr.,Wasser- baudir. in Hamburg 195, 215

Abschiedsfeier der Techn.

Hochschule in Berlin . . 283

desgl. des Arch.-Vereins

in Berlin . .... 370

Bücherschau.

Adressbuch, Rhein.- Westf. Baugewerbe-A. 184

Der Architekt, Probe¬ hefte . 184

Benischke. Elektro¬

technik in Einzeldar¬ stellungen .... 28, 248

Berichtüberd.VI. Haupt¬ versammlung des Deutsch.

Betonvereins . 479

Berlin und seine Bauten 647

- Brock haus’ Konversa¬ tions-Lexikon. 14. Aufl. 183, 492

B ud d e, Herrn. Diefranzös.

Eisenbahnen im deutschen Kriegsbetriebe . 6r4

Buls, Charles. L’Esthetique

de Rome. (Das moderne Rom.) . 182

- Dekorativ eV o r b i 1 d e r. 284

Denkschrift zum Ent¬ wurf einer Donau- Main- Wasserstrasse v. Kelheim

n. Aschaffenburg 430*, 437 "

Deutsches Bauhand¬

buch, Baukunde des Ar¬ chitekten, Bd. II, 6 . 609*

Deutsch. Baukal. 1904 584

D eu ts ch e B au zeit un g. Inbaltsverz. 1878 bis 1900 284

Die deutsche Stadt,

von der Dresdener Städte¬ ausstellung . 471

- Dircksen, F. Vorschrif¬

ten für das Entwerfen der Brücken mit eis. Ueber- bau auf den preuss. Staats¬ eisenbahnen . 612

Eber stadt. Rheinische Wohnverhältnisse u. ihre Bedeutung für das Woh¬ nungswesen . 229

Er har dt. Bismarck im

Denkmal des In- und Aus¬ landes . . .... 515

Fab er. Studien über die

Verbesserung der Schiff¬ barkeit der Donau von Kelheim bis Ulm . . . 538

Frauberger. Bau und

Ausschmückg. alter Syna¬ gogen . .558

Füssenhäuser, F. Die Wohnungsfrage mit be¬ sonderer Berücksichtigung

d. Stuttgarter Verhältnisse 487

Gartenstädte . . . 313*

Gesetze über das Ur¬

heberrecht in allen Länd- dern von Prof. R ö th 1 is- berger . 655

Seite

Bücherschau. G r u n e r, O.

Die Dorfkirche im König¬ reiche Sachsen .... 655

Handbuch der Archi¬ tektur: IV. T. 5. Halb¬ band, Heft 1. „Die Bau¬ anlage u. Einrichtung der Krankenhäuser" v. Kuhn 139

Handbuch der Inge¬ nieurwissenschaften: Abt. 7, Schmalspurbahnen,

Abt. 8, Lokomotiv - Steil¬ bahnen und Seilbahnen . 267

Haussner, Alfr. Inge¬ nieur-Laboratorium . . 614

Hefty. Theoretische

Grundlagen der Stark¬ stromtechnik von Charles Proteus Steinmetz . . . 644

Heyn, Prof. R., Ermitte¬

lung der Einheitspreise für Steinmetzarbeiten . . . 362

Hochwasser. Aus¬ schuss in Preussen, Ab¬ schlussarbeiten betreffend Weser- u. Emsstromgebiet 47

Hoffman n, Ludw. Neu¬ bauten der Stadt Berlin 305*,

314*. 3i7;i:. 32°

Italien. Bericht über die Vorarbeiten und Bauaus¬ führungen der Mittelmeer- Eisenbahn-Ges. . . 6*, 18*

Koch, Alex. Das Haus eines Kunstfreundes: Ent¬ würfe von Bauer, Scot und Mackintosh . . . 154, 162

derselbe. Die I. inter¬ nationale Ausstellung für moderne dekorative Kunst

in Turin 1902 .... 163

Ko 1 be. Translokation der

Deckgebirge durch Kohlen¬ abbau usw . 514

Kotera, Jan. Meine und meiner Schüler Arbeiten 184

Kreut er, Franz, Prof. Linienführ. d. Eisenbahnen und sonst. Verkehrswege 323

Kubier. Welches Hin¬

dernis versperrt in der Knicktheoi ie den Weg zur richtigen Erkenntnis . .186

Künstler-Monogra¬ phien: Schinkel von

H. Ziller . 332

Künstlerische rW a 11 d-

schmuck . 610

Mertens , G., Geh. Hofrt., Prof. Vorlesungen über Statik der Baukonstruk¬ tionen u. Festigkeitslehre 451

Meyer’s Grosses Kon- versations Lexikon . 235, 614

--- Miller, W., Prof. Die Vermessungskunde . . 256

Müller - Breslau. Die graphische Statik der Bau¬ konstruktionen, Bd. II . 623

Ph aru spl an zu den Bau¬ ordnungen für Berlin und seine Vororte .... 460

Pinken bürg, Gg. Das Vorkommen und die Ver¬ wendung des Asphaltes

im Altertum . 614

Rietschel,H. Leitfaden

zum Berechnen und Ent¬ werfen von Lüftungs- und Heizungs-Anlagen . . . 624

Sarrazin.EinHeitsschreib.472

Schilling & Gräbner.

Landkirchen . 422

Schimpff, Gust. Die Strassenbahnen in den Ver.-St. von Nordamerika 61 1

Schloesser, H. Anlei¬ tung zur statischen Be¬ rechnung von Eisenkon¬ struktionen von Ing. Will 479

Schmidt, Fr. Chr. Der bürgerliche Baumeister . 246

Siebert, O. Bautechn. Regeln und Grundsätze . 471

Specht, Br., Prof. Bür¬ gerliche Baukunst . . . 282

Das Stuttgarter Woh¬ nungsamt . 487

Technolexikon des „Vereins deutsch. Ingen.“ 260

Volksku n s t und Volks¬ kunde, Monatsschrift . .138

Bücherverzeichnisse. 28, 184, 236, 248, 256, 260, 284, 323, 363, 460, 472, 516

Burgen in Italien .... 163

Seite

Carrara-Masse, Putz . . . 259

Charlottenburg. DieAkustik des grossen Konzertsaales der kgl. akad. Hochschule für Musik . 40

Das „Motivhaus“ . . 121*

Die Anlage einer durch¬ gehenden Avenue vom kgl. Schlosse in Berlin

bis zur Havel u. Döberitz 91 China. Schantung-Eisenbahn 306 Chronik. 8, 16, 52, 87, 112, 128, 163, 192, 2x6, 260, 292, 308, 323, 355, 363, 392, 404, 460, 480, 524, 536, 548, 556, 568, 596, 6r5, 636

Dachdeckung. Zement-

Schieferplatten .... 60

Schindel -Eindeckungen . 204

Luxfer-Dachsprossen für

Glasdächer . 291*

Glaseindeckung „Anti- Pluvius“ von Degenhardt 322*

Wachwitzmetall zur . . 404

Dachkonstruktion. Hölzer¬ nes Bogendach von der Reithalle zu Grimma . 247*

Dahlem. Botanischer Garten 390 Dampfer. Ausstatt, modern. 266 Darmstadt. Techn. Hoch- schule:Ehrendoktoren 191,644 Decken. Konkret- Schutzd. unter Holzbalken v.Wirtz 271*

Der Siegwart-Balken . 414*

Die Eggert-Betoneisen-D. 655 Denkmalpflege. Der III. Tag

für, in Düsseldorf . . . 129

Der IV. Tag für, in Erfurt 447,

578, 586, 598

-Tage, Vertretung auf den¬ selben . . . 154, 166, 177

der Prov. Brandenburg . 307 Denkmal. Burschenschafts-

D. in Eisenach . . . 197*

Kais. Elisabeth-D. in Wien 322

Charles Garnier in Paris 413* Dessau. Rathaus 377*, 385*, 452 Deutschland. Das Bauwesen

im Reichshaushalt 30, 643 Diensteinkommen ... 16

Diplom-Examen .... 488 Dr.-Ing. Vierzeiler Heyse’s 120

Zahl der Promot. an den

d. Techn. Hochsch. 452, 576 Dom in Passau . . 474*, 497*

in Freiberg i. S. Vorbau vor der Goldenen Pforte 569*

Der Ausbau der Meissener

Domfront . . . 625*, 633“

Dombaumeister B. Hertel 372 Drainsleitung zur Versen¬ kung von Dachrohren . 256 Dresden. Halle in der Kunst¬ ausstellung 1901 . .65*, 108*

Die Architektur auf ders. 390 - Deutsche Städte - Aus¬ stellung : Der Hauptsaal 349* - 23, 317, 354, 445, 470, 473,

486, 506, 531

Auszeichnungen 487, 502

Ausstell, mod. Kunstgew. 459

Wiederherstellg. d. Kreuz¬ kirche . 29'“

Um- oder Neubau der

Augustus-Brücke . . . 53*

Der neueGeorgenbau 461*1462*

Techn. Hochschule: Ehren¬ doktoren .... 140, 180

Wettbewerb um Entwürfe

für ein Rathaus 373*, 378*, 389*, 396*, 4°5*, 426

Die Umgestaltung des

Theaterplatzes . 638*, 645*

-Löbtau. Villa Frie¬ drichsruh . 365

Düsseldorf. HöizernerTurm- helm nebst Glockenstuhl auf der Ausstellung . . 49*

Staatsmedaillen der Aus¬ stellung . 80

III. Tag für Denkmalpflege 129

Neue Baupolizei-Ordnung 544 Duisburg. Rathaus 1*, 9*, 27 Dunstschlot aus doppelter

Asphalt - Steinpappe mit Drahtgeflecht-Einlage . . 426

Ehrendoktorend deutschen Techn. Hochschulen 7, 60,

140, 180, 19 t, 343, 362,

440, 463, 584, 644, 648 Eisenach. Das Burschen¬ schafts-Denkmal . . . 197*

Eisenbahn. Bau der Bahn Oebisfelde-Schandelah . 91

Seite

Eisenbahn. Gürtelbahn um das linksrheinische Köln 622 - Gesetzentwurf betr. Er¬ weiterung der preuss. Staatsbahnen . 139

Die Albula - Bahn von Thusis nach St. Moritz im Engadin 449*, 453*, 473*, 481*,

493*, 501*

Bericht über die Vorarbei¬

ten und Bauausführungen der italienischen Mittel- meer-E.-Ges. . . . 6*, 18*

Bau einer 2. transkanadi¬ schen Pacificbahn . . . 59

Ueberlandb. in Australien 119

Kais. Ottomanische Bag- dad-E.-Gesellschaft . . . 228

Die Baukosten der Sibiri¬ schen E . 186

Schantung-E. in Dtsch.

China . 306

Anstellung an chines. und

sibir. B . 356

Elektr. Betrieb für Voll¬ bahnen . . . 131, 164, 179

Elektr. Betrieb auf der

Vorortbahn Berlin Gr. Lichterfelde . 374

Versuchsfahrten der Stu- diengesellschaftfür elektr. Schnellbahnen . . 487, 566

amerikan. Schnellfahrver¬ suche . 623

Einschien. Schnellbahn zw. Liverpool u. Manchester 424

Geschwindigkeitsmesser

und Oelprüfapparat . .118

Das Sicherungswesen im

-Betriebe . 243

- Schwellen in Betoneisen 24

Eisenkonstruktion, ßreit- flanschige Träger vom Differdinger Werk . . 91

Landungsbrücke bei Lome 547

Elskellerbau-Firmen . . . 472

Elektrizitätswerk Wangen

a. d. Aare . . . 309*, 326*

Elektrotechnik. Wasser¬ strahl-Turbine von Roth & Kollmann .... '118*

Elektrisches Licht, Verbilli¬ gung dess. in Berlin . .37 t

Hausbeleuchtungs-Anlage

mit Benzin- od. Spiritus- Dynamo . 371

Elektrischer Betrieb für Vollbahnen 131, 164, 179

desgl. auf der Vorortbahn Berlin Gr.-Lichterfelde . 374

Pläne für Stadt- und Vor¬ ortbahnen in Hamburg 379*,

397*, 410*, 526

gleislose Bahn bei Greven¬ brück . 202*

Elsass-Lothrlngen. Studien¬ gesellschaft für den Aus¬ bau der Wasserstrassen 235 England. Anl.d. engl. Hauses 546 Entwässerung. Versenkung von Dachrohren in den Grund mittels Drainsleitg. 256 Erdmassen-Ermittelung . 636*

Erfurt. Der IV. Tag für Denk¬ malpflege 447, 578, 586, 598 Etat. Das Bauwesen im deut¬ schen Reichshaushalt 30, 643

desgl. im preuss. Staats¬ haushalt .... 37, 43

der Hoch- und Tiefbau- Verwaltung von Berlin . 228

Aufwendungen für baul. Zwecke im Kgrch. Bayern 527

Fabriksaal, Putz- u. Decken¬ konstruktion zur Verhin¬ derung von Tropfenfall . 608 Fahrstühle. Gesichtspunkte bei der Anlage von 158, 165 Farbe. Anstrich für Dampf¬ heizkörper . . . 176, 296

Fassaden - Entwürfe von Helbig & Haiger 141*, 150*, 153* Feldafing am Starnberger See, Villa Dr. Arendt 222* Fenster, drehbares(Possekei) 91 - Steller „Jassoy" . . 355*

Oberlichtverschluss „Augusta" von Gretsch t32*

Schmiedeis. F. von Zucker 176*

Neuerungen an Tür- u. F.-

Beschlägen .... 490*

Fensterrecht 52, 60, 100, 204, 268, 292

Festhalle in Mannheim 185, 261*, 277*, 287*, 294, 307

IV

Seite

Festrede des Rektors Käm¬ merer: Ist die Unfreiheit uns. Kuitur eine Folge der Ingenieurkunst . . 62, 74

des Rektors v. Schanz:

Die neue Universität und

die neue Mittelschule . 174 Feuchtigkeit im Rohbau, ihre Verdunstung . . .112

Schutz von Kellermauern gegen d. Durchschlagen v. 648

Feuerbestattung nach dem Fr. Siemens’schen Prinzip 91 Feuertelegraphie i. Hamburg 2 14 Feuerverhütung, der inter- nation. Kongress für 271, 439

feuersich. Anstrich v. Holz 592 Feuerwachen und Feuer-

lösch-Depots . 144

Feuerwache und Standes¬ amt an der Fischerbrücke

in Berlin . 320*

Fluchtlinie. Baubeschränkg.

infolge veränd. Bauflucht 460 Flussbau. Die Wolf’sche Bauweise zur Regulierung geschiebeführenderFlüsse 574

Die Regulierung und Ein¬ wölbung desWienfiusses 599*,

618*, 629*, 651*, 666 Formenlehre für Bauge¬ werkschulen . 520

Frankfurt a.M. Baudir. Schau¬ mann als Stadtbrt. gewählt 307 Freiberg i. S. Vorbau vor der Goldenen Pforte . . 569*

Freiburg i. Br. Häuser¬ gruppe an der Jacobistr. 249 *

Entwurf f. ein Stadttheater 269*

Die neuen Strassen-

brücken . . 417*, 441*, 450

Friedhof, der östl., in Mün¬ chen-Giesing . . . 17*, 41*

Fürth i. B. Neuere Bauten 258 Fussböden, fugenlose 151, 19 t

Garten. Architektur u. Land¬ schaft in ihren gegensei¬ tigen Beziehungen . 275, 303

Gartenstädte . 313*

Gas. Wandheiz- u.Wandbade- Oefen v. Junkers & Co. 440*

Aerogengas-Bel. für klei¬ nere Städte . . . . .452

Gebühren-Ordnung d. Arch.- und Ing., Auslegung 88, 184, 248, 256, 260, 400 - für Gutachten als gericht¬ liche Sachverständige . 236 Gedenkhalle mit Kais. Fried¬ rich -Museum in Görlitz

393*i 4°2*

Geschäftshaus für Handel und Gewerbe in München

5'29*, 537*

Geschoss bezw. Stockwerk 102 Geschwindigkeitsmesser an

Lokomotiven . 118

Gesetzentwurf betr. die Er¬ weiterung des Staatseisen¬ bahnnetzes in Preussen . 139

Bevorstehender Erlass eines Wohnungs - G. für Preussen .... 394, 409

Gesundheitswesen. Kühlung von Wohnräumen mittels Kältemaschinen unt. Ver¬ wendung von Heizkörpern ri5

Der Wert der Austrock¬ nungsfristen . 369

Gewölbe. Kirehen-G. grösse¬ rer Spannweiten in Monier¬ konstruktion . . . 164, 192

Fächer-G. in Zement-Eisen-

konstruktion .... 371*

Gibraltar. Untersee-Tunnel zw. Spanien und Marokko 247* Gipsdielen mit Kokosfaser¬ einlage von Sittig . . 644*

Gipswände nach Bruckner’s System ....... 592

Gisaldruck, Vervielfältigungs-

Verfahren . -547

Glas. SievertGlz. Oberlichten 35

Luxfer - Dachsprossen zu Oberlichten u.Glasdäcfaernapi*

- Eindeckung,, Anti-Pluvius“

von Degenhardt . . . 322*

Glasmosaik von Schultz in Marburg . 51 1

Glockenstuhl im hölzernen Turmhelm auf der Aus¬ stellung in Düsseldorf . 49* Görlitz. Die Oberlausitzer Gedenkhalle mit Kaiser Friedrich-Museum 393*, 402*

Seite

Goldene Pforte am Dom zu Freiberg i. S., Vorbau 569* Grabmal der Familie Becker auf dem Friedhofe in Weissensee b. Berlin 637*, 655 Grenzmauer . . 503

Lichöffnungen in . . . 548

Grevenbrück. Die gleislose

elektr. Bahn .... 202*

Grlmmai.S. Hölzern. Bogen¬ dach von der Reithalle 247* Gründung von Gebäuden auf aufgeschüttetem Boden 36

Ramme zum Einrammen von Pfählen unt. Wasser 594*

Grundfläche von Paris . .215

Grundwasser-Ableitung . 463 Grunewald - Berlin. Haus Wiesenack .... 357*, 376

Wohnhaus Nölle . . . 35

desgl. Scherl u. Dernburg 154

Hafen - Anlagen der Stadt Berlin an der Oberspree 361 - Anl. am Teltow -Kanal 122*

Die geplanten Binnen¬ schiff- -Anlag. in Bremen 366*

-Erweiter. in Hamburg 254*

Die gepl. H.- Anlagen in Bergen in Norwegen 298*, 305*

Umgestalt, u. Erweiterung

des H. von New-York . 59

Hamburg. Arbeiter- Woh¬ nungsfrage . 26

Architektur-Ausstellung . 194

Baupolizei-Gesetz . . . 434

]oh.Fr.Bubendey,Wasser-

baudir . 195, 215

Aenderung der Dienstbe¬ zeichnung d. Bauinsp. 115,143

Feste und Ausflüge des Aren.- und Ing. -Vereins . 103

Feuertelegraphie . . . 214

Grundwasser-Versorgung 351

Vereinsbank am Altenwall 137

Wohnhaus O’Swald . 465*

Pläne für Stadt- und Vor¬ ortbahnen 379*, 397*, 410*, 526

Bahnanlagen in und um H. 514

VerbindungfürFlusschiffe von der Oberelbe zu den Häfen am Kuhwärder . 540

Hafenerweiterungen . . 254*

Handelsregister, Verpflichtg.

zur Eintragung . 152

Hannover. Bauwesen auf der Ausstellung der Landwirt¬ schafts-Ges. ..... 80

Provinz. Museum 58*, 61*, 73*

Hansen, Theophil, Zur Er¬ innerung an .... . 362

Hebung von Bauwerken . 248 Heidelberg. Schloss. Gutach¬ ten der Sachverständigen- Konferenz . 70, 86, 96, 123

Baugeschichte 166, 193*,

199*, 206

Heimatsrecht in der Sch weiz

324, 424

Heizung. Zechenkoks oder Gaskoks bei Zentral¬ heizungen ? ... 292, 356

Die Wandheiz- u. Wand¬ bade -Oefen von Junkers

& Co . 440*

Zug in den Abluftschloten 120

Wandschutzplatten über

den Heizkörpern ... 23

Hochflut in der Oder vom Juli 1903 , ihre Ursachen und die Abwehr der Hoch¬ wasser-Gefahren . 580, 586 Hochschulen, techn,, Be¬ suche an deutschen 26, 390

Auszeichnungen von deut¬ schen 7, 60, 140, 180, 191, 259,

343, 362, 440, 463

Die Zahl der Doktor-Pro¬ motionen .... 452, 576

Zulassung von Dipl.-Ing. anderer Hochsch. zur Pro¬ motion zum Dr. -Ing. an einer Kgl. preuss. T. H. 514

Berlin. Brt. Prof. Genz-

mer, der Nachfolger von Ed. jacobsthal . . 228, 243

Brt. Goecke Doz. für

Städtebau usw. . . 307

- Prof. Borrmann , als

Nachfolger v. Fr. Adler 384

- de Thierry, Prof, für

Wasserbau, als Nachf. Bubendey’s .... 535 Die jacobsthal - Aus¬ stellung . 53

Seite

Hochschulen, technische Berlin. Ausstellung archi- tekton. Arbeiten Rasch¬ dorffs u. seiner Schüler 343 Festrede des Rektor Kämmerer: Ist die Un¬ freiheit uns. Kultur eine Folge d. Ing.-Kunst? 62, 74 - Arbeitsamt der Wil¬

denschaft . 100

Landschaftl. Zeichnen 535

Flussbau-Laboratorium in

Karlsruhe . 126

Hochschule für Musik in Charlottenburg, Akustik des grossen Konzertsaales 40 Die neue Universität und

die neue Mittelschule . . 174

Wettbewerb um Entwürfe für eine Handels - H. in

Köln . 570*, 577*

Hochwasser - Ausschuss in Preussen , Abschlussarbei¬ ten betr. Weser- u. Ems¬ stromgebiet . 47

Höhenklima und Lungen¬ heilstätten . 127

Honorar - Frage für archi- tekton. Arbeiten . . . 547

Hygiene. Luft und Lüftung des Wohnhauses . . . 242

Der Wert der Austrock- nungsfristen . 369

Ingenieurbauten des khmeri- schen Volkes ..... 271 Ingenieurkunst. Ist die Un¬ freiheit uns. Kultur eine Folge der j . 62, 74

Irisieren von Ofenkacheln . 448

Isolierung von Kühlräumen 48

Italien. Bericht über die Vor¬ arbeiten und Bauaus¬ führungen der Mittelmeer- Eisenbahn-Ges. . . 6*, 18*

Burgenkunde in ... . 163

Jalousie. Rolladenzug mit Schraubenbremse „Mars“ von Fuchs . . - . . . 215*

Jena. Das Carl Zeiss-lnstitut 234

Jubiläum. 25jähr. Prof.-Jub. von Baudir. v. Bach an der Techn. Hochschule in Stuttgart . 632

Z. 70. Geburtstage v. R.

B au m eis t er i. Karlsruhe 142

5ojähr. Tätigkeit als Ing.,

Ob. - Baudir. , Dr. - Ing. Franzius in Bremen . 183

70. Geburtstag des kgl. bayer. Ob.- Baudir. Ritter von :.l a x 0:: in München 40

Zum 80. Geburtstage von Jul. C. Raschdorff, Geh. Reg.-Rat in Berlin . 334, 354

25 jäbr. Lehrtätigkeit des Ob. - Brts. Prof. Karl Schäfer in Karlsruhe 332,

336, 355, 37°, 382, 402

Der 100. Geburtstag von Gottfr. Semper 623, 626, 637

20 jähr. Tätigkeit von Prof, an der Baugewerkschule

in Berlin . 608

Kalksandsteine, deren Ver¬ wendung . 364

Kalksandstein-Fabriken . 100 Kanal. Der Teitow-K. 66*, 82*, 89*, 106*, 122*, 135 Seeschiffahrts - K. durch Schottland . 376

Entwurf einer Donau-Main- Wasserstrasse von Kei- heim nach Aschaffenburg

430*, 437*, 538

Kanalisations-Entwurf der Stadt Schöneberg . . . 100

Mechanisch - biolog. Ab¬ wässer - Reinigungsanlage

für einzelsteh. Gebäude 551*

Spülabort - Gruben mit

Ueberlauf u. Desinfektion nach System Brix . . 575*

Karlsruhe. Jubiläums- Kunst¬ ausstellung 1902 . . . 69*

Arcb. H. Billing als Prof,

der Architektur an der Akademie . 235

Techn. Hochschule Ehren¬ doktoren .... 440, 463

Kegelbahnen. Baufirmen . 100

bei welchen sich die Kegel

automatisch wieder auf¬ stellen . 176

.Seite

Kieserllng’sche Basalt-Ze- ment-Stufenbeläge . . . 492

Kirchenbauten. Landkirch. v. Schilling & Gräbner 33* 35, 37*

Stellung der K. im Stadt-

Plan . 555

Paulusk. inBasel 517*, 525*, 540

Wiederherstellung der

Kreuzk. in Dresden . . 29*

Kloster und Kirche U. L. Frauen in Magdeburg . 138

Die St. Maximilians-K. in

München . . . .8t*, 93*

Ev. K. in Obornik . 138*

Marienk. in Wolfenbüttel 156 Kirchengewölbe grösserer

Spannweiten in Monier¬ konstruktion . . 164, 192

Klebemittel f. Kork auf Eisen 184

Klosetspüler Pat. Rühle . 320 Köln a. Rh. Vorschläge zur Umgestaltung des städt. Bauwesens . 255

B. Hertel, Dombaumeister 372

Wohnhäus. Karl u. Heinr. Stollwerck 541*, 551*, 585*

Wettbewerb um Entwürfe

für den Bau einer Handels- Hochschule . . 570*, 577*

Gürtelbahn um das links-

rhein. K . 622

Koksofen zum Trocknen von Neubaut. v. Zimmermann 592* Kongress. VI. internal. Ar¬ chitekten, in Madrid 196, 215, 354, 384, 564, 595, 655 (Reise)

für Materialprüfungen der Technik in St. Petersburg 215,

362, 647

Intern. Feuerschutz-K. u. Ausstellung in London 27 t, 439

Konzertsaal der kgl. akad. Hochschule für Musik in Charlottenburg, Akustik . 40

Kopierverfahren. Lichtpaus- App. für elektr.Belichtung 1 19* Koptoxyl-Fabrikation 361* Korkplatten für die Schall¬ dämpfungin Massivbauten 272 Kosten des Simpiontunnels 575 Kraftmaschine. Wasser¬ strahl-Turbine von Roth & Kollmann .... 118*

Kraftversorgung d. Lungen¬ heilstätte Sülzhayn im Harz

542*, 558*

Krankenhaus, neues, Wien 112

Ernst Ludwig - Heilstätte

bei Sandbach im Odenw.- 169*

Erbauung von kleinen . 536

Krematorium und Feuerbe¬ stattung nach dem Fr. Siemens’schen Prinzip . 91

Literatur über Kr. . . . 244

Kühlung von Wohnräumen

mittels Kältemaschinen unt. Verwend.vonHeizkörpern 115 Kündigungsfrist der Tech¬ niker ...... 24, 164

Künstler. Auszeichnung von 332, 372, 648

Kunstausstellungen, zurGe- staltung von 65*, 73*, 76*, 105*, 11 3*

Kunstgranitz. Ausbesserung ausgetret. Steintreppen . 547 Kunstpflege durch das Volk (Werle) . 93*

Landschaft und Architektur in ihren gegenseitigen Be¬ ziehungen .... 275, 303 Landungsbrücke bei Lome 547 Landwirtschaft, Bauernhaus bei Aachen .... 1 78*

Schloss Klink bei Waren. Wirtsch.-Geb. . 335*, 338*

Dunstschlot aus doppelter

Asphalt - Steinpappe mit Drahtgeflecht-Einlage . . 426

Laufbahn. Der untere und mittlere Techniker . 512, 536 Leipzig. Ausstellung des künstler. - Nachlasses von Arw. Rossbach .... 283 Leitergerüste zur Ueber- deckung mittlerer Spann¬ weiten . . 530*, 555, 672*

Lichtpaus - Apparat für

elektr. Belichtung . . 119*

Linoleum, seine Herstellg. und Verwendung ... 14

für die Schalldämpfung in

Massivbauten . 272

Unterlage für L. ... 424 Lome, eis. Landungsbrücke 547

V

Seile

Seite

Seite

Seite

London. Feuerschutz-Aus- stellungund-Kongress 271, 439 Ludwigslust, Schloss . . 191

Lübeck. Umgestaltung der Eisenbahn - Anlagen . . 306

Lüftung und Kühlung von Wohnräumen mittels Kälte¬ maschinen unter Verwen¬ dung von Heizkörpern . 115

u. Luft des Wohnhauses 242

Untersuchung von Abluft¬ schloten . 120

Lungenheilstätten u. Höhen¬ klima . 127

Ernst Ludwig - Heilstätte

b. Sandbach im Odenwald 169*

Sülzhayn im Harz, Kraft¬ versorgung . . 542*, 558*

Madrid. VI. internat. Archi- tekten-Kongress 196, 215, 354, 384, 564, 595- 655 (Reise dahin) Magdeburg. Kloster und Kirche U. L. Frauen . 138

Bau der Königsbrücke 273*,

283*

Magnetismus, die Ursachen 118 Main-Schiffbarmachung . . 34

Entwurf zur Donau - M.-

Wasserstrasse . 430*, 437*

Mannheim. Ausgestaltung des Friedrichsplatzes . i85:i:

Die neue Festhalle 185*, 261*,

277*. 287*, 294, 307

Die neue Turnhalle . 605*

Vl.Verbandstagdesdeutsch-

österreich.-ung. Verb, für Binnenschiffahrt . . 447, 496

Marklissa, die Talsperre im

Queistal . 527

Marmor. Laaser- .... 23 Mass. Die alte Mailänder Bauelle (Braccia) 196, 236, 260 Mauern. Bestimmung über Brandmauern . 192

Austrocknung feuchter

Keller-M . 239*

Maulbronn, Geschichte der Zisterzienser-Abtei . . . 228 Meissen. Der Ausbau der Domfront . . . 625*, 633*

Metallpflanzen . 16

Metallzement 14, 50, 79, 143 Meteorolog. Dienst in Hessen 359 Ministerium der offen tl. Arbeiten und M. für Handel u. Gewerbe; Ver¬ änderungen in d. Organi¬ sation des p reu ss. 40, 195

und die Techniker in den Verhandlungen des Ab¬ geordnetenhauses . 207, 218

Mörtel-Verputz, seine künst¬ lerische und techn. Seite 2, 10

Der rheinische Trass als hydraulischer Zuschlag 257*

- weisser Fugen-M. . . . 540

Monier-Konstruktion, Fuss- weg-Ueberführung in . . 25*

München. Kunstgew.-Aus- stellung 1904 49, 72, 139, 162

Fassaden - Entwürfe von Helbig&Haiger 141*, 150*, 153*

Deutsches Museum für

Meisterwerke derWissen- schaft und Technik . . 338

Techn.HochschuIerEhren-

Doktoren . 343

Der östliche Friedhof in

Giesing . 17* 41*

Das städt. Waisenhaus

657*, 669*

Das Haus für Handel und

Gewerbe . . . 529'i:, 537*

St. Maximil.-Kirche 81*, 93*

Die Erweiterung des Rat¬ hauses . . 337*, 345*, 37 f

Die Exter’sche Villen-Ko- lonie in Pasing 157*, 163

Villa Meyer in Prinz Lud¬ wigshöhe . 425*

Museum. Oberlausitzer Ge¬ denkhalle m. KaiserFried- rich-M. in Görlitz 393*, 402*

Provinz.-M. in Hannover 58*,

61*, 73*

Der Zeusaltar zu Perga¬

mon und dessen Rekon¬ struktion . 242

deutsches M. für Meister¬

werke der Wissenschaft und Technik . 338

Neubabelsberg. Besitzung der Frau Wentzel-Heck- mann .... 505*, 513*

New-York. Umgestaltung und Erweiterung desHafens 59 Normalien fürHausentwässe- rungs-Leitungen, Abänder. 245 Nürnberg. Schulhaus an der Findelgasse . 116

Oberlichtverschluss

„Augusta“ von Gretsch 132*

Luxfer- Dachsprossen zu

Oberlichten .... 291*

Sievert-Glas z. Oberlichten 35

Obornlk. Kirche . . . 138*

Oder. Die Flochflut vom Juli

1903, ihre Ursache und die Abwehr der Hochwasser- Gefahren .... 580, 586 Oefen. Wandheiz- u. Wand- bade-O. v. Junkers & Co. 440*

Entfernen des Irisierens einzelner Ofenkacheln . 448

Ortsangehörigkeit . 324, 424

Paris. Verteil, d. Grundfläche 215

Charles Garnier-Denkmal 4i3:i:

französischer Städtebau 422*

Brand auf der Stadtbahn 563 Passau. Reisebericht 466*, 474*

497*(Dom),50i*,505*(Rathaus) St. Petersburg, Kongress für die Materialprüfungen der Technik . . 215, 362, 647

Pflastersteine aus pulveri¬ siertem Grünstein . . . 176

Philae. Tempelruinen . . 623

Photographie. Ueber mo- derneArchitektur-Ph.205*,278

- Apparate . 280

Physikalisch-techn. Reichs¬ anstalt und das Carl Zeiss- Institut in Jena .... 234 Platzanlage, Ausgestalt, d.

Friedrichspl.in Mannheim 185* Posen. Die Bauordnung für 331 Preisbewerbungen.

Verwendung von Modellen anstelle der Perspektiven 215

Ein „Konkurrenz - Aus¬ schreiben11 um 2 Wohn¬ häuser in Neustadt a. H. 400

Aachen. Kath.Pfarrkirche 336

Altenessen. Schlacht¬ haus .... 355, 4j6, 524

Baden. Bahnhöfe . . . 168

Baden-Baden, Restaura- tions-Geb. der Kuranlagen 92

Basel. Bahnhofsgeb. 104,152,

168, 220, 248, 348 - Berlin. Repräsentations¬ saal im Ausstellungsgeb. 15, 80, 105*, 117*

Kaiser Wilhelms Aka¬

demie für das militär- ärztl. Bildungswesen 63, 176, 196, 217*, 221*, 229*,

238*

St. Marien - Kirche 63, 80 Bebauungsplan für das

Grundstück Potsdamer¬ strasse 72 . . . 100, 112

Geschäftshaus . . . 355

Gewinnung einesThea- ter-Architekten . . . 440

Plakat über die Nütz¬

lichkeit des regelmässi¬ gen Badens .... 400

Staatspreis der kgl.

preuss. Akademie der Künste .... 144, 447

Ausschr. des Ver. für

Eisenbahnkunde . . 14

Ver. deutscher Maschi- nen-Ing , Dampfloko¬ motive . 60, 80

Ver. von Gas- und W asserfachmännern : Gasbel.-Körper . . 72, 236

Ausschreiben der Ver¬ einig. „Die Kunst im Leben d. Kindes“ über künstler. Wandbilder 196

Schinkel-Preisaufgaben

72, 127, 608

Ueberdachung der

Treppen-Eingänge für Haltestellen der Unter¬ grundbahn .... 242

Ausschmückung der

Achenbachbrücke 283, 416 Erbbegräbnisse . 296, 424 Architekt. Ausgestalt, der Klein-Machnower Schleuse am Teltow- Kanal. . . 404, 556, 564

: Bebauung e. Baublocks

in Schöneberg . 416, 568

Preisbewerbungen.

Berlin. Bahnhofsgeb. Zehlendorf .... 304, 322 nebst 4 Doppelvillen 362, 424 Aufteilung von 3 Bau¬ blocks in „Neu- Westend“

556, 568

Bern. Weltpostvereins-

Denkmal . 503

Bielefeld. Denkmal Kais.

Wilhelms I. . . . 92, 152

Bingen a. Rh., Synagoge 8

Gymnasium und Real¬

schule . 64

Br e m en. Stadthaus 259,404,427

Fassaden für das Polizei¬ gebäude . 80, 112, 332

Krematorium . . . 236

Breslau. Ev. Kirche 392, 400,

648, 656

Bromberg.Kreishaus372,576

Brüggen (Schweiz).

Ev. Kirche . 216

Budapest. Kossuth-

Denkmal . 120

Kais.Elisabeth-Denkmal3i6

C h arl ott e n b urg. Kirche

der Luisengemeinde . . 191

Strassen-Kandelaber . 196

Danzig. Fassaden -Ent¬ würfe . 248, 256

Deggendorf. Luitpold¬ brunnen . 595

Dessau. Waisenhaus 471,479

Dockenhuden-Nien¬ stedten. Krankenhaus 492,

5°3, 624

Dortmund. 3 Ausschr. des Ver. der Arch. und Bauingenieure 332, 452, 608

D r es d en.Umgestaltung d.

Inn. der Annenkirche 112, 284 Ausgestaltung des Alt¬ städter Ufers . . . 168

Ausgestaltg. der Nord¬

seite desTheaterplatzes33Ö, 355, 576, 624, 638*, 645*, 648, 656

Künstlerhaus . . . 336

Geschäftshaus der

Deutschen Bank 384, 576 - Rathaus 27, 50, 308, 372, 373*, 378*, 384*, 389*, 396*, 4°5*, 426

Schutzvorrichtungen für den elektr. Strassen- bahnbetrieb . . . .112

KrankerfliausRadtberg 344 Erbbegräbnis Naumann 424

Düsseldorf. Saalbau im

Zoolog. Garten . . 332, 516

Gelände der Garten¬

bau-Ausstellung 168, 304

Eichstätt.Wittelsbacher Brunnen .... 284, 384

Emden. Mädchenschule 236

Eni scher bei Essen.

Reihenhaus . 48

Esc h w ei 1 e r-Pum p e.

2 Arbeiter-Kolonien 463, 492

Essen. Töchterschule 36, 52

Brunnen . . . 248, 540

Esslingen Mädchen¬ schule 248, 463, 488, 524

Florenz. Biblioteca

Nazionale . 48

Forchheim. Progym-

nasium . 64

Frankfurt a. M. Neubau¬ ten in der Altstadt 36, 92, 316 Schmuck der Baikone 355

Frankreich. Ausschr.

des franz. Ziegler- und Kalkbrenner- Ver. . . . 528

F r ei b ergi. S. Bebauungs¬ plan für ein Gelände 92, 128,

i52, l83, 596

Friedberg i. H. Doppel- wohnhausfür Arbeiter 304, 448

Gablonz a. N. Theater 348

Geringswalde.Rathaus48o,

488, 499

Gothenburg in Schw.

Hafenplan . 648

Graudenz. Bebauungs¬ plan amTuscherdamm 244, 323

Grunewald-Berlin,

Schulhaus . . 244, 304, 316

Halle a. S. Gartenkünst¬

lerische Ausgestaltung des Kaiserplatzes . 72

Hamburg. Figürlicher Schmuckd. Justizgebäudes 428 Straussenhaus im Zoo¬ logischen Garten 78, 266

Briefbogen f. A.-V 79, 265

Preisbewerbungen.

Hamburg. Wohnhäuser

i. Cbar. der Vierlande 104, 144

Hannover. Bennigsen-

Denkmal . 564

Nazareth-Kirche . . 503

Ausgestaltung des Sitz¬

ungssaales im Stände¬ haus . . . 47 r , 488, 648

He i d e i. Holst. Realschule

144, 47i

Hessen - Nassau. Länd¬ liche Anwesen für Klein¬ bauern in der Prov. 348, 592 Hiddensee. Landhaus Kruse . 168

Innsbruck. Ev. Kirche 100,

152, 255, 584

Jena. Universität . . . 376

Kassel. Rathaus . . 80

ev. Kirche 152, 168, 499

reform. Kirche 196, 204, 528

Kaufbeuren.Deckenge- mälde für d. protest. Kirche 308

Kiel. Rathaus 63, 80, 436,

^ 53b, 564

Forstbaumschule . . 272

Knüpfteppich - Ent¬ würfe der Firma Ginzkey

in Maffersdorf in Böhmen 168

Ko b 1 e nz. Realgymnasium

28, 52, 204, 216, 255

Köln a. Rh. Handels- Hochschule 168, 192, 528,

570*, 577*, 596, 608 Krankenhaus des isra¬ elitischen Asyls 316, 596

kath.-Kirchez. hl. Paulus 648

- Königsbergi.Pr. Fassa¬ den zu 3 Häusern am Schlossteich 296, 307, 362, 459

- Kopenhagen. Wieder¬ aufbau des Schlosses Ghristiansborg .... 528 Lahr i. B. Friedhof- An¬ lage . . 428, 447, 460, 624

L an d au (Pfalz). Festhalle 556, 596, 632

Laub an. Restaurations¬ gebäude auf d. Steinberge j 52

Leipzig-Leutzsch.

Rathaus . 112

-Kleinzschocher.

Bez.-Schule .... 283

-Reudnitz. Bez.-Schule 348

Lima (Peru). Regierungs¬ palast . 308, 416

Linoleum 111 uster der Werke Hansa-Delmenhorst

'32, 323

desgl. der Linoleum- und Wachstuch - Co. Rixdorf

215, 348

Loschwitz - Dresden.

Monumental-Brunnen . . 416

Luxemburg. Industrie- und Handelsschule. 92, 156

Madrid. Kasino . . . 452

M. -Ostrau. Handels- u.

Gewerbebank . 668

Mailand. Anlage einer

Ausstellung . 16

- Mainz. Justizgebäude 268,

280, 596, 608

Mannheim. Ev. Werder-

Kirche . 668

Marburg. Knaben- und Mädchenschule 272, 428, 440

- Mayen. Kath. Küche 416,

428, 008

- Me ge de. Amtshaus . .128

Meissen. Realschule . 220

Montevideo (Uruguay.) Parlaments-Palast . 516, 523

Mo r eliain Mexiko. Denk¬

mal für den Anführer Morelos . 272

- Mülhausen i. E. Monu¬ mental-Brunnen 632, 636, 656

-- München. Zierbrunnen auf den Kosttor- u. Isartor¬ plätzen . 120, 156, 528, 576

Bebauung des Ruffini-

Geländes . . . 228, 348

Verkehrs - Ministerium

und Zentral-Briefpost- amt . 648, 656

Amtsgericht in Rothen¬

burg o. d. T. . . 63, 104

Kath. Kirche in Solln 322

Bebauung des Gelän¬

des der Maschinenbau- A.-G. in Nürnberg . 362

Ball- und Konzerthaus

in Bayreuth .... 392

Rathaus in Freising . 516

VI

Seite

Preisbewerbungen.

München. Volksschule

in Schwabach . 636

Arbeiter-Wohnhäuser 307 Münster a. St. Ev. Kirche 48

Münster i. W. Museuni 176

Nürnberg. Bauten des

10. deutsch. Turnfestes 8, 28

Kunstbrunnen . . . 568

- Korbmöbel für Land¬ häuser .... 228, 384

Oberschöneweide. Rathaus 144, 152, 260, 296, 304

Oesterreich. Staats¬ bauten . 19 1

Orgel-Entwurf für den Dom in Altenberg 392, 596

Paris. Grand Prix de

Rome . 404

-- Auffahrtshof des Grand-

Hötel . 503

P a s s a u. Witteisbacher

Brunnen . . 196, 248, 608

St. Petersburg. Kanali¬ sierung . 104

Plauen i. V. Stadtpark 176

Gesellschaftshaus 307, 323,

584

Posen. Arbeiter-Wohn¬ haus . 307, 452

Prerau. Hebewerk des Donau-Oder-Kanales 216, 220,

244, 259

Pyrmont.Badehäuser336,499

Recklinghausen.

Kreishaus . 36

Rheine i.W. Gymnasium 636

Rheinsberg. Deutsches

Presseheim . 215

Salzburg. Friedhofs¬ kapelle . 323

Spanien. Ausführung einer Wasserleitung im Zuge des Kanales von Arragon in Catalonien . 183

Stuttgart. Schutzhütte auf dem Hohenstaufen . 284

- Biifettwand eines Re¬ staurants für die Zeit¬ schrift „Moderne Bau¬ formen“ . 283

Te plitz. Kaiser Josef-

Denkmal . 644

Trier. Fassaden am

Hauptmarkt . 448

kath. Pfarrkirche . . 308

Handelskammer . . 372

- Ländliche Bauten 584, 614

Triest. Israelitischer Tempel . 596

Waldenburg i. Schl.

Volksschule . 636

War s c h a u. Poln. Theater 511

Wetter a. R. Ev. Kirche 636

Wien. Postsparkassen-

Amt . 64, 316

Deutschmeister-Denkm. 112

Kais. Elisabeth-Denkm. 144

Einband für „Die Gra¬ phischen Künste“ . . 196

Wörth a. M. Ausmalung der Pfarrkirche .... 236

Zürich. Mosaikbilder im Hof des Landesmuseums 36

Kunsthaus 259, 284, 324, 632 Preussen. Das Bauwesen im

Staatshaushalt . 37, 43

Veränderungen in der Organisation des Min. der öff. Arbeiten und im Min.

für Handel und Gew. 40, 195

Das Ministerium der öffentl.

Arb. und die Techniker in den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses 207, 218

Hochwasser- Ausschuss, Abschlussarbeiten betr.

W eser- u. Emsstromgebiet 47

Gesetzentwurf betr. die Erweiterung des Staats¬ eisenbahnnetzes .... 139

Staatl. Fürsorge für Be¬

schaffung vonWohnungen für die Arbeiter der staatl. Betriebe . 176

Fachwissenschaft!. Vor¬

lesungen über Eisenbahn¬ wesen . . 215

Bevorstehender Erlass eines Wohnungs-Ges. 394, 409

Zulassung von Dipl.-Ing. anderer Hochschulen zur Promotion zum Dr.-Ing. . 514

Promotionen, Die Zahl der Pr. zum Dr.-Ing. an den Techn Hochschulen 452, 576

Seite

Prüfung. Diplom-Examen . 488 - Baumeister-Pr. und -Titel in Sachsen . 159, 216, 392

Röhrenprüf. - Presse von

Koenen . 114

Vorschriften für die Pr. und Verarbeitg. von Beton 1 14

Herstellung von Beton¬ körpern mit verschieden. Wasserzusatz, Druckfestig¬ keit und Druckelastizität 478

Putz, seine künstlerische und seine techn. Seite 2, io, 127

Die Carrara-Masse . . 259

für einen Fabriksaal zur Verhinderg. v. Tropfenfall 608

Ramme zum Einrammen von Pfählen unt. Wasser . 594® Rathaus in Dessau 377*, 385*, 452

-Entwürfe für Dresden 373*,

378*, 389*, 396*, 405*, 426

in Duisburg . . i®, 9*, 27

in München 337*, 345*, 371

in Passau . 505*

Rauchbelästigungin Städten

248- 356

Rechenschieber (Einskala-)

von Frank . 376

Reisebericht üb. d. Schlösser an der Loire v. Groothoff 351

aus Passau 466*, 474*, 497*,

5°!*, 5°5*

Reisestudien von C. Zaar

und Spindler . 154

Reithalle zu Grimma. Höl¬ zernes Bogendach . . 247*

Rennplätze, Anlagen und Bauten für Pferde- Rennen 79 Riesenhäuser in Amerika . 155 Röhren. Abänderung der Normalien für Hausent- wässerungs-Leitungen . 245 Anstrich von geteerten bezw. asphalt. R. 308, 472 Rolladenzug mit Schrauben¬ bremse „Mars" von Fuchs 215* Rudolstadt. Sitzungssaal im Regierungs-Gebäude . 361*

Rücksendung von Zeug¬ nissen bei Stellengesuchen 292 Ruinen, Tempel-R. von Philae623

Saalbau in Mannheim 185*, 261*, 277*. 287*, 294, 307

der Brauerei Königstadt

in Berlin . 549®

WienerArbeiterheim 209* ,233® Sachsen. Baumeister - Prü¬ fungen und Titel 159, 216, 392

Sägevorrichtung unt. Wasser 547 Sägespäne, Verwendung . 644 St. Louis. Ausstellung 36, 608 Sandbach im Odenwald, Ernst Ludwig-Heilstätte 169® Schalldämpfung in Massiv¬ bauten . 272

Schiedsgericht . 140

Schiffahrt. Die Schiffbar¬ machung des Main ... 34

Entwurf zur Donau-Main- Wasserstrasse von Kel- heim nach Aschaffenburg

430*, 437*) 538 Der Teltow -Kanal 66®, 82®, 89®, 106®, 122®, 135

Die Binnenschiffahrts-An¬ lagen in Bremen . . 366®

Verbindung für Fluss¬

schiffe von der Oberelbe zu den Häfen am Kuh- wärder bei Hamburg . . 540

Seeschiffahrtskanal durch

Schottland . 376

Ueberwindung grosser Höhen bei Sch. -Kanälen 110

Fiussbau-Laboratorium in

Karlsruhe . 126

VI Verbandstag des dtsch.- österreich. -ungar. Binnen¬ schiffahrts-Verbandes 447, 496

Schindeldach-Eindeckungen 204 Schinkel - (Jahres-)Fest des Arch. -Vereins in Berlin 141, 150

- Preisaufgaben 72, 127, 608

Schleusen-Anlagen und ge¬ neigte Ebenen bei Schiff¬ fahrts-Kanälen . . . .110

Schloss zu Heidelberg, Gut¬ achten der Sachverständi¬ gen Konferenz 70, 86, 96, 123

Baugeschichte 166, 193*, 199*,

206

Klink bei Waren in Meckl.

325*, 335*) 338*

in Ludwigslust .... 191

Seite

Schloss Schwarzenberg und seine Wiederherstellung 426 Schöneberg. Kanalisations-

Entwurf . 100

Schornstein in Bctoncisen- Konstruktion .... 262®

Gestörter Sch-Zug . . .672®

Schulen. Neue Stellen für

Reg - und Gewerbe-Schul¬ räte im preuss. Minist, für Handel und Gewerbe . 40

Der Freihandzeichen- Unterricht an techn. Sch.

483, 489

Die Universität und die Mittelschule in Bayern . 174

Schulhaus in Berlin von Ludw. Hoffmann . . 314®

städt. Handwerkerschule

in der Andreasstr. in Berlin 649®

an der Findelgasse in

Nürnberg . 116

Schwammbildung, Verant¬ wortlichkeit des Arch. 272, 616 Schwarzenberg, Schloss, u.

seine Wiederherstellung 426 Schwebebahn. Pläne für Stadt- und Vorortbahnen in Hamburg 397*, 410®, 526 Schweiz. Ortsangehörigkeit

324, 424

Semper, Gottfr. Der 100. Ge¬ burtstag . . . 623, 626, 637

- Stipend. der Stadt Dresden 632

Sibirien. Die Baukosten der

S. Eisenbahn . 186

Simplontunnel, Kosten . 575 von Sörgel, Ob.-Baudir. in

München . 139

Sonnenuhr-Konstruktion . 392 Sperrmauer. Die Urft-Tal¬ sperre bei Gemünd 133*, 145® Sport. Anlagen und Bauten für Pferde- Wettrennen . 79

Entwurf zu einer „Kolonie

zur Leibeserziehung“ . . 93®

Städtebau. Französischer 422® Statik. Vorlesungen über St. der Baukonstruktionen und Festigkeitslehre von

Mehrtens . 451

Statistik. Grössenverhält- nisse von Grosstädten . 24

Stauanlagen des Elektrizi¬ tätswerkes Wangen a. d. Aare . 309*, 326*

Die Talsperre b. Marklissa

im Oueistal . 527

Urft-Talsperre bei Gemünd

133®, 145®, 555

Kraftversorgung der Lun¬

genheilstätte Sülzhayn im Harz . 542®, 558*

Stiftung von 10000 M. zur Förderung der Kenntnis vonBetoneisen-Konstrukt. 487 Stipendium, Gottfr. Semper- St. der Stadt Dresden . 632 Stockwerk bezw. Geschoss 102 Strassenanlage, Ring-Str. in Ulm a D . 170®

Die Anlage einer durch¬

gehenden Avenue vom kgl. Schlosse in Berlin bis zur Havel und Döberitz . . 91

Strasse, Begriff einer solchen 128

Unterhaltung derselb. usw. 36 Strassenbau. Kleinpflaster

auf starken Steigungen . 216

Das Oelen der Str. bezw. Pech-Makadam .... 364

Strassenbahn - Oberbau in

Hamburg . 319

Stuttgart. Die bauliche Ent¬ wicklung .... 604, 608

Das Interims-Hoftheater 617*

Sülzhayn im Harz, Kraft¬ versorgung der Lungen¬ heilstätte . . . 542®, 558®

Synagogen. Bau und Aus¬ schmückung alter . . . 558

Talsperre, Urft-T. bei Gemünd

133®, Hä®, 555

bei Marklissa im Queistal 527

Volme Talsp . 568

Tangermünde. Wiederher¬ stellung der Turmbauten auf der Kaiserburg . . 235

Techniker, Auszeichnungen 7, 60, 63, 140, 655

Kündigungsfrist . . 24, 164

Laufbahn d. unt. u. mittl. 512,536

Wertschätzung der T. . 283 Telegraphie, Feuer -T. in

Hamburg . 214

Seite

Teltow-Kanal 66®, 82*, 89®, 106®, 122*, 135

Theater - Entwurf für Frei¬ burg i. Br . 269*

I >as Interims - 1 loftheater in Stuttgart .... 617®

Theoretische Untersuchun¬ gen. Zur Berechnung von kontinuirl. Trägern über 3 Oeffnungen . . . toi*

- Zur Theorie der Knick¬ festigkeit . 186

Betoneisen-Konstruktionen

210*, 223*, 231*

Ein Fall von Knickung

durch eine Zugkraft . . 246

Versuche mit Verbund¬ körpern u. deren wissen- schaftl. Verwertung 341*, 350

Versuch über d. Verlauf eines wagrechten Wasser¬ strahles unter Wasser 522*

Erdmassen -Ermittelung 636* Titel. Stadtbauinspekt. und

Magistratsassess. in Berlin 534

Führung eines Meister-T. 512

Aenderung der Dienst¬ bezeichnung der Bauinsp.

in Hamburg . 113

Baumeister-T.u. Prüfungen

in Sachsen . . . 159, 216

Todtenschau und Nachrufe.

Bellingrath, Ewald,

Dr.-Ing. in Dresden . . 463

v.B is c h o f f ,Friedr., Edler von Klammstein in Wien 120

B rügge m an n , Gg.,Arch.

in Budapest . 499

Buchheister, Max.

Jürgen, Wasserbaudir. in Hamburg .... 168, 319

Canzler, Geh. Ob. -Bit.

a. D. in Dresden . . . 146

Dumortier, Valere Chef- Arch. in Brüssel . 316

Eggers, Hartwig, städt.

Bi t. in München . . . .316

Franzi us, Ludw., Ob.- Baudir. in Bremen 332, 333, 344

Gier, Aug., Reg.- u. Brt.

in Berlin ...... 595

Giese, Ernst, Geh. Hof rat, Prof, in Charlottenburg 535

Grunert, Kurt, Brt. in

Berlin . 15

v. Hefner-Alteneck,

in München . 267

K ü hier, Heinr., Geh. Reg.- Rat, Prof, in Hannover . 1 r t

Lu n tz, Viktor, Prof.i Wien 535

March, Paul, Kommerz. - Rat in Charlottenburg . 462

Menken, Aug., Reg.- Bmstr. in Berlin .... 499

Mothes, Brt. in Dresden 528

Neckelmann, Skjold, Prof, in Stuttgart . 255, 266

Röhl, J. C. M., Gen.-Dir.

d. Strassenbahn i.Hamburg 26

Rossbach, Arwed,Dr.ph.,

Brt. in Leipzig ... 15

Dr.Scheffler, LI., Ob.-

Brt. in Braunschweig . . 436

Schulz, Alfr., Arch. in

Bbrlin ....... 7

Sitte, Camillo, K. K.

Reg. -Rat in Wien . . . 604

Transport. Die gleislose elektr. B. b. Grevenbrück 202* Trass als hydraulischer Zu¬ schlag zu Mörtel . . 257*

Treppe. Holz-Wendeltr.ohne durchgehende Wange 180*

Ausbesserung ausgetre¬ tener Steinfr . 547

Tropfwasser, Schutz geg. 344, 608 Türen, Anwendung u. Aus¬ bildung von Drehtüren 252*

Neuerungen an T.- und

Fenster-Beschlägen . . 490*

Tuffsteingrube imNettertale 257* Tunnel. Untersee -T. zw. Marokko u. Spanien . . 247

der Albula-Bahn im Enga¬ din 449*, 453*, 473*, 481, 493*

Turmfragen u. d. Campanile von San Marco .... 126

Zum Wiederaufbau des Camp. v. S. Marco 523, 594*

Turmhelm, hölzerner, nebst Glockenstuhl auf d. Ausstell, in Düsseldorf 49* 358* 423* Turnhalle in Mannheim 605*

Ulm. Ringstrassen - Anlage 170* Unfall-Versicherung . . 616

vir

Seile

Seite

Unterricht an Baugewerk¬ schulen in d. Formenlehre 530

Freihandzeichen-U. . 483, 489

in d. Baukunst in S.-Alten-

burg . 534

Urft- Talsperre bei Gemünd 133*, H5*, 555

Venedig. Der Campanile u. andere Turmfragen . . 126

zum Wiederaufbau des C. 523,

. 594*

Verbindung von V. mit dem. Festlande .... 575

Verantwortlichkeit des Archit. b. Schwammbild. 272

eines Werkmeisters für

entstandene Fehler . . 304

beim Unfall eines Fahr¬ stuhlbetriebes .... 344

bei Auswahl d. Materialien 376 Vereinigungdeutsch. Archit. 279 Vereinshaus des „Motiv“ in

Charlottenburg . . . 121*

Vereins-Mitteilungen.

Ver b an d deutsch. Archi¬ tekten u. Ing.-Ver. 6i, 152, 177,

196,204,324,344,452,632,668 - Arbeitsplan für 1904 . 593

Abänderung der Nor¬

malien für Hausent- wässerungs-Leit. 245, 461

Rundschreiben betr.

Architekten-Verband . 249

XXXII. Abgeordneten-

Versammlung 333, 401, 440,

. 443, 461*, 466

Sitzungsbericht der

XXXII. Abgeordneten- Versammlg. in Dresden 456

Berlin. Arch -Verein. 90, ixo, 126, 242, 320, 546, 580, 635, 654 Jahres- (Schinkel-) fest 141,

150

Ver einigun g B. Arch. 35*,

153, 166,319,390,554,634,670 Hauptversammlungen der Zement-, Ton- und Kalk-Interessenten . . 72

Deutscher Beton -Ver. 114

Vereinigung zur Erhal¬

tung deutscher Burgen 163

Ver. f. Eisenbahnkunde 14,

118, 131, 179, 306, 514, 670

Bremen. Arch.-u.Ing.-V. 178

Darmstadt. Mittelrhein.

Arch.- u. Ing.-Ver. . . . 359

Dortmund. Ver. d. Arch.

u- Ing . 354

Dresden. Sachs. Ing.-

u. Arch.-Ver. . . . 12, 352

Vers, der Heizungs- u.

Lüftungs-Fachm. 166, 343

'Ver. für öffentl. Ge¬

sundheitspflege . . . 196

Düsseldorf. Arch.- u.

Ing.-Ver. . . 87, 156, 390

Vereins-Mitteilungen.

Frankfurt a. M. Arch.-

u. Ing.-Ver . 634

Hamburg. Arch.- u. Ing.- Ver. 26, 78, 103 (Feste u. Ausflüge), 115, 136, 155, 214, 228, 254, 265, 271, 306, 319,

35i, 423, 526, 547, 563, 622

Hannover. Ärch.-u.I.-V. 166

Köln a. Rh. Arch.- u.

Ing -Ver. für Niederrhein

u. Westfalen . 555

- Vereinigung K. Arch. 255

Magdeburg. Arch.-u.I.-V. 91,

126, 138, 166, 234, 291, 622

Mannheim. VI. Ver¬

bandstag des Deutsch- österreich.-ungar. Verb. f. Binnenschiffahrt . . 447, 496

Madrid. V. internation.

Architekten-Kongress . .196

Mecklenburg. Arch - u.

Ing.-Ver . 190

München. Arch.- u. Ing.-

Ver . 255

Ver. Deutscher Inge¬

nieure 120, 283, 346, 349 - Ver. Deutscher Garten¬ künstler . 372

Nürnberg. Mittelfränk. Kreisges. d. Bayer. Arch.-

u. Ing.-Ver. 14, 59, 116,246,

258, 423, 426

Pfalz. Kreisges. d. Bayer.

Arch.- u. Ing -Ver. 203, 282 Verjährungsfrist .... 24

einer strafbaren Handlung 88 Verkehrs -Angelegenheiten ,

im Staatsministerium in

Bayern . 163, 519

Verputz, seine künstlerische u. seine techn. Seite 2, 10, 127 Versetzen von Bauwerken 248 Versicherungspflicht v. An¬ gestellten . . . . 516, 616

Versuchsfahrten d. Studien¬ gesellschaft für elektr. Schnellbahnen . . 487, 566

Vertragsabschlüsse, Muster zu Werkverträgen 268, 354

Einhaltung derselben . . 448

Vervielfältigungs-Apparate 292

- Verfahren „Gisaldruck" 547

Vorlesungen, über Eisen¬ bahnwesen in Preussen 215

Vorträge im Kunstgewerbe- Museum in Berlin . 15, 514

über mittelalterl. Baukunst

u. Gegenwart v. Stiehl 141, 150

über das Maschinenzeit¬

alter in seinem Zusammen¬ hänge mit dem Volks¬ wohlstand von Professor Schmoller . 348

über die amerikanische Maschinen -Industrie und ihre Erfolge v. Möller . 349

Seite

Wachwitzmetall fürDächer 404 Wände, bewegliche, zur Trennung von Sälen 284, 376

Gipsw. Bruckners System 592

Wandschutzplatten ... 23

Waisenhaus, das neue städt.,

in München . . 657 ’i:, 669-

Wangen a. d. Aare. Die Wasserbauten des Elektri¬ zitätswerkes . . 309*, 326*

Waren i. Meckl., Schloss Klink . . . 325* 335* 338*

Wasserbau. Die Wolf’sche Bauweise z. Regulierung geschiebeführenderFlüsse. 574 Ramme zum Einrammen von Pfählen unt. Wässer 594*

Flussbau-Laboratorium in

Karlsruhe . 126

Studiengesellschaft für den Ausbau der elsass.- lothring. Wasserstrassen 235

Versuch über den Verlauf eines wagrechten Wasser¬ strahles unter Wasser 522*

Wasserbauten des Elektri¬ zitätswerkes Wangen a. d.

Aare . 309*, 326*

Die Talsperre bei Mark-

lissa im Queistal . . . 527

Urft-Talsperre b. Gemünd 133*

145*

Die Regulierung und Ein¬ wölbung des Wienflusses 599:i:

618*, 629*, 651*, 666 Wasserbauwart, Annahme der Anwärter .... 100 Wasserstrahl-Turbine von Roth 81 Kollmann . . 1 18*

Wasserturm in Betoneisen- Konstr. in Kirchseeon 263* Wasserversorgung, Grund- wasser-V. Hamburgs . . 351

- 25jährige Tätigkeit des kgl. bayer. W.-Bureau . 487

der Stadt Wien, 2. Kais.

Franz Josef-Hochquellen¬ leitung . 295

Werkverträge, Muster zu . 268

für Materiallieferung . . 616

Wertschätzung d.Techniker 283 Wettbewerbe, Verwendung

von Modellen anstelle der

Perspektiven . 2x5

Wiederherstellung der Kreuzkirche in Dresden 29*

der Turmbauten auf der

Kaiserburg in Tanger¬ münde . 235

- und Erhaltung des Heidel¬ berger Schlosses, Gut¬ achten d. Sachverständig - Kommission 70, 86, 96, 123

Baugeschichte d. Heidelb. Schlosses 166, 193*, 199*, 206

Wien. Internationale Bau¬ ausstellung . 623

Seile

Wien. Neues Krankenhaus

1 12

Das Arbeiterheim 209*, 233*

Die 2. Kais. Franz Josef-

Hochquellen-Leitung . . 295

Kais. Elisabeth-Denkmal 322

Die Regulierung und Ein¬ wölbung des Wienflusses 599*,

618*, 629*, 65 1*, 666

W ohlfahrtseinrichtungen. Staatl. Fürsorge, für Be¬ schaffung vonWohnungen für die Arbeiter d. staatl.

Betriebe in Preussen . . 179

Wohnhaus Simon in Berlin 597*

Nölle in Grunewald . . 35

Scherl in Grunewald . . 154

Dernburg in Grunewald . 155

Haus Wiesenack . 357*, 376

Besitzung d. FrauWentzel-

Heckmann in Neubabels¬ berg . 505*, 513*

Amthof zu Bremgarten im

Kanton Aargau . 293*, 297*

Friedrichsruh in Löbtau

bei Dresden .... 365*

Häusergruppe in Freiburg

i Br . 249*

O’Swald in Hamburg 465*

Karl Stollwerk in Köln

a. Rh . 541*, 551*

Heinr. Stollwerck in K0I11585*

Meyer in Prinz Ludwigs¬ höhe bei München . . 425*

Die Exter’sche Villen- Kolonie in Pasing 157*, 165*

Dr. Arendt in Feldafing

am Starnberger See . 222*

Wohnungsfrage. Welche Mittel führen in Gross¬ städten zur Preiswert-Er¬ haltung des Baugrundes 270

Erbbauvertrag zw. dem preuss. Fiskus und dem Beamt. - Wohnungsverein

zu Berlin . 563

für Arbeiter in Hamburg 26

Das Wiener Arbeiterheim209i:

233*

Eberstadt: Rheinische

Wohnverhältnisse . . . 229

Anlage des engl. Hauses 546 Wolfenbüttel, Marienkirche 156

Zäune, Eigentumsrecht . .140

Zeichengestell von Espen¬ laub, verstellbar . . . 243*

Zeichen - Unterricht an techn. Schulen . . 483, 489

Zement-Schieferplatten . . 60

Zur Unterscheidung des Portland-Z. v. anderen Z. 296

Fächergewölbe in Z.-

Eisenkonstruktion . . 371*

Zeugnis. Verpflichtung zur Ausstellg. an Beschäftigte 60

Besondere Bildbeilagen.

1 Das Rathaus in Duisburg a. Rh., der grosse Sitzungssaal S. 9 28 Die deutsche Städte-Ausstellung in Dresden. Der Haupt-

2 Halle für Trauer-Versammlungen im östl. Friedhof in saal mit Brunnen . . S. 349

München . 17 29 Villa Friedrichsruh in Löbtau bei Dresden . 365

3 Die Wiederherstellung der Kreuzkirche in Dresden . 29 30 Das neue Rathaus in Dessau. Stadtverordn. -Sitzungssaal 385

4 Deckengemälde in der Kuppelhalle für Trauer-Versamm- 31 Die Oberlausitzer Gedenkhalle mit Kaiser Friedrich-

1 ungen im östl. Friedhof in München . 41 Museum in Görlitz . »393

5 Neues Provinzial-Museum in Hannover . 61 32 Der wiederholte Wettbewerb zur Erlangung von Ent-

6 Inneres der Jubiläums-Kunstausst. in Karlsruhe 1902 . 65 würfen für ein neues Rathaus in Dresden . 4°5

7 Die St. Maximilians-Kirche in München . 81 33 Die Schwabentorbrücke in Freiburg i. Breisgau . . . 417

8 Entwurf zu einer „Kolonie zur Leibeserziehung“ ... 93 34 Die „Neue Gruppe“ auf der Grossen Berliner Kunst-

9 Entwürfe zu einem Zentralsaal der Grossen Berliner ausstellung . . 429*

Kunst-Ausstellung . . 105 35 Die Friedrichsbrücke in Freiburg i. Breisgau .... 441

10 Vereinshaus des „Motiv" in Charlottenburg, Festsäle . 12t 36 Die Albula-Bahn von Thusis nach St. Moritz .... 453

11 I?*e Urft-Talsperre bei Gemünd in der Eifel .... 133 37 Ansicht der Stadt Passau vom Klosterberge aus. . . 466

12 Atelier der Architekten Ilelbig & Haiger in München . 145 38 Die Albulabahn vonThusis nach St. Moritz. Die Solisbrücke 481

13 Die Exter’sche Villen-Kolonie in Pasing-München . . 157 39 desgl. im Bau 493

14 Die Ernst Ludwig-Heilstätte bei Sandbach im Odenwald 169 40 Landhaus Wentzel-Heckmann in Neubabelsberg . . . 5°5

15 Die neue Festhalle in Mannheim. Das Beethoven-Portal 185 41 Die Pauluskirche in Basel . . 5*7

16 Das Burschenschafts-Denkmal in Eisenach . 197 42 Das Haus für Handel und Gewerbe in München . . . 529

*o ™er •^>rt,e',;erIie*ni- Grosser I estsaal .... 209 43 Das Haus Karl Stollwerck in Köln a. Rh . 541

18 Villa des Ilrn. Dr. Arendt in I eldafing am Starnberger See 222 44 Der Herkulesbrunnen auf dem Lützowplatze in Berlin 557

19 Mittelportal des neuen Repräsentations- Saales in der 45 Der Vorbau vor der Goldenen Pforte zu Freiberg i. S. 569

Grossen Berliner Kunstausstellung . 237 46 Das Haus Heinr. Stollwerck in Köln a. Rh. . . . . 585

Häusergruppe an der Jacobistrasse in Ireiburg i. Br. . 249 47 Haus Simon, Matthäikirch- u. Margarethen-Str. i Berlin 597

21 Hie neue Testhalle in Mannheim. Der kleine Konzertsaal 261 48 Aus dem II. Bande, 6. Teil der Baukunde des Architekten 609

22 Die Königsbrücke über die Elbe in Magdeburg . . . 273 49 Der Ausbau der Meissener Domfront . 625

23 Die neue Festhalle in Mannheim. Der Nibelungen -Saal 287 50 Grabmal der Familie Becker auf dem Friedhöfe in

24 Amthof zu Bremgarten im Kanton Aaargau, Schweiz . 297 AVeissensee bei Berlin . . 637

25 Neubauten der Stadt Berlin von Ludwig Hoffmann . 314 51 Die II. städtische Handwerkerschule in Berlin. . . . 649

26 Schloss Klink bei Waren in Mecklenburg . . 325 52 Das neue städische Waisenhaus in München .... 657

27 Die Erweiterung des Rathauses in München . . 337

VIII

X x

b

w

<d 3

* g

er <

-X- b O £

Q K

< D W

« ffi

w k

w Ö s

*W ffi PQ P p <

er

p

w

£

p

p

o

er

p

b

x

w

b

t— H

X

o

er

<c

2 üi

b W

w Q

I H

£ E

er o

co <-■ P 2?

<c

*

p *

W *7

N P

£ P

C <j

er cq

00

P

P

<

c

CO

CO

Ü

55

D

N

b

oo

55

P

CO

00

O

er

o

*

-X-

*

*

*

*

*

-X-

II

tH

*

d

b

o|

55

*

N

1

P

co

*

C

o

o>

pq

T-t

*

p

d

EC

er

*

o

X

CO

b

<

-X-

P

£

p

>

*

P

X

X

III

X

-X-

Architekt: Professor Friedrich Ratzel in Karlsruhe. (Hierzu eine Bildbeilage und die Abbildungen S. 3, 4 und 5.)

m 3. Mai 1902 vollzog die Stadt Duisburg am Rhein die festliche Weihe eines neuen Rathhauses als eine Blüthe jenes intensiven Entwicklungs-Prozesses, welchen die deutschen Städte mit nur ganz geringen Ausnahmen nach dem deutsch-französischen Kriege durchmachten. Die Stadt Duis¬ burg besass bis dahin ein recht unscheinbares Rath¬ haus, welches in seinen Anfängen 500 Jahre hindurch den Bedürfnissen des Verwaltungs- und Gerichts¬ wesens gedient hatte und bei der zunehmenden Ver¬ mehrung der Geschäfte wohl erweitert und durch Zu¬ kauf benachbarter Privathäuser entlastet wurde, wel¬ ches aber im Laufe der Zeit zu einem Sammelbegriff so heterogener, die Verwaltung erschwerender Bautheile wurde, dass sich eine durchgreifende Aenderung durch

Errichtung"' eines Neubaues umso weniger mehr von der Hand weisen Hess, je mehr das 19. Jahrhundert seinem Ende zueilte. Im Frühjahr 1895 beschloss da¬ her die Stadtverordneten- Versammlung, der Errichtung eines neuen Rathhauses näher zu treten und bestimmte für dasselbe das durch Zukauf benachbarter Häuser vergrösserte Gelände des alten Rathhauses. Demge¬ mäss wurde für den Neubau die zwischen dem Burg¬ platz und dem Alten Markt gelegene Fläche gewählt und zwischen dem neuen Rathhause und der Salvator¬ kirche die Anlage einer neuen Strasse in Aussicht genommen (s. Lageplan S. 5). Zur Erlangung eines ge¬ eigneten Entwurfes für das neue Haus wurde ein Preisausschreiben erlassen, in welchem der I. Preis den Architekten und Assistenten an der Technischen Hochschule in Karlsruhe, F. Ratzel und C. Boes zu¬ erkannt wurde, während der II. Preis Hrn. H. Jennen in Karlsruhe, der III. Preis den Hrn. Reinhardt &

DEUTSCHE BAUZEITUNG XXXVII. JAHRG. 1903 * NO- 1

1

Süssenguth in Charlottenburg zufiel. Da jedoch keiner der preisgekrönten Entwürfe unmittelbar zur Ausführung geeignet erschien, so wurde Hr. Architekt Fr. Ratzel in Karlsruhe mit der Verfassung eines neuen Entwurfes betraut und ihm aufgrund desselben die Ausführung der Einzelzeichnungen und die künst¬ lerische Oberleitung des Baues übertragen, während die Ausführung der technischen Arbeiten dem Stadt¬ bauamte in Duisburg, an seiner Spitze Hr. Stadtbaurath Quedenfeldt, übergeben wurde. Auf die Anordnung der Räume war ein von letzterem bearbeiteter Grund¬ riss von wesentlichem Einfluss. Die schlichte und über¬ sichtliche Anlage des Gebäudes, sowie die Vertheilung der einzelnen Raumgruppen gehen aus unseren Grund¬ rissen S. 3 hervor; es ist dazu kaum etwas zu bemerken, es sei denn ein Hinweis auf die geschickte, malerische Art, mit welcher der Anschluss des Rathhauses an die unregelmässige Häusergruppe am Weinhaus-Markt mittels eines Durchganges, über welchem sich der Rathhausthurm erhebt, gesucht und gefunden wurde.

Die in der Gestaltung des Aufbaues zum Ausdruck kommenden Absichten der Stadtverwaltung finden in dem Beschluss vom 20. Oktober 1896 ihre Grundlage, welcher eine Erhöhung der anfänglich vorgesehenen Bausumme herbeiführte zu dem Zwecke, „das Rath¬ haus als Monumentalbau in Haustein-Schauseiten und ebenso im Inneren unter Verwendung der besten Bau¬ materialien auszuführen.“

Am 31. Mai 1897 wurde mit den Abbruchsarbeiten an einem Theile der alten Baulichkeiten auf der Rath¬ hausbaustelle begonnen, am 20. Juli 1897 wurde der erste Spatenstich gethan und am 15. Aug. 1897 mit der Ausführung desMauerwerkes angefangen. Die günstigen Witterungsverhältnisse der Jahre 1898 und 1899 und die dadurch mögliche erhöhte Bauthätigkeit förderten

den Bau so rasch, dass der erste Bauflügel bereits am 1. April 1900 bezogen und der Abbruch des alten Rathhauses, in welchem bis dahin die Verwaltung weiter geführt wurde, in Angriff genommen werden konnte, um auch an die Errichtung des zweiten und dritten Bau- theiles zu schreiten. Im Laufe der Bauarbeiten erwies sich der Erwerb der Eläuser Weinhausmarkt 12 u. 12a und Burgplatz 15 als nöthig und möglich und es wurde unter Nachbewilligung einer Summe von 150000 M. hier ein dritter Bauflügel geplant, welcher Gelegenheit zu der bereits berührten anziehenden malerischen Ge¬ staltung gab. Die Festschrift über die Einweihung des neuen Rathhauses sagt darüber: „Durch die Aus¬ gestaltung der Bogenstrasse zu einem weiten Hof des Rathhauses, welcher gleichzeitig dem Durchgangs¬ verkehr vom Burgplatz zum Weinhausmarkt und zur Schwanen- resp. Beekstrasse dienen sollte, konnte die äussere Erscheinung des Rathhauses an diesem Theile einen besonders malerischen Reiz gewinnen, wenn dieser Hof nur für den Fussgängerverkehr eingerich¬ tet wurde. . . . Durch den grossen Bogen im Thurm am Burgplatz, sowie durch den grossen durch zwei Ge¬ schosse reichenden Bogen am Weinhausmarkt (S. 4) wur¬ den prächtige Einblicke in diesen Innenhof geschaffen, in welchem durch eine grosse Treppenanlage, in der ganzen Breite desselben, das starke Gefälle nach dem Weinhausmarkt überwunden wurde.“ Durch diese in der ursprünglichen Planung nicht enthaltene Hofanlage wurde der Fortschritt der Bauarbeiten etwas unter¬ brochen, dieselben wurden aber weiterhin so gefördert, dass April 1901 der zweiteBauflügel im Rohbau fertig und unter Dach gebracht war und die Arbeiten am dritten Bauflügel ihm schnell folgten, sodass trotz des sehr reichen Innenbaues die Einweihung des in allen seinen Theilen fertigen Hauses am 3. Mai 1902 erfolgen konnte.

_ (Schluss folgt.)

Der Verputz, seine künstlerische und seine technische Seite.

ielen deutschen Fachgenossen ist bei ihren mehr¬ fachen Besuchen Münchens immer wieder die Art aufgefallen, mit welcher diese Stadt ihren neueren Bauten einen künstlerischen Reiz durch das bescheidene Mittel des in München nun einmal vorherrschenden Ver¬ putzes zu geben versteht, einen Reiz, der in dieser scharf ausgesprochenen Weise als allgemeiner Eindruck in keiner anderen Stadt wieder anzutreffen ist. „Der Putzbau er¬ scheint hier“, wie Dr. Richard Streiter sagt, „nicht wie anderwärts als ein minderwerthiger Nothbehelf, sondern als eine durchaus zu Recht bestehende ländlich-sittliche, künstlerisch vollwichtige Bauweise, der es bei grösseren Aufgaben auch nicht an monumentaler Wirkung gebricht“.

Die seitens der deutschen Fachwelt so häufig be¬ kundete Werthschätzung unseres Münchener Putzstiles hat deshalb auch die Redaktion der „Deutschen Bauzeitung“ veranlasst, den Unterzeichneten einzuladen, einen Beitrag zu der augenblicklich weitere Kreise interessirenden Frage des Verputzwesens zu liefern, eine Aufgabe, der ich mich um so freudiger unterziehe, als ich mich mit zu denjenigen Architekten zählen darf, welche zuerst wieder den Ver¬ putz als ein selbständiges künstlerisches Ausdrucksmittel erkannten und in diesem Sinne zu verwerthen suchten.

Der Verputz ist in seiner ursprünglichsten Anwendung und Bedeutung ein Mittel zum Ueberziehen der Aussen- flächen rauhen Mauerwerkes entweder nur zum Zwecke des Verhüllens der derb gemauerten Flächen, oder zum Zwecke der Schaffung eines Untergrundes für Aufbringung von Farbe oder farbigen und plastischen Schmuckes. In diesem Sinne hat der Verputz schon von Alters her im Bauwesen ausgebreitete Anwendung gefunden. Die Römer stellten ihren Verputz gewöhnlich derart her, dass sie zu¬ erst drei Schichten Kalksandmörtel auftrugen und auf die¬ sen drei weitere Schichten von einer aus Marmorstaub angemachten Tünche setzten. Die ganze Stärke eines solchen Verputzes betrug nur 1 2 cm.

In Verbindung mit dem Verputz treffen wir häufig den Stuck, eine Mischung von Kalk und Gips, oft auch unter Beimengung von Marmorstaub, gleichfalls schon seit Alters her an, als ein Mittel, durch Verzierungen und Ge¬ simse Decken, Wände und Stützen künstlerisch zu beleben.

Bei den Griechen, Römern und in der altchristlichen Zeit fast ununterbrochen in Uebung*), tritt der Stuck bei den Mohamedanern seit 700, in Frankreich seit 1000 und

*) Mothes, Baulexikon.

in Deutschland seit 1100 auf, wurde zwar im Mittelalter nur in beschränktem Maasse angewendet, entwickelte sich aber in der Renaissancezeit zu einer an antike Verhält¬ nisse erinnernden hohen Stufe und gewann schliesslich eine ganz eigenartige Selbständigkeit in dem letzten Aus¬ läufer der Renaissance -Entwicklung, im Rococo. Die Barockzeit verwandte zu ihrem Stuck gebrannten Gips, welchem in geringen Mengen ein Pulver von ungelöschtem Kalk beigemengt wurde.

Verputzüberzug in Verbindung mit Stuck ist ein schon bei den Griechen viel angewendetes Mittel, die feinen Gliederungen an den im gröberen Baumaterial errichteten Tempeln und sonstigen Monumentalbauwerken herzustellen, indem man die Tuff- oder gröberen Kalksteine mit einem dünnen Ueberzuge von Kalkmörtel versah. Die älteren Denkmäler auf Sizilien, die Tempel auf Aegina zeigen alle die Spuren eines über porösen Kalkstein, aus welchem die Werkstücke hergestellt waren, aufgebrachten feinen Stuckgrundes, auf welchem erst die Bemalung aufgetragen wurde. Es scheint fast, als ob der bei den späteren Denkmälern auftretende feinkörnige pentelische Marmor nicht etwa deshalb gewählt worden sei, weil man das ältere Verfahren als ein Surrogat verurtheilte, sondern weil man bei ihm diesen Stuckgrund entbehren konnte. Den Griechen scheint es hiernach ursprünglich gar nicht darauf angekommen zu sein, mit der Struktur des Materiales selbst zu wirken, sondern vielmehr darauf, einen bequemen und unvergänglichen Untergrund für ihre Polychromie zu schaffen. Zu erklären ist diese Aulfassung der Griechen wohl ganz natürlich in dem Ursprung ihres Steinbaues aus dem Holzbau. Aus dieser Thatsache geht aber auch weiter hervor, dass man in der augenblicklich so hoch gehaltenen Forderung der Materialgerechtigkeit doch wieder sehr zu¬ rückhaltend sein muss. Jedenfalls ist es unter diesem Ge¬ sichtswinkel Palladio nicht zu verübeln, wenn er zur Verwirklichung seiner grossartigen Baugedanken zu dem Mittel des Verputzes gegriffen hat, ohne welches er unter Umständen auf die Ausführung derselben überhaupt hätte verzichten müssen, und es muss zugestanden werden, dass unter gewissen Einschränkungen Surrogate nicht verwerf¬ lich sind. Die Grenze aber, bis zu welcher die Anwendung derselben gehen darf, ist natürlich nicht genau zu bestimmen, sondern sie hängt wesentlich von dem künstlerischen Takt ab, mit welchem der Architekt dabei vorgeht.

Im Vergleich mit diesen Putzbauten Palladios, über¬ haupt mit der historischen Renaissancezeit und der Zeit des

No. x.

2

Barocks in allen Ländern, heben sich die seit den 6oer bis 8oer Jahren des eben verflossenen Jahrhunderts in einer Unzahl von Beispielen entstandenen modernen Putzbauten künstlerisch sehr ungünstig hervor. Es ist eben hier der erwähnte künstlerische Takt nicht überall leitend gewesen und diese Beobachtung führt uns nun zu den beiden nächsten Fragen: Worin besteht denn eigentlich dieses künstlerische Taktgefühl und welches sind die Ursachen, die zu dem Verlust desselben Veranlassung gegeben haben?

Wir werden uns die Antwort darauf am sichersten geben können, wenn wir zunächst uns auf die Eigenthümlich- keiten des Verputz¬ materiales etwas näher emlassen und dann unter Heranziehung alter Bau¬ denkmäler zu beobachten suchen, in wie weit diese Eigentümlichkeiten des Materiales irgend einen Einfluss auf die künstle¬ rische Erscheinung aus¬ geübt haben. Da die An¬ wendung des Zementver¬ putzes der jüngsten Zeit angehört, so kann es sich hier nur um die nähere Untersuchung des Kalk¬ mörtel - Verputzes zu¬ nächst handeln.

Der Erhärtungs- Pro¬ zess des Kalkputzes geht bekanntlich dadurch vor sich, dass sich aus dem gelöschten Kalk durch Entnahme von Kohlen¬ säure aus der Luft unter Abgabe von Wasser an die Luft kohlensaurer Kalk, also wieder das Ur- produkt, aus dem der gelöschte Kalk gewonnen wurde, rückbildet. Dieser Prozess ist ein sehr lang¬ samer, geht aber um so rascher vor sich, je mehr Oberfläche derLuf t zurBe- spülung dargeboten wird, d. h. also um so schneller, je dünner der Putzauf¬ trag ist. Ein möglichst dünner Auftrag muss auch bei der Herstellung von stark ausladenden Gesim¬ sen beobachtet werden und das setzt eine ziemlich genaue Vormauerung die¬ ser Gesimse voraus.

Diese aus der Eigenart des Kalk¬ mörtels hervorge¬ henden technischen Anforderungen fin¬ den wir denn auch an den meisten äl¬ teren derart aus¬ geführten Baudenk¬ mälern beobachtet.

Wir finden hier also nicht bloss den Auf¬ trag auf der glatten Fläche in einer nur 1—1,5 cm dünnen Schicht ausgeführt, sondern wir kön¬ nen auch an vielen solchen Bauten, z.

B. an der St. Micha¬ elskirche in Mün¬ chen oder anderResidenz in Landshut beobachten, dassman da alle Gliederungen sehr genau vorgemauert und den Pro¬ filen durch eine nur ganz dünne Kalkschicht die letzte nothwendige Schärfe gegeben hat. Auf eine solche Weise hergestellte Säulenschäfte z. B. können auch noch einem sehr empfindlichen Schönheitsgefühl weit leichter genügen, als die nachmals aus Zementverputz und Zementguss zu¬ sammengebauten Architekturstücke. Wesentlich ist also beim Kalkputz die scharfe Vormauerung des ganzen Reliefs

3. Januar 1903.

bis in die feinsten Gliederungen hinein. Die grosse Ge¬ nauigkeit jedoch, mit der die Vormauerung bei Herstellung des Rohbaues durchgelührt werden musste und die Unbe¬ quemlichkeiten, die bei mangelnder Genauigkeit für den späteren Auftrag entstanden, haben in der weiteren Entwick¬ lung des Putzbaues namentlich in der Barockzeit dahin gedrängt, ein wenn auch flaches Relief auch ohne Vor¬ mauerung ausführen zu können ; doch hat dabei das richtige Stilgefühl verhindert, in diesem Relief zu weit zu gehen, im Gegentheil sogar nach einer Reduktion des ganzen Reliefs hingeleitet, wie es eben Kalkverputz noch ertragen konnte. Gerade dieses ausgesprochene Bestreben nach Reduzirung

aller ausladenden Glie¬ derungen, dieses Zurück¬ halten in dem Gesammt- relief stellt das eigentliche Wesen eines gesunden Verputzstiles dar. Da¬ durch nimmt der Verputz¬ stil einegewissegegensätz- liche Stellung zum ausge¬ sprochenen Steinstil ein, dem diese Einschränkung im Relief nicht geboten ist. Der Verputzstil tauscht aber für diese Einschrän¬ kung eine freiere Beweg¬ lichkeit namentlich nach der dekorativen Seite zu ein, die in dieser Unge¬ bundenheit wieder dem Steine versagt ist.

Dieser klaren Schei¬ dung zwischen Putz- und Steinstil musste bald Ein¬ trag geschehen, als an¬ stelle des Kalkes das neue Bindemittel des Zementes in Verwendung kam. Zu den mit dem Gips gemein¬ samen Eigenschalten des Zementes, „der Fähigkeit raschen Abbindens und Erhärtens und der Mög¬ lichkeit, sich leicht in For¬ men giessen zu lassen“, tritt beim Zement noch die grosse Widerstands¬ fähigkeit gegen Witte¬ rungseinflüsse hinzu, die ihn weit über den Gips stellt, da sie ihn zur An¬ wendung am Aeusseren des Gebäudes geeignet macht. Was man früher mit Hilfe des Gipses im Inneren ausführen konnte, ist jetzt mit Hilfe des Ze- mentesamAeusserenmög- lich geworden. Die Frei¬ heit der Verwerthung die¬ ses Materials, die Unge¬ bundenheit an bestimmte Reliefstärken, die Mög¬ lichkeit des Einsetzens von Gusstücken, wie dies fort¬ an der Bequemlichkeit halber geübt wurde, diese Schrankenlosigkeit in der Anwendungsfähigkeit des neuen Materials verwisch¬ te allmählich mehr und mehr die bisher gesteckten Grenzen im Putz- und Stuckverfahrenund führte schliesslich durch fortge¬ setzte Steigerung zu einem Punkte, wo es nicht mehr weiter ging, wo man sich, davon ermüdet, gezwun¬ gen sah, sich auf die alten Grenzen wieder zu besinnen.

Die Anwendung des Zementes als Verputz und Gliede¬ rungsmittel fiel zufällig zeitlich zusammen mit derjenigen Zeit, welche den Werth der Architektur nach der schönen Einzelform einschätzle, welche den ganzen Apparat zur Gliederung des Gebäudes in erster Linie bevorzugte, fiel also zusammen mit der Zeit der Gesimsschwärmerei. Diese Schwärmerei drängte nach einer Verwirklichung um jeden Preis, und gerade damals bot sich das neue Material als ein

Der Rathhaus-Neubau der Stadt Duisburg.

Architekt: Prof. Friedrich Ratzel in Karlsruhe in Baden.

3

bequemes und billiges Mittel zur Befriedigung derselben dar. Die darauf folgende Entwicklung wäre aber gar noch nicht so schlimm ausgefalHen, wenn nicht die gleichzeitig fallende an das „rasche Wachsthum der Städte sich an¬ heftende Gründerperiode die Kunstformen, womit die alten bevorrechteten Stände Kirchen und Schlösser geschmückt hatten, zum Dienste eines materialistisch äusserlichen Luxus profanirt und den schlechten Parvenügeschmack, die hohle Phrase, die Vorliebe für massenhaft angebrachten unsoliden Schmuck, den mangelnden Sinn für Echtheit und Ehr¬ lichkeit gezüchtet hätte, der den Reichthum, wenn er nicht vorhanden war, unter allen Umständen Vortäuschen wollte*)“, und dazu war ihm das neue Mate¬ rial gerade recht. Es war ja so bequem, die massenhaft wie die Pilze emporschiessenden Miethkasernen im Rohbau schnell zu fördern und nachher dem Aeusseren mit Müsse ein beliebig reiches Kleid aufzukleben, das dem Betrachter etwa einen italienischen Palazzo oder gar einen antiken Tempel vorheuchelt. Solch’ aufgeblasenen falschen Gebilden gegenüber he¬ ben sich die verputzten Bauten Palladios wie ehrliche und wuchtige Gesellen hervor, denn Palladio wollte ehrlich die schöne Form am richtigen Platze.

Wie aber alle Unechtheit und Unwahrheit schliesslich doch einmal zum Fall kommt, so musste auch dieses zügellose Treiben aus inne¬ ren und äusseren Gründen einmal ein Ende nehmen ; dazu drängten nicht nur die ethischen Momente, sondern auch eine bis jetzt noch nicht erwähnte unvorteilhafte Eigenschaft des Ze¬ mentes hin, die darin beruht, dass bei starkem Auftrag dieses Materials und ungenügend sorg¬ fältiger Behandlung desselben starke Schwind¬ risse entstehen, welche durch Eindringen von Wasser und dazutretendem Frost die Zement¬ massen leicht zum Zerspringen bringen, so dass derart hergesiellte Fassaden sehr bald ein mangelhaftes Aussehen erhalten. Diese eben gescnilderten Verhältnisse drängten, unterstützt durch das mehr und mehr wachsende Material¬ stilgefühl, nach einer Umkehr hin, die that- sächlich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erfolgt ist und die sich da¬ durch kennzeichnet, dass man im Verputz¬ wesen auch bei Anwendung des Zementes sich diejenige Grenze wieder steckte, die in alter Zeit die Anwendung des Kalkputzes be¬ zeichnet hat: Dünnheit des Auftrages und Reduktion des Reliefs.

Diese beiden den Putzstil kennzeichnenden Eigenthümlichkeiten, die mit dem Erhärtungs¬ prozess des Kalkmörtels Zusammenhängen, sind aber nicht die einzigen Merkmale, die den Putzsiil auszeichnen. Den Begriff des Ver¬ putzstils helfen auch noch andere Eigenthümlich¬ keiten verdichten, die mit den Eigenschaften des bei der Bereitung des Mörtels verwen¬ deten Sandes oder Riesels (rein körniger Kies) bezw. der Art des Auftrages und der dabei verwendeten Instrumente Zusammen¬ hängen. Je nachdem das Zusatzmatenal zum Kalk oder Zement feiner oder gröber ist, wird das sog. Korn des Verputzes ein verschiedenes, und je nachdem man verschiedenartig und mit verschieden gestalteten Instrumenten das Auf¬ trägen besorgt, wird ein noch grösserer Wech¬ sel im Aussehen der Verputzfiächen erzielt werden können.

Die einfachste Art des Auftragens vonMörtel ist wohl die, bei welcher man nur mit der Maurerkelle allein arbeitet, d. h. einen meist mit gröberem Sand gemischten Mörtel mittels der Kelle auf die Backsteinfläche anwirft und das Ueberflüssige mit demselben Instrument wieder abstreift. Man kann dabei stärker oder weniger stark abstreifen und wird im ersteren Falle eine Fläche erhalten, die mit fast gar keiner Mörtelschicht über¬ zogen ist, während im letzteren Falle ein immerhin noch ganz dünner Ueberzug über den Backsteinen ensteht; in bei¬ den Fällen werden aber die Backsteine hinter dieser mehr oder weniger dünnen Schicht noch durchgefühlt werden. In ersterer Art sind wohl die meisten süddeutschen Bauten der Backsteingothik ausgeführt, von letzterer bieten manche Burgen wie die Trausnitz von Landshut Beispiele. Beide Ausführungsarten haben im vergangenen Jahrzehnt wieder

*) Dr. Streiter, Architektonische Zeitfragen 1898, Berlin.

Verwerthung gefunden, im Sinne der süddeutschen Back¬ stein-Kirchenbauten in München wohl zum ersten Male an der von Gabriel Seidl errichteten St. Annakirche am Lehel, im Sinne der Trausnitz an mehreren von Theodor Fischer erbauten Schulhäusern. Bei diesen letzteren wurde nach der Behandlung mit der Kelle noch mit Hilfe eines mittelgrossen Maurerpinsels die ganze Fläche mit Mörtelwasser eingewaschen, wodurch sie eine helle, dem Putz ähnliche Färbung erhielt. Bei Anwendung dieses Verfahrens ist aber eine Hauptbedingung, dass für die Fassadenflächen nur ganz gut gebrannte Backsteine ver¬ wendet werden, da die gewöhnlichen, in München zum

Mauern verwendeten Backsteine durch den dünnen Ueber¬ zug gegen Witterungseinllüsse zu wenig geschützt sind und stellenweise bald auswittern.

Man darf übrigens diese Technik nicht als eine eigent¬ liche Putztechnik ansehen; sie steht, bestimmter gesagt, in der Mitte zwischen reinem Backsteinbau und dem eigentlichen Putzbau, sie neigt sich eher noch der mittel¬ alterlichen Vorstellung zu, die das Steinmaterial überall da wo es anging als solches sprechen liess. Die Versuche, mit dieser Flachenbehandlung an bestimmten Stellen einen ausgesprochenen Verputz oder Stuck in Verbindung zu bringen, befriedigten nicht völlig; man wünscht sich an

No. 1.

Der Rathhaus-Neubau der Stadt Duisburg. Ansicht am Weinhausmarkt. Architekt: Prof. Friedrich Ratzel in Karlsruhe in Baden.

4

Der Rathhaus-Neubau der Stadt Duisburg. Architekt: Prof. Friedrich Ratzel in Karlsruhe in Baden.

solchen Stellen, wo der Ziegel versagt, lieber den Haustein, bei dem eine Ver¬ deckung ebenso wie bei Ziegelflächen die¬ ser Behandlungswei¬ se nicht vorgenom- men zu werden braucht. Warum das so ist, scheint mir in dem Umstande zu liegen, dass Verputz¬ fläche und sichtbare Backstein- oder Hau¬ steinfläche dem Be¬ griffe nach weiter auseinander stehen, als sichtbare Back¬ stein- und sichtbare Hausteinfläche; letz¬ tere sind beide nackt, unbedeckt, Verputz ist aber eine Verhüll¬ ung, eineVerkleidung des Nackten. Der hierdurch gekenn¬ zeichnete Gegensatz zwischen Verputz- und Steinfläche kann auch künstlerisch verwerthet werden, aber wie die Bedeck¬ ung des menschli- schen Körpers durch Kleidungauf die der Masse nach allerdings überwiegenden in¬ differenten Theile sich beschränkt und die wichtigsten Theile wie Gesicht und Hände freihält, so müsste die Verkleidung bei unserem Vergleichsgegenstande sich folgerichtig auch über die indifferenten Flächen legen und dürfte nicht auf betonten Stellen des Rahmenwerkes und der Dekoration, die bei unserem Bilde dem Gesicht und den Händen ent¬ sprechen würden, haften, da sie sonst einer Bekleidung

ohne Sinn und Zweck gleichzuachten wäre. Aus dieser Ueber- legungherausschlies- sen wir, dass Verputz und nackter Stein in einen befriedigenden Gegensatz zu einan¬ der nurdann gebracht werden, wenn gewis- sermaassen die funk- tionirenden Theile eines Gebäudes, die Umrahmungen und Gliederungen usw. aus Haustein oder Backstein hergestellt und nur die indiffe¬ renten Flächen ver¬ putzt werden. Hau¬ steine oder Back¬ steine können hier¬ bei in ganz gleichem Sinne verwendet werden. Die Anwen¬ dung von Verputz im Zusammenhänge mit Haustein -Gliederung ist ja schon alt, dage¬ gen gehört die Ver¬ bindung des sichtbar gelassenen Backstei¬ nes mitVerputz mehr der neueren Zeit an. Sie hat besonders in Norddeutschland mit sehr befriedigendem Erfolge An¬ wendung gefunden. Die Beschränkung des sichtbaren Backsteines auf die Umrahmung und Gesimse und die Ueberziehung der grossen Flächen mit Verputz sagt wenigstens dem an den Feinziegelbau minder gewöhnten Empfinden des Süddeutschen mehr zu, als das Sichtbar¬ lassen der ganzen Backsteinfläche.

C. Hocheder in München. (Schluss folgt)

3. Januar 1903.

5

Bericht über die Vorarbeiten und Bauausführungen der Italienischen Mittelmeer-Eisenbahn-

Gesellschatt aus den Jahren 1885 bis 1897.

g*ajjsa|nter dem unten angeführten Titel *) liegt uns ein ? reich illustrirtes Prachtwerk der italienischen Mittel- meer-Eisenbahn-Gesellschaftvor, welches mit ausser¬ ordentlicher Sorgfalt zusammengestellt ist und des Be- achtenswerthen viel enthält**). Wir glauben daher, unseren Leserkreis durch eine Besprechung auf dieses Werk auf¬ merksam machen zu sollen.

Die Gesellschaft übernahm durch Vertrag vom 23 April 1884 den Betrieb des Mittelmeer-Eisenbahnnetzes und gleichzeitig die Verpflichtung, Vorarbeiten und Bauten zur Ergänzung des Netzes, welche ihr die Regierung über¬ tragen würde, für Rechnung des Staates auszuführen. Sie erhielt die Ausarbeitung einer grösseren Anzahl mehr oder weniger vorbereiteter Bahnentwürfe in Auftrag, wurde auch mit der Leitung und Abrechnung einzelner Staats¬ eisenbahnbauten betraut, zum Abschluss von Bauverträgen auf Grund vereinbarten Preises kam es aber einstweilen nicht. Die Regierung schloss vielmehr im Jahre 1888 mit der Gesellschaft zwei neue Verträge, einen unterm 2t. Juni, welcher der Gesellschaft den Bau von 6 Bahnlinien in der Gesammtlänge von 389 502 km übertrug, den anderen unterm 29. Sept., welcher noch die Strecke Rom-Segni als einen Theil der di¬ rekten Linie Rom-Neapel hinzufügte. Diese Bau¬ ten wurden sämmthch bis 1896 vollendet. Nach 1888 kamen dann noch einzelne Linien hinzu, deren Ausführung auf eigene Rechnung der Gesellschaft vom Staate genehmigt wurde auf Grund des Gesetzes vom 30. Juni 1889, und endlich ein paar Ergänzungsstrecken, welche der Gesellschaft mit Abkommen vom 20 Jan.

1896 zum Bau übertragen, aber erst bis zur Ent¬ wurf-Genehmigung (1897 u. 98) gediehen sind.

Aus diesen Abmachungen ist eine grosse Menge von Entwürfen und Bauausführungen hervorgegangen, welche den Stoff zudem oben näher bezeichneten Bericht geliefert haben.

Der Bericht zerfällt in zwei Theile, deren erster (mit etwa 9 Tafeln) die geschichtliche Entwicklung und allgemeine Beschreibung der in Frage kommenden Bahnlinien giebt, und zwar nach den Verträgen bezw. Ab¬ machungen von 1884/5, 1888, 1889 u. 1896 in 4 Kapitel geordnet, während der zweite (mit 8 Kapiteln und etwa 125 Tafeln) die beobach¬ teten baulichen Grundsätze erläutert und durch Beschreibung und Darstellung der auf den verschiedenen Linien vorgekommenen Einzel¬ bauten belegt.

Im 1. Theil treten besonders die Mitthei¬ lungen über die Linienführung hervor.

Eigenartig sind die Anlagen in unmittel¬ barer Nähe von Rom, soweit sie auf die Ver¬ besserung der Bahnhofsverhältnisse und die Schaffung einer Ringbahn abzielen, vergl. den Plan Abbildung 1; von letzterer sind bis jetzt nur Theile vorhanden. Zum Schluss des Ringes fehlen die schwierigen Strecken S.

Pietro— Prati di Castello— Ponte Molle Ser- pentara (Bahn nach Florenz) und die direkte Linie Trastevere-Termini (Hauptbahnhof), an deren bal¬ digem Zustandekommen wohl gez weif eit werden darf. Die Station Trastevere, welche im Novbr. 1885 begonnen und am 1. Febr. 1889 für Güter, am 1. Juli 1890 für Reisende eröffnet wurde, liegt für ihre beabsichtigte Ausbildung als Durchgangstation in Folge der Einengung durch Fluss und Hügel recht ungünstig. Einstweilen dient sie als (Kopf-) Endstation für die Bahnen nach Pisa (Civita Vecchia) und (seit 30. April 1894) nach Viterbo. Von den anderen für Rom beabsichtigten Vervollständigungen der Bahnanlagen wurden nur folgende den Hauptbahnhof entlastende (und zwar bis 1. Juli 1891) hergesteilt:

Ein für die Linien der Mittelmeer- Gesellschaft dienen¬ der Verschubbahnhof „an der Via Tuscolana“. Er ent¬ wickelt sich aus der Bahn nach Pisa, hat aber auch be¬ queme Verbindungen mit den übrigen in Rom münden¬ den Bahnen; eine Verbindungsbahn zwischen der Linie nach Florenz (Station Portonaccio) und der nach Pisa (Station Tuscolana); schliesslich Verbindungskurven zwischen den Linien nach Solmona und Neapel einerseits und nach Pisa

*) Societä Italiana per le strade ferrate del Mediterraneo. Servizio delle costruzioni. Relazione sugli studi e lavori eseguiti dal 1885 al 1897 (con und Album di N. 134 Tavoiel Roma. Tipografia D. Squarci. iqoo.

**) vg'l- auch die mit Abbildungen versehene Bearbeitung des Werkes

von H. Prof. W. Cauer in der Zeitschrift für Bauwesen, Jahrg. 1901 S. 82; Vgl. Centralbl. d. Bauverw. 1901, S. 172.

andererseits. Ein zweiter Verschubbahnhof für die Zwecke der Adriatischen Eisenbahngesellschaft an der Linie nach Florenz bei der Station Portonaccio wurde in Vorschlag gebracht.

Im Uebrigen tragen die im vorliegenden Werke be¬ sprochenen Bahnen mehr oder weniger den Charakter von Gebirgsbahnen. Bei einer Bahn, der direkten von Rom nach Neapel, kam es allerdings darauf an, diesen Charakter möglichst zu mildern, indem die Steigungen von 1 : 39,7 (25,2 ° 00) auf i : ioo ermässigt wurden. Ausser¬ dem gelang es, die 250,58 km lange alte Linie im Gesammt- entwurf um 34,4 ktn zu verkürzen. Die bis jetzt nur zur Ausführung gekommene erste Theilstrecke Rom Segni zeigt bei 47,25 Baulänge bereits eine Abkürzung um 11 k<n. Dabei sind Krümmungen nicht unter 1000 m Halb¬ messer angewendet.

In der Regel werden bei den Hauptbahnen Steigungen von 1:40 (25 700) und Krümmungshalbmesser von 450 bis 300“ zugelassen, beiNebenbahnen(z.B der Kalabrien durch¬ querenden Bahn Cosenza-Nocera) 1:33 1/3 (30 %0) u.R. = 25o.

Bei den Linienführungen waren vielfach bedeutende Geländeschwierigkeiten zu überwinden. Wir können nur an einigen Beispielen nähere Andeutungen darüber machen.

In erster Reihe ist da zu nennen die Bahn Genua Ovada Asti, welche den Zweck hat, die alte Stamm¬ linie Genua— Novi Alessandria Asti— Turin zu entlasten und die Verbindungen des grossen Hafenplatzes mit Pie¬ mont, der Westschweiz und Frankreich zu verbessern***). Die Linie steigt vom westlichen Ende Sampier d’arena’s, des Vorbahnhofes von Genua, ununterbrochen mit 1:62,5 (i6°/00) an dem steil zum Meere abfallenden Hange der Apenninen empor, die vorspringenden Bergnasen mit 18 kleineren Tunneln durchsetzend, die Thäler auf Viadukten überschreitend. Dann wendet sie sich scharf nach rechts und durchfährt den Hauptstock des Gebirges mittels des 6448 m langen Turchino-Tunnels. In diesem steigt sie noch fortgesetzt mit 1 : 83,3 (12 °/00) bis zu der am oberen Tunnel¬ mundloch liegenden Scheitelstation Campoligure, 327,36 m über Sp. d’arena. Dann fällt die Bahn schnell im Thal der Stura, überschreitet einige unbedeutendere Wasser¬ scheiden, deren eine aber noch den 3408“ langen Cremolino- Tunnel veranlasst, und endet in Asti auf einer Sp. d’arena nur um 89,26 m übersteigenden Höhe.

**#) Ygi die mit Abb. versehene Beschreibung dieser Linie in dem oben erwähnten Aufsatz von Cauer.

No. 1.

Die Gesammtlänge der Bahn beträgt 97,88 km, wovon 55,58 km gerade, 42,3 km gekrümmt sind. Der Halbmesser geht nicht unter 450 m herab. Die Bahn enthält 37 grössere Kunstbauten, zusammen 30^4 lang, darunter gewölbte Viadukte von bedeutender Höhe (57 m) und eiserne Brücken bis 60 weit, ferner 35 Tunnel, zusammen 25932 m lang, also mehr als 1/i der gesammten Bahnlänge. Das Gebirge besteht aus Serpentin und Schiefer, zuletzt Mergel und Thon. Endlich waren sehr ausgedehnte Stützmauern und Sicherungen gegen Rutschungen auszuführen.

Der Bau erfolgte eingleisig mit 5 m Planumsbreite; der grosse Tunnel jedoch ist zweigleisig hergestellt. Die Strecke wurde stückweise eröffnet, vom 19. Juni 1893 bis 17. Juni 1897. Den Schluss bildete der Turchino- Tunnel (Mele- Campoligure).

Als zweites Beispiel für die allgemeine Anordnung der Bahnen des italienischen Mittelmeernetzes führen wir die Linie Avellino— Ponte SantaVenere (oder Rocchetta S. Venere) an. Diese auf Grund des Abkommens vom 2i. Juni 1888 ins Leben getretene Bahn liegt östlich von Neapel und bildet ein Verbindungsglied bestehender Strecken. Sie hat den Charakter einer Lokalbahn, erhielt jedoch die bauliche Ausstattung der Hauptbahnen. Es wurde vor¬ geschrieben: Steigungen nicht über 1:40 (25 °|00), Halb¬ messer nicht unter 250 m, Planumsbreite 5 Schienen¬ gewicht 36 ks/m.

Die Linie verbindet drei Thäler, hat also zwei Wasser¬ scheiden zu überschreiten, deren erste, 160 m hoch, von Avellino aus ununterbrochen mit 1 : 40 erstiegen wird. Dann folgen 2 Scheiteltunnel, der zweite (Montefalcione) 2595“ lang, darauf der Abstieg mit 1 : 60,6 (16,5 °j00) in das Calore-Thal, Ersteigen der zweiten Wasserscheide, die2iom höher ist als die erste, mit t : 62.5 (16 °|00). Hier ist kein Scheiteltunnel angeordnet. Endlich erfolgt mit 1 : 40 (25 °loo) der Abstieg zum Ofanto-Fluss, welchem folgend die Lime dann sanfter bis zu Ende verläuft.

Die Gesammtlänge der Bahn beträgt 1x8,73 km, wovon 65.63 km gerade, 52,1 gekrümmt sind. Sie enthält: 446 kleine Bauwerke mit einer Länge von 770 m, 58 grosse mit 4335 17 Tunnel von 9289 m Länge, Stützmauern

und Befestigungen 12867 m- Die Linie erforderte besonders viele Entwässerungen von Rutschflächen, sowie Uferbefesti¬ gungen. Die Tunnel waren in ihrer Ausführung nicht ohne Schwierigkeiten infolge von Ausströmung brenn¬ baren Gases und von druckhaftem Gebirge.

Die grosse Zahl der Zwischenstationen (25) deutet auf das Ueberwiegen des lokalen Charakters der Bahn. Als Baumaterial kamen zur Anwendung Hausteine von 1000 bis 1500 kg/qcm Druckfestigkeit; auch Ziegelthone fanden sich längs der Linie. (Aehnliches wird übrigens bei den meisten Bahnen berichtet) Dagegen mussten Transport¬ wege erst angelegt werden. Die Eröffnung der Schluss¬ strecke fand am 28 Okt. 1895 statt.

Der zweite Theil des Berichtes hat mehr den Cha¬ rakter eines Lehrbuches. Er handelt im 1. Kapitel von der Bahn im Auf- und Abtrag und den Arbeiten zum Stützen, Vertheidigen und Befestigen derselben.

Die Normalquerschnitte für Auf- und Abtrag, sowie für Stützmauern an „gewöhnlichem, trockenem Erdreich", welche sich, wie angegeben wird, gut bewährt haben, weichen von den diesseits üblichen wenig ab. Eine Quer¬ neigung des Planums scheint nicht verlangt zu werden, da gegen stets eine Einfriedigung des Bahngeländes, wenn auch nur durch lebendige Hecken. Die bei uns verlassene Anwendung von Banketts zur wagrechten Theilung hoher Böschungsflächen scheint in Italien, wenigstens für Ein¬ schnitte, in Uebung zu sein.

Von den Schutzwerken der Böschungsfüsse gegen strömendes Wasser möchten wir die „Schanzkörbe“ aus

verzinktem Eisendraht, welche mit Steingerölle gefüllt, versenkt und noch durch Draht mit einander verbunden werden, hervorheben.

Ueberwiegend im Inhalt des Kapitals sind aber die Arbei¬ ten zum Schutz gegen Rutschungen. Und hier ist in derThat ein erstaunliches Material an lehrreichen Beispielen zusam¬ mengebracht. Die aufgestellten Grundsätze bieten nicht ge- radeNeues. Man kannsieindieWorte zusammenfassen: „Ent¬ wässern! Nurgründlich entwässern!“, sei es durch Ableitung des Oberflächenwassers in Gräben am oberen Rande der Einschnittsböschungen, oder durch Trockenlegen der unter¬ irdischen Rutschllächen mit Hülfe von Schlitzen oder Stollen, die mit Steinen vollgepackt werden, oder endlich durch Austrocknung durchtränkter Bodenmassen mittels hineingebauter, saugender Steinpfeiler. Mit Recht sagt der Bericht, man solle die Ursachen der Rutschungen gründlich ermitteln und dann von Fall zu Fall entscheiden, was zu machen sei. Da bieten denn die mitgetheilten Beispiele mancherlei guten Anhalt.

Sie zeigen vor Allem, wie man nicht vor einem be¬ deutenden Umfange der Arbeiten zurückschrecken darf.

So entstanden beim Aus¬ heben des 250® langen, nur 3 m tiefen Einschnittes von Malerba (Gen.-Ovada-Asti) Rutschungen, welche sich bis 500 m quer zur Bahn gemessen erstreckten. Es musste zur Entwässerung der Rutschfläche ein tief¬ liegender, begehbarer, ge¬ wölbter Kanal mit einer Anzahl Einsteige-Brunnen hergestellt und der Bau¬ grubenschlitz voll Steine

gepackt werden. Die Ausführung kostete 142400 M.

Leichter gelang es, bei derselben Bahnlinie den Tunnel- voreinschnitt von Rossi gegen eine bis 120 m oberhalb der Bahn sich erstreckende Rutschung zu sichern. Es ge¬ schah im Wesentlichen durch eine den Böschungsfuss stützende Trockenmauer mit 2 m Kronenbreite, welche im tiefsten Theil des Einschnitttes dammartig nach beiden Seiten mit 1 : 1 geböscht ist und sich gegen ein in Mörtel gemauertes Fundament unter dem Bahnplanum stützt. Wir geben in Abbildg. 2U.3 zwei Querschnitte dieser Anlage.

Noch wirkungsvoller zeigte sich eine bis unter die Rutschfläche eingelassene Kiesschüttung bei Citerna (Parma- Spezia). Hier liegt die Bahn wenig über Gelände am Fuss einer sehr flachen aber ausgedehnten Rutschung, welche sich vor dem Bahnbau stetig mit einer Geschwindigkeit von 18 m im Jahr zu Thal bewegte (!) Diese Bewegung wurde durch den Bahndamm aus Kies, dessen Sohle sich 20 m von der Gleismitte zu Berg erstreckt, aufgehalten. Verschiebungen der Bahn sind nicht eingetreten.

(Schluss folgt.)

Vermischtes.

Palais Staudt ln' Berlin. Die Firma Bernh. Pohley, kgl. Hof-Ingenieur in Berlin S.O., bittet uns nachzutragen, dass sie mit der Planung und Ausführung der Be- und Ent¬ wässerungs-Anlagen, sowie der Gasleitung und der Warm- wasserbereitungs-Anlage im Palais Staudt betraut war. Auszeichnungen. Der Direktor des geodätischen In¬ stitutes in Potsdam, Prof. Helmert, ist von der Tech¬ nischen Hochschule in Aachen zum Dr. ing. ehrenhalber ernannt worden.

Todtenschau.

Architekt Alfred Schulz ln Berlin *j*. Arch. Alfr. Schulz, geboren zu Berlin den 3t. Aug. 1854, gestorben daselbst am Heiligabend 1902, ei hielt seine Ausbildung auf der Berliner Bauakademie und bei Gropius & Schmieden. Unter der besonderen Leitung des Meisters Gropius

3. Januar 1903.

arbeitete er an den Entwürfen für das Kunstgewerbe- Museum in Berlin, für die Klinik in der Ziegelstrasse usw. Im Jahre 1884 verband er sich mit dem Architekten Gust. Schlichting zu gemeinsamem Wirken und gründete unter der Firma Schulz & Schlichting ein Atelier für Architektur und Bauausführung. Bis zum Tode Schlichtings führte die Firma eine stattliche Reihe von Wohn- und Geschäfts¬ häusern in Berlin in der Ziethen-, Koch-, Alten Jakob-, Kloster-, Linden- und Prenzlauerstrasse aus, weiter ein Wohnhaus für den Apotheken-Besitzer Dr. Brettschneider in der Oranienburger Strasse, das Haus Goliasch in der Lutherstrasse, ein Pfarr- und Beamten-Wohnhaus für die Luisenstädtische Kirchen-Gemeinde, ein Direktorial-Wohn- gebäude und zahlreiche Fabrikanlagen für die englische Gasanstalt in der Gitschiner und Holzmarktstrasse und in Schöneberg, endlich Villen für die Hrn. Fabrikbesitzer Rengert in Stralau und Major v. Wittcke in Steglitz. Nach dem im Jahre 1891 erfolgten frühen Hinscheiden Schlich-

7

tings entstanden durch die von Hrn. Alfr. Schulz fortge¬ führte Firma in einer zweiten Bauperiode der Neubau eines Wohnhauses für Hrn. Kommerz.-Rath Schering mit einer bemerkenswerthen Offizin für „Scherings Grüne Apotheke“, Chaussüestr. 19 in Berlin, zahlreiche Land¬ häuser und Villen, unter anderen das Landhaus Haberecht in Manendorf, Villa Daheim des Hrn. Dr. Spindler zu Spindlersfelde, dann das Gasmesserhaus der Englischen Gas¬ anstalt, ein bemerkenswerther Backsteinbau in der Git- schiner Strasse, die David Franke’schen Wohnhäuser in der Mühlen- und Fruchtstrasse, zahlreiche Erbbegräbnisse für die Familien Stock, Riese, Muncke, Gabriel, Drosy, von Teklenburg, verschiedene Innen- Ausstattungen vor¬ nehmer Wohnräume und besonders eine grosse Anzahl hervorragender Fabrikanlagen. Ausser den grossen Neu¬ anlagen für die Englische Gasanstalt in Berlin, Mariendorf, Schöneberg und Weissensee führte Schulzaus: die Messing¬ werke für Rieh. Schulz & Co. in Marienfelde, die Kartograph. Anstalt für C. L. Keller, Brandenburgstrasse, die Fabrik für Teleph. Anlagen für Hrn. Robert Stock, Zeughofstra-se, eine Fabrik für die Akt.-Ges. für Anilinfabrikation in Treptow, eine Spritfabrik für Carl Radicke in Lichtenberg usw. Neben diesen Bauausführungen betheiligte sich die Firma Schulz & Schlichting in erfolgreicher Weise an vielen Wett¬ bewerben.

Schulz fand in der Person des Hrn. Arch. Alf. J.Balcke, der im Ende & Böckmann’schen Atelier und aut der Bau¬ akademie in Berlin seine Ausbildung genossen hatte, schon zu Lebzeiten Schhchtings einen unermüdlichen Mitarbeiter. Balcke hat seit 15 Jahren bis auf den heutigen Tag an allen Entwürfen, Bauausführungen und Wettbewerben der Firma hervorragenden künstlerischen Antheil genommen.

Für die Ausführung der zahlreichen Fabrikanlagen, insbesondere derjenigen für die Englische Gasanstalt, stand dem Verstorbenen seit langen Jahren Hr. Carl Gehrts als praktischer Leiter zur Seite.

Die strenge Schulung in der Antike, die Schulz unter der Leitung von Gropius erhalten, gab seinen ersten Werken das Gepräge und befähigte ihn auch, der Weiter¬ entwicklung der architektonischen Formen Verständniss entgegenzubringen und mit derselben Schritt zu halten. Sein immer heiteres Wesen, seine stete Freundlichkeit gewannen und erhielten ihm die Freundschaft Aller, die mit ihm in Berührung kamen.

Preisbewerbungen.

Beschränkter Wettbewerb zum Bau einer neuen Syna¬ goge ln Bingen a. Rhein. Die u. a. aus den Hrn. kgl. Brth. Felix Genzmer zu Wiesbaden, Prof. K. Henrici zu Aachen, Geh. Ob.-Brth. Prof. K. Hofmann zu Darmstadt bestehende Beurtheilungs-Kommission hat einstimmig den Entwurf mit dem Kennwort „Synagoge“, Verf. Hr. Brth. Prof. Ludwig Levy zu Karlsruhe i. B., zur Ausführung und den Entwurf mit dem Kennwort „Am Rhein“, Verf. Hr. Arch. Gärtner zu Wien, zum Ankauf empfohlen.

In einem engeren Wettbewerbe betr. Entwürfe für die Bauten des 10. Deutschen Turnfestes 1903 in Nürnberg liefen 8 Arbeiten ein. Ein I. Preis wurde nicht ertheilt; zwei

II. Preise von je 750 M. errangen die Hrn. H. Egelsehr & Leonh. Flory und H. Fournö & Paul Pittort; zwei

III. Preise von je 500 M fielen an die Hrn. J. Schmeissner & R. Behringer, sowie A. Wildhagen, A. Henrich & G. Riegel, sämmtlich in Nürnberg.

Chronik.

Ein neues Kaiser-Archiv ln Speyer ist vor kurzem fertig gestellt worden. Die Pläne dazu wurden von den Hrn. Ob -Baudir. Maxon und Ob.-Brth. Reuter in München verfasst, während die Ausführung in den Händen der Hrn. Kreisbrtb. Wolf und Land- bauamtm. Bär in Speyer lag. Die aus 3 Gebäuden, dem eigent¬ lichen Archiv, dem Verwaltungsgebäude und einem Dienerhaus be¬ stehende Baugruppe liegt dem Dom benachbart.

Ein neues preussisches Provinzial- Archiv in Düsseldorf wurde 1901 seiner Bestimmung übergeben. Das nach den Ent¬ würfen des Geh. Ob.-Brth Dr. Thür in Berlin durch Kreisbauinsp. Brth. Bongard errichtete Gebäude wird als das preussische Muster- Archiv bezeichnet.

Splügenbahn. Die Pläne einer Splügenbahn sind ihrer Ent¬ wicklung um einen weiteren Schritt näher gerückt durch Bildung eines italienischen Splügen-Comites, welches im Verein mit dem schweizerischen Splügen-Comite den Bau der Splügenbahn för¬ dern soll.

Eine Wiederherstellung des antiken Theaters in Fiesoie bei Florenz, welches, aus der römischen Zeit stammend, 1809 durch Baron Schellersheim theilweise und 1873 in grösserem Um¬ fange aufgedeckt wurde, ist durch die Gesellschaft für klassische Studien in Florenz beschlossen worden, um in demselben in jedem Frühjahre klassische Tragödien aufzuführen.

Die Errichtung einer Akademie für praktische Medizin in Frankfurt a. M. ist durch die dortigen Stadtverordneten be¬ schlossen worden. Es handelt sich dabei in erster Linie um die

bauliche Ausgestaltung der grossen Frankfurter Heilanstalten, wie des Senckenberg’schen anatomischen Institutes, des Institutes für experimentelle Therapie, um eine Vergrösserung des städtischen Krankenhauses um 450 Betten, um die Errichtung eines anato¬ mischen Institutes, sowie einer hygienischen Untersuchungsanstalt für Lebensmittel usw. Die Kosten sind auf Mill M. geschätzt.

Ein Ausbau des Kongo-Museums in Tervueren bei Brüssel ist durch König Leopold angeordnet worden. Die rasch zuneh¬ mende Entwicklung des Kongostaates bedingte schon seit längerer Zeit eine Erweiterung des Museums, welches als die Geburtsstätte des modernen Stiles in Belgien betrachtet werden kann.

Die Erhaltung des Diokletlanischen Palastes in Spalato. Zur Erhaltung des Diokletianischen Palastes in Spalato wurde durch Freihrn. v. Helfert im österreichischen Herrenhause ein Gesetzent¬ wurf eingebracht und sympathisch begrüsst. Für den Diokletianischen Palast ist Vorsorge dringend nöthig, weil man in letzter Zeit daran war, seine einzelnen Bestandtheile unter den Hammer zu bringen und die an seine äussere Umfassungsmauer angeklebten Privat¬ bauten unter deren Nutzniesser aufzutheilen, was mit unabsehbaren Folgen für den Bestand des Palastes verbunden gewesen wäre. Die neuerbaute Kunstgewerbe- und Handwerkerschule ZU Charlottenburg, eine städtische Anstalt, wurde am 2r. Novbr. feierlich eingeweiht. Das prächtige Scnulhaus ist nach Entwürfen des Hrn. Stadlbrth. Bratring in Charlottenburg an der Ecke der Wilmersdorfer und der Brauhofstrasse errichtet. Die Kosten be¬ laufen sich auf rd. 670000 M.

Personal-Nachrichten.

Deutsches Reich. Der Mar.-Bfhr. W o p p ist z. Mar.-Masch.- Bmstr , der Bmstr. Laskus z. kais. Reg.-Rath und Mitgl. des Pat.-Amtes ernannt.

Die Int.- u. Brthe. Brook in Kassel und Gabe in Münster sind gegenseitig versetzt. Der wüitt. Reg.-Bmstr. Wirth in Münsingen ist z. Garn.-Bauinsp. ernannt.

Der bisher. Bauinsp. Henschke bei der Int. der ostasiat. Besatzungs- Brigade ist aus dem Reichsdienst entlassen, behufs Rücktritts als Reg.-Bmstr. in die Garn.-Bauverwaltg.

Anhalt. Der Reg -Bmstr. Th. Straub, Ob.-Lehrer an der Baugewerkschule in Lübeck, ist zum 1. April 1903 zum Dir. der neuerricht. Handwerkerschule in Berhburg berufen.

Hessen. Dem Kr.-Bauinsp. Brth. Limpert in Worms ist das Ritterkreuz I. Kl. des Verdienst-Ordens Philipps des Gross- müthigen verliehen.

Ernannt sind: der Kr.-Bauinsp. Rau pp unt. Verleihung des Tit. -Bauinsp. zum Minist.-Sekr. beim Minist, der Fin., der Kr.-Bau¬ insp. Zimmermann in Dieburg z. Kr.-Bauinsp. in Heppenheim und der Reg.-Bmstr. Haag aus Darmstadt z. Bauassessor.

Der Kr.-Bauinsp. T h e i s s in Lauterbach ist mit der provis. Leitg der Bauinsp. Dieburg beauftragt.

Die Reg.-Bfhr. Ad. M e n g e s , Thilo Rothamel (Wass.- u. Strassenbfch.), Wilh. Sieben (Eisenbfch.) und Wilh. Thal er (Hochbfch.) sind zu Reg-Bmstrn. ernannt.

Den Reg.-Bmstrn. Seebacher und Hrch. Schmidt ist die nachges. Entlass, aus dem Staatsdienst ertheilt.

Preussen. Dem Ob.-Berg- u. Brth. Haselow im Min. für Handel u. Gewerbe ist der Char. als Geh. Bergrath verliehen.

Dem Geh. Ob.-Bith. u. vortr. Rath im Minist, d. öffentl. Arb. Fälscher ist die erbetene Entlass, aus dem Staatsdienst, unt. Verleih, des Sterns zum Rothen Adler-Orden II. Kl. mit Eichen¬ laub, ertheilt.

Der Geh. Brth. Höffgen ist zum vortr. Rath im Minist, der öffentl. Arb. und der Reg.- u Brth. Suadicani zum Mitgl. des kgl. Techn. Ob.-Prüfungsamtes in Berlin ernannt.

Dem Gew.-Insp. G a r n n in Danzig ist der Char. als Gew.- Rath verliehen.

Die Reg.-Bfhr. Willy Kufert aus Ragnit und Karl Wein- r i c h aus Rüsselsheim (Wass.- u. Strassenbfch.), Peter R i e p e r t aus Köln a. Rh. und Paul M e b e s aus Magdeburg (Hochbfch.), Otto Peter u. Karl Lorenz aus Berlin und Kurt Burkowitz aus Bromberg (Masch -Bfch.) sind zu Reg.-Bmstrn. ernannt.

Der Geh. Ob.-Brth. Spitta in Berlin und der Mel.-Bauinsp. Fiedler in Erfurt sind gestorben.

Brief- und Fragekasten.

Hrn. Arch. B. M. in Mettlach. Nach den bestehenden Ge¬ setzen ist es gestattet, alle an öffentlichen Wegen stehende Ge¬ bäude, Denkmäler usw. zu photographiren und sowohl die Photo¬ graphien selbst, wie auch jede Reproduktion derselben ohne Ge¬ nehmigung des Künstlers und ohne Entschädigung an denselben zu vertreiben.

Anfragen an den Leserkreis.

Welche Erfahrungen sind mit den Asbestzement-Schieferplatten (Ersatz von Holzschindeln) der Firma Hatschek in Vöcklabruck ge¬ macht? Können dieselben ohne Gefahr und bei vollster Garantie gegen alle Witterungs-Einflüsse anstelle der alten bewährten Holz¬ schindeln für die Bedachung und Verkleidung einer Schutzhütte des Deutsch-Oesterreichischen Alpenvereins 3000 m über Meer mit Sicherheit empfohlen werden? Gütige Auskunft erbittet

Albert Nadler, Architekt in Strassburg i. E.

Inhalt: Der Rathhaus -Neubau der Stadt Duisburg. Der Verputz, seine künstlerische und seine technische Seite Bericht über die Vorarbeiten und Bauau-führungen der Italienischen Mittelmeer-Kisenbabn-Gesellsrhaft aus den Jahren 1085 bis 1897. Vermischtes. Todtenschau. Preisbe¬ werbungen. Ch'onik. Personal-Nachrichten. Brief- und Fragekasten.

Hierzu eine Bildbeilage: Der Rathhaus-Neubau in Duisburg.

Verlag der Deutschen Bauzeitung, G. m. b. H., Berlin. Für die Redaktion verantworü. Albert Hof mann, Berlin. Druck von Wilh. Greve, Berlin.

No. I.

8

«ss«#*ssss*

EUTSCHE

XXXVII. JAHR- .* BERLIN *j

sr * st st •?» st s; st st 5?

StStStStSStStStStStStStStSt

AUZEITUN G.

GANG. * * N2- 2. * DEN 7. JAN. 1903. *

stsrststsrststststsrstsrsrst

Der Rathhaus-Neubau der Stadt Duisburg.*)

Architekt: Prof. Friedrich Ratzel in Karlsruhe in Baden. (Schluss.) Hierzu die Abbildungen s. 13.

er reichen Ausbildung des Aeusseren ent¬ spricht das in entsprechend gesteigertem Reichthum gehaltene Innere. Die dem Wett¬ bewerbe zugrunde gelegte Bausumme von 500 000 M. und die dann thatsächlich ver¬ brauchte dreimal höhere Bausumme von 1 500 000 M. lassen erkennen, mit welcher Entschiedenheit die Stadt¬ verwaltung darauf bedacht war, in ihrem neuen Rath¬ hause für Duisburg und für ihr Theil die glanzvolle Ueberlieferung des alten deutschen Rathhauses am Niederrhein wieder aufleben zu lassen.

Die einzelnen Geschosse sind durch Wendeltreppen und durch eine stattliche Haupttreppe mit einander ver¬ bunden; reiche Steinarbeit schmückt ihre Zugänge, ihre Wangen, ihre Brüstungen. Reiche Malerei leuchtet von den ihre Vorplätze überdeckenden Gewölben herab. Es ist die köstliche mittelalterliche Lust am Werke, die in allen diesen Arbeiten zum Ausdruck kommt. Man wird an den japanischen Metallarbeiter erinnert, der auf die von ihm verfertigte Vase schrieb: „Ich empfand Freude, indem ich sie machte.“ Diese reine Freude am Werk kommt im höchsten Grade zum Ausdruck in den Räumen, welche vermöge ihrer Be¬ deutung auf eine reichere Ausstattung einen natür¬ lichen Anspruch erheben konnten. Im Untergeschoss liegt der in spätgothischen Formen gehaltene, mit einer Holzdecke versehene und reich ausgemalte Trau¬ saal; die dunkeln Töne seines Eichenholzes geben dem durch eine schwere Säule getheilten Raum den Ein¬ druck ernster Würde. Die gewölbte Eingangshalle im Erdgeschoss ist ein dreischiffiger Raum, in welchem

*) Anmerkung der Redaktion. Der Maasstab der in No. 1 wiedergegebenen Grundrisse ist mit 1 : 800 , der des Lage¬ planes S. 5 mit 1 : 2500 anzunehmen.

vier zierliche Säulchen die Kreuzgewölbe der Decke tragen. Von hier aus führt die stattliche Haupttreppe empor zur reichen Treppenhalle des ersten Oberge¬ schosses, die wir am Kopfe abbilden. An ihr Hegt der grosse Sitzungssaal, in welchem die künstlerische Ausschmückung ihren Höhepunkt und eine vornehme Pracht erreicht. Wir gaben in der Beilage zu No. 1 eine Gesammtansicht des Raumes wieder und wir fügen in dieser Nummer auf S. 13 zwei Einzelansichten hinzu. Woher die Anregung zu diesem selten schönen Raume stammt, ist unschwer zu erkennen. Bei seiner Beschreibung nimmt die Festschrift auch eine ausge¬ sprochene Stellung zur modernen Bewegung in der Bau¬ kunst, indem sie ausführt, es sei gelungen, in ihm einen Raum zu schaffen, „der, obwohl anlehnend an die For¬ mensprache der deutschen italienisirenden Renaissance, einen, im besten Sinne, modernen Geist zeigt und der beweist, dass zur Vertiefung unserer Baukunst und zu ihrer fortschrittlichen Entwicklung eines vor Allem noththut: die Tradition.“ Eine selbständige künstle¬ rische Ausbildung, gegen die Bedeutung des Sitzungs¬ saales entsprechend abgestuft, haben dann ferner erhal¬ ten das Vorzimmer zum Sitzungssaal, der Kommissions- Sitzungssaal, einige kleinere Berathungszimmer, der Saal für die Sitzungen des Stadtausschusses und des Gewerbegerichtes, die Räume für den Oberbürger¬ meister, das Dienstzimmer des Stadtbaurathes, das Sitzungszimmer für die Baukommission usw. Aber nicht nur diese Räume mit besonderer Bedeutung, auch die gewöhnlichen Diensträume sind, wieder in entsprechender Abstufung, in die künstlerische Har¬ monie des ganzen Hauses mit einbezogen, sodass dieses von einer reifen künstlerischen Einheit durch¬ zogen wird.

9

Die Festschrift über das Rathhaus sagt von der Wirksamkeit des Architekten und von den gegen¬ seitigen Beziehungen zwischen ihm und seinem Werke treffend: „Seiner unermüdlichen Thätigkeit im Ent¬ werfen und Zeichnen selbst des kleinsten Details ist die harmonische Ausbildung und Durchbildung des ganzen Baues in seiner gesammten Erscheinung als sein eigenstes und alleiniges Verdienst zuzuschreiben, während es andererseits wohl nicht oft einem Archi¬ tekten geboten sein dürfte, einen so hervorragenden und umfangreichen Bau ganz alllein nach seinen In¬ tentionen, nach seinem alleinigen künstlerischen Em¬ pfinden und Können durch andere, weit von ihm, aus¬ geführt zu sehen. Wenn auch manchmal Bedenken gegen seine Ideen und Entwürfe im Einzelnen laut wurden, so wusste er doch stets dieselben zu über¬ winden und auch die Zustimmung zu finden für die dadurch verursachten höheren Kosten“. Diese unge¬ wöhnlich warme und seltene Anerkennung eines Bau¬ herrn für das fertige Werk, welcher sich alle Be- urtheiler desselben rückhaltlos anschliessen dürften, lässt auf ein liebevolles und selbstloses Zusammen¬ wirken aller Theile am Bau schliessen und dieser Ein¬ druck strahlt auch von dem Werke als Ganzem aus. Das neue Rathhaus in Duisburg gehört ohne Zweifel zu den gemüthvolleren Werken seiner Art; in ihm ist in einem höheren, vertiefteren Sinne und mit glück¬ licherem Erfolge die glorreiche Ueberlieferung des alten deutschen Rathhauses fortzusetzen oder wenn man will, wiederzuerwecken versucht, als an manchem anderen Rathhausbau der Neuzeit.

Künstlerische Mitarbeiter des Architekten waren u. a. die Bildhauer Fritz Heinemann in Berlin für die Statuen Karls des Grossen, Wilhelms des Grossen, für die heraldischen Löwen, die Wasserspeier, die Kinderköpfe, für den Fries mit der Darstellung von Rhein und Mosel usw. ; Prof. Dietsche in Karlsruhe für die Eckfiguren Adam und Eva am Thurmbogen, für das Wappen von Duisburg, die Figur des Roland, * für den monumentalen Brunnen im Rathhaushof, für den Salvator Mundi am Eingangsportal zum Sitzungs¬ saal usw. Die ornamentalen Bildhauer- Arbeiten der Fassaden stammen von Hrn. Bildhauer Rutz in Düssel¬ dorf. Weiterhin wirkten mit dem Architekten künst¬ lerisch zusammen Prof. A. Linnemann in Frankfurt a. M. und de Bouche in München bei den Glas¬ malereien und Hr. Kunstmaler J. Mössel, Mitinhaber der" Firma Schmidt & Co. in München, welcher den grössten Theil der dekorativen Malereien ausführte und namentlich die interessanten Malereien des Sitzungs¬ saales nach eigenen Entwürfen schuf.

Die örtliche Bauleitung war dem städtischen Bau¬ amte in Duisburg übertragen; in persönlicher Be¬ ziehung übten dieselbe die Hrn. Stadtbrth. Queden- feldt als Oberleiter und Stadtbmstr. decke auf der Baustelle „mit grosser Hingabe und Verständniss“ aus. Es werden vom Personal des städtischen Hoch¬ bauamtes fernerhin noch die Architekten Rahne, Marggraf und Passehl als an der Ausführung des Baues verdienstvoll betheiligt erwähnt.

Die Hauptarbeiten des Rohbaues hatte die Bau¬ firma Gebr. Kiefer in Duisburg übernommen. Die Niedermendiger Basaltlava des Sockels und den Tuff¬ stein der Obergeschosse lieferten Ph. Holz mann &Co. aus ihren Brüchen bei Weibern und aus anderen Brüchen der Eifel; der Ruhrsandstein des Unterbaues am Alten Markt kam aus den Schüller’schen Stein¬ brüchen bei Herdecke. Für die ornamentalen Gliede¬ rungen der Schauseiten wurde Römerberger Sand¬ stein, für die des Inneren Lauterthaler Sandstein ver¬ wendet; für die Säulen und Treppen des Inneren wurde weisser Granit aus den Brüchen bei Passau gewählt. In diese Steinlieferungen theilten sich Gebr. Kiefer in Duisburg und Ph. Holzmann & Co. in Frank¬ furt a. M. Für die Fussböden über den Decken und Gewölben in Beton zwischen Trägern oder Rippen aus Tuffstein wurden theils Eichenstab- und Riemen- fussböden in Asphalt, theils Thonfliesen aus Schwan¬ dorf durch Rosenfeld & Co. in Berlin verlegt; die Dächer sind mit Ziegeldachpfannen von Gebrüder Schrooten in Bergheim eingedeckt. Die Dach- deckungs- Arbeiten und ihre Vergoldungen führten Riegels und Genner, die Kunstschmiede-Arbeiten der Thurmspitzen, Fenstergitter, Treppen usw. Rottmann & Portmann, Wilhelmi, Reinen und Stuhlfahrt, sämmtlich in Duisburg aus. Die elektrische Beleuch¬ tung wurde durch Lahmeyer & Cie., die elektrische Sprechleitung durch die kaiserliche Telegraphen-Ver- waltung und durch Herrn. Schmalhausen, die Gas- und Wasserleitung durch das städtische Wasserwerk in Duisburg angelegt. Die Thurm-Uhr, die elektrische Zentral-Uhr, die Anlagen für Feuermeldung usw. stammen von C. Ph. Wagner in Wiesbaden. An der inneren Ausstattung durch Möbel, durch Schlosser¬ und Schmiede-Arbeiten usw. waren die Firmen Gebr. Kiefer und Guillaume & Wegmann in-Duisburg betheiligt. Die Beleuchtungskörper der hervorragen¬ deren Räume wurden nach Zeichnungen des Archi¬ tekten von Riedinger in Augsburg hergestellt. Die Teppiche und die Stoffdekorationen lieferten Chr. Gatermann und C. Hengefeld in Duisburg. Die Einrichtung der feuerfesten und diebessicheren Ge¬ wölbe hatte H. Verlohr, die Pflaster-, Asphalt- und anderen Arbeiten besorgten Jul. Carstanjen & Co., C. Wey and und D. Wenz, gleichfalls sämmtlich in Duisburg. Die Heizung ist eine Niederdruck- Dampfheizung; mit ihr in Verbindung steht eine Ven¬ tilations-Einrichtung mit elektrischem Antrieb; beide wurden von der Hannoverschen Zentralheizung s- und Apparate-Bauanstalt geliefert.

Die Errichtung des Rathhauses erforderte eine Summe von insgesammt 2600000 M., davon entfallen auf die Freilegung des alten historischen Burgplatzes (500 000 M.) und auf die Erweiterung des Rathhaus- Bauplatzes (600000) zusammen 1 100000 M. Die Bau¬ kosten haben rd. 1500000 M. betragen; da das Ge¬ bäude nach Abzug der Lichthöfe eine Fläche von rd. 2045 cim bedeckt und etwa 43 640 cbm enthält, so ent¬ fallen von den gesammten Bauausgaben auf den Fläche etwa 733 M., auf den cbm Raum nicht ganz 30 M.

Der Verputz, seine künstlerische und seine technische Seite.

(Schluss.)

on den eigentlichen Verputzarten*) haben sich sei

H dem 13. Jahrhundert einige Arten herausgebildet, di in Bezug auf Korn und Herstellungsweise verschiede] sind. Der Rieselbewurf , der Ende des 13. Jahrh. auftrai unterscheidet sich von dem einfachen, bereits beschrie benen Bewürfe mit der Kelle nur dadurch, dass man meh oder, weniger grobe Kiesel in den Mörtel mengt und di. Wand mit der Kelle damit bewirft, ohne etwas von den Anwurf wieder abzustreifen. Der Mörtel muss dabei si beschaffen sein, dass er sich nicht etwa infolge über mässigen Wassergehaltes wieder von der Mauer löse] kann, aber auch nicht so streng, dass er in Klumpen ai derselben haftet.

Bei dem seitdem 14. Jahrhundert auftretenden Besen putz wird, ähnlich wie beim einfachen Bewerfen der Wanc

*) Die technischen Angaben rühren ausser von den im Text genannte Architekten von den Münchener Baumeistern Jos. Kalb und Max Kraus hei

Mörtel mit nicht zu feinem Sand, etwa in Erbsengrösse, mittels der Kelle angeworfen, dann aber die Fläche mit einem kurz beschnittenen Reisbesen leicht überkehrt oder besser betupft, wodurch die Erhöhungen eine gewisse Regelmässigkeit erhalten.

Eine ähnliche Wirkung ist durch den Besenwurf zu erzielen, bei welchem Mörtel aus scharfkantigem Sande in breiigem Zustande durch Reiserbesen, die man ein- taucht und dann gegen eine Latte anschlägt, an gespritzt wird. Um eine gleichmässige Fläche zu erzielen, muss dies 10 12 mal wiederholt werden. (Beispiele in der Theresien- strasse in München zwischen Arcis- und Louisenstrasse.)

Diese beiden eben beschriebenen Bewurfsarten werden heute häufig als letzte, gewöhnlich dritte (bei sehr sorg¬ fältiger Ausführung auch vierte) Mörtelaufträge auf ver¬ putzten rauhen Untergrund angewendet. Zuweilen treten zu diesen beiden Behandlungsarten noch andere in

No. 2.

10

den nachfolgenden Beschreibungen noch zur Sprache kommende Verfahren.

Weitaus am meisten wird am Aeusseren von Ge¬ bäuden von den in mehreren Lagen übereinander aufzu¬ tragenden Verputzarten der rauhe oder auch altdeutsche Verputz, wie er sich in München in den letzten Jahr¬ zehnten wieder eingebürgert hat, angewendet. Man ver¬ steht darunter im allgemeinen den im letzten Auftrag mit der Holz- oder Filzscheibe behandelten Kalk- oder Zement¬ verputz. Er wird in drei Lagen hergestellt; zuerst wird die Backsteinfläche mit der Kelle angeworfen, so dass alle Fugen ausgefüllt werden, dann wird ein rauher Unter¬ grund von etwa 2 cm Stärke so aufgetragen, dass er schon loth- und fluchtrecht mit der Latte abgezogen ist. Nach 1—2 Stunden, je nach der Erhärtung des Putzes wird als dritte Schicht der Mörtel für den Filzzug 7 mm stark mit der Kelle aufgetragen und etwa eine halbe Stunde später mit einem Filzreibebrett nach allen Richtungen verrieben. Im Sinne des altdeutschen Verputzes verfährt man aber auch so, dass man mit der Filz- oder Holzscheibe die Fläche nach einer Richtung hin ganz leicht überfährt, wo¬ durch eine Struktur entsteht, die das wagrechte Befahren des Putzes erkennen lässt (rauher Verbandputz). Nach meiner persönlichen Empfindung halte ich es aber für besser, die Fläche nach allen Richtungen hin mit dem Filz¬ hobel so zu verreiben, dass keine bestimmte Strichlage entsteht.

Der Mörtel für den Spritzbewurf der ersten Lage und der für den rauhen Untergrund als zweite Lage, wird meist aus 1 Theil mindestens V2 Jahr lang abgelöschtem Weisskalk und 4—5 Theilen reinem Sand, der durch ein Gitter von 15 Maschenweite geworfen ist, hergestellt. Für die dritte Lage, also den Filzzug, nimmt man 1 Theil ebensolchen Kalk und 3 Theile gewaschene Riesel von 3 6 mm Korngrösse. Dieses Mischungsverhältnis wurde z. B. bei Herstellung des Fassadenputzes am Karl Müller’- schen Volksbad gewählt, wobei man für den Verputz am Aeusseren je noch 1/2 Theil Portlandzement beimengte; an denjenigen Stellen, an denen für den Rauhputz Riesel¬ bewurf gewählt wurde, fiel natürlich die dritte Filzzug¬ schicht weg und es wurde dafür der Riesel-Spritzbewurf aufgetragen. Dieser Rieselbewurf besteht gewöhnlich aus 1 Theil abgelagertem Kalk und 3 Theilen Riesel von 12 bis 15 Korngrösse, er wird aufgetragen mit der Mauer¬ kelle und nachher nicht mehr überrieben.

Stärkere Rauhigkeit der Oberfläche zeigt der Kamm¬ putz, bei welchem der Mörtel um so steifer verwendet werden muss, je grösser die Kammlücken sind, damit der Mörtel nicht wieder aufgerissen wird. Der Kamm wird senkrecht stehend durch den Mörtel durchgezogen, sodass wagrechte Linien in demselben entstehen. (Beispiele in München, Friedrichstrasse No. 9 und 11.)

Statt des Kammes werden auch flache Reisigbesen benutzt, deren verschieden lange biegsame Reiser in loth- rechter Richtung durch den Putz gezogen werden, sodass etwas verlaufene Streifen entstehen (Stromputz). Während der erste Putz noch genügende Feuchtigkeit besitzt, wird strengflüssiger Mörtel aufgebracht, der abwärts verlaufend, sich tropfenartig an der Wandfläche festsetzt. Diese letzte Putzschicht wird je nach der Grösse der zu bedeckenden Flächen mehrmals aufgetragen. (Neues Beispiel Villa des Hrn. Hofrath Dr. v. Höslin in München.)

Inbezug auf die Oberflächen der Gesimse trat in den letzten Jahrzehnten eine veränderte Behandlungsweise auf. Man hatte bisher diese Gesimse immer noch mit Schweiss- mörtel (feiner Sand mit Kalk im Verhältniss 1 : 3 gemischt) gezogen, und so fielen sie in ihrer harten Glätte und Schärfe aus den sonst rauh gehaltenen Verputzflächen unangenehm heraus. Man fühlte die Nothwendigkeit, dass diesen Gesimsen ebenfalls eine rauhe Oberfläche gegeben werden musste, wenn sie mit den Putzflächen harmonisch Zusammenwirken sollten. Die ersten Versuche, welche dahin zielten, die Gesimse mit rauhem Mörtel zu ziehen, konnten nicht ganz befriedigen, da durch das Ziehen mit grobem Material in den Gesimsflächen lange Riefen in wagrechter Richtung entstanden, die zu den indifferent gehaltenen rauhen sonstigen Flächen nicht recht stimmen wollten. Es erwies sich später als zweckmässiger und von besserem Erfolg begleitet, die Gesimse in der herkömm¬ lichen Weise zu ziehen und die Rauheit ihrer Flächen durch einen ganz feinen Rieselbewurf zu erzielen, der mittels der Kelle aufgespritzt wird.

Ein anderes Mittel, die Gesimse rauh bezw. weich zu erhalten, ist bei derber Gliederung in der Weise zu er¬ reichen, dass man mit Backsteinen theilweise auch unter Anwendung von Formsteinen die Gesimse ziemlich genau vormauert und dann nicht zieht, sondern nur mit der Kelle leicht bewirft, wodurch die unangenehme Schärfe gezogener Gesimse durch eine wohlthuende Unregel-

7. Januar 1903.

mässigkeit ersetzt wird, die den Rohbau noch durchahnen lässt. Dieses Verfahren dürfte aber wohl mehr zu der schon näher beschriebenen Flächenbehandlung des Verbandes stimmen, wie er der Trausnitz in Landshut nachgebildet worden ist und weniger für ausgesprochene Verputzbauten.

Unter den weiteren Verputzarten, die in neuester Zeit mehrfach Anwendung gefunden haben, ist auch der Ter ra- novaputz anzuführen, wie er z. B. auch bei dem Wohn- hause des Prof. Emanuel Seidl in München Anwendung ge¬ funden hat. Bei diesem Verputz sind die beiden ersten Auf¬ träge wie beim einfachen Rauhputz nur in Zementmörtel statt Kalkmörtel hergestellt; auch hier muss die zweite Lage schon latten- und winkelrecht für den letzten Auftrag vorbereitet sein, auch sind die sämmtlichen Gesimse und Ausladungen ebenfalls in Zementmörtel rauh vorzubereiten; dann wer¬ den sowohl Fläche wie Gliederungen mit einem Ueberzuge von Terranova mittels der Kelle überspritzt und mit der Filzscheibe, oder an besonderen Stellen auch mit einem struppigen Besen und da, wo man eine lothrechte oder wagrechte Schraffur erzielen will, mit dem Blechkamm überfahren.

Bei dem halbrauhen Kalkmörtelverputz, wie er bei dem nach den Plänen des Brth. Grässel herge¬ stellten nördlichen Friedhofgebäude zu München zur Aus¬ führung kam, wurde für die Flächen nur Kalkmörtel in drei Lagen angewendet, wovon die letzte mit verdünntem Kalkmörtel angeworfen und mit dem Reibebrett ohne Filz¬ überzug vorsichtig glatt gerieben wurde; dagegen erhielten die aus Zementmörtel vorgezogenen Gesimse- und Fenster- Umrahmungen späterhin zur Erzielung einer einheitlichen Flächenerscheinung einen Ueberzug mit Kalkschweiss- mörtel und schliesslich erhielten die sämmtlichen Aussen- flächen wegen ihrer sehr freien Lage einen gegen das Aufsaugen von Schlagregen, das namentlich bei frischem Kalkmörtelauftrag sehr gierig auftritt, schützenden, etwas getönten Lapidarfarben - Anstrich. Dieser Schutz gegen das Aufsaugen des Schlagregens wurde bei dem von dem¬ selben Architekten herrührenden Friedhof - Gebäude am westlichen Friedhofe schon beim Auftrag der ersten Schicht zu erreichen gesucht, die aus diesem Grunde als Spritzwurf eines aus reinem Grubensand und Portland- Zement gemischten Mörtels in einer Dicke von 2 3 mm hergestellt wurde ; darauf trug man erst die beiden weiteren Schichten in Kalkmörtel auf, von denen wieder die letzte als halbrauher Verputz mit dem Filzhobel ver¬ rieben wurde. Die Gesimse wurden hier in Roman¬ zement gezogen und zuletzt mit Farbe betupft. Der in beiden Fällen zur Verwendung gekommene Kalk¬ mörtel hatte das Mischungsverhältniss 1:4 bis 1:2, je nach der mehr oder weniger weichen Beschaffenheit des Sandes. Die an beiden Gebäuden vorgenommene Fär¬ bung der Gesimse und Reliefs wurde erst nachträglich auf getragen. Das ebenfalls von Grässel erbaute neue Waisenhaus in München erhielt in den Flächen und Glie¬ derungen eine ähnliche Behandlung, nur die dort vor¬ kommenden Quaderungen wurden mit Rieselbewurf her¬ gestellt und sämmtliche Reliefornamente in Kalkmörtel unmittelbar angetragen. Auch hier tritt wieder ein über das Ganze gestrichener weisser Lapidarfarben-Ueberzug auf und die Reliefs wurden nach deren Fertigstellung auf noch nassem Grunde bemalt.

Der Quader verputz wird übrigens hier in München auch in einer die Grenze des Verputzstiles wohl schon überschreitenden Weise, insofern als Eigenthümlichkeiten der wirklichen Steinquaderung nach gebildet sind, durchge¬ führt. Bei dieser Ausführungsart wird Zementmörtel aus 1 Theil gelbem Romanzement und 2 Theilen Sand in drei Lagen aufgetragen, diesem einige Stunden Zeit zur Erhärtung gelassen, dann werden die Quaderungen mit dem Mauer- hammer wie gesprengter Muschelkalk ausgehauen und nachher mit Zementmilch im Mischungsverhältniss 1 : 1 so stark überspritzt, dass die Tropfen herunterlaufen und sich so allmählich erhärten. Die erste Lage wird dabei mit der Kelle aufgebracht, die zweite mit dem Reibebrett, die dritte mit dem Filzhobel und Blechkamm und die vierte, also die Bespritzung wieder mit der Kelle.

Wenn man von Verputzstil spricht, so ist damit unzertrennlich auch der ornamentaleTheilverbunden.*) Bei diesem ornamentalen Theil wurde früher fast aus¬ schliesslich so verfahren, dass er in vorher von Zement gegossenen Stücken an der Fassade angesetzt wurde. Erst in der zweiten Hälfte der 80 er Jahre des verflossenen Jahrhunderts fing man in München allmählich an, nach altem Vorbilde den Stuck unmittelbar an die Wand auf¬ zutragen. In Wien übte man dieses Verfahren schon 10 Jahre früher. In den ersten Anfängen dieser Auftrags¬ arbeit verwendete man Kalk und Gips und schützte die

*) Die folgenden Angaben stammen aus dem Bildhauer-Atelier Carl Fischer in München.

II

Aussenflächen gegen Witterungseinflüsse mit einem Oel- farben-Ueberzug. Wohl zum ersten male sind mit reinem groben Kalkmörtel die Stuckaturen an den Fenster-Um¬ rahmungen der beiden Höfe des Münchener Justizpalastes ausgeführt worden. Trotz des groben Sandes liess sich hier doch eine verbältnissmässig feine Modellirung durch¬ führen, weil durch das Modellirholz die groben Bestand¬ teile des Mörtels immer ins Innere gedrückt werden und man dadurch ziemlich glatte Aussenflächen erhält.

Den groben Kalkmörtel nimmt man bei derberem Relief, bei schwachem Relief zieht man zum Modelliren den Kalkschweissmörtel vor. Für beide Fälle muss aber der Mörtel magerer genommen werden, als er sonst vom Maurer verarbeitet zu werden pflegt. Das Misch ungs- Verhältniss zwischen Sand und Kalk bewegt sich um 1:3 herum. Bei Verwendung zu fetten Kalkmörtels ent¬ stehen zu viele Schwindrisse, die übrigens auch bei mage¬ rem Kalkmörtel nicht ganz zu vermeiden sind, aber durch fleissiges Zudrücken beseitigt werden können.

Eine sehr wichtige Regel für das Aufbringen von Stückarbeit ist die, dass man nicht auf einer schon ver¬ putzten Fläche aufzutragen beginnt, sondern die Mörtel¬ masse immer auf das nackte Mauerwerk nach vor¬ herigem sorgfältigem Auskratzen der Fugen, voll und so stark anwirft, dass man den grössten Theil des Ornamentes durch Wegschneiden von Mörtelmasse er¬ hält und nur wenige erhöhte Theile aufmodellirt zu werden brauchen. Durch diese Auftragsweise unterscheidet sich die Stückarbeit am Aeusseren wesentlich von der im Inneren, denn im Inneren, wo vorwiegend mit Gips ge¬ arbeitet wird, trägt man ausschliesslich nur auf aufgerauh¬ ten Putz auf.

Bei grösseren, namentlich stark reliefirten Ornamenten im Aeusseren bedient man sich für die unteren Theile

Mittheilungen aus Vereinen.

Sächsischer Ingenieur- und Architekten- Verein. Die regelmässigen Wochen-Zusammenkünfte nahmen in Dres¬ den am 13. Okt. 1902 ihren Anfang. Ehe in die Tagesordnung eingetreten wurde, gedachte der Präsident des Vereins, Hr. Ob.-Brth. Andrae, mit herzlichen Worten des ver¬ ewigten Königs Albert, dessen Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde, und seines Nachfolgers König Georg, dem ein begeistertes dreifaches Hoch er¬ scholl. Sodann wurde mit anderen geschäftlichen Mit¬ theilungen auch bekannt gegeben, dass die Abgeordneten- Versammlung des Verbandes deutsch. A.- u. I.-V. im Jahre 1903 in Meissen tagen wird. Der Vortrag, den Hr. Andrae hierauf hielt, brachte „Neues aus Babylon" und wurde mit lebhaftem Interesse entgegengenommen. Am 20. Okt. legte der Schriftführer, Ob. -Baukomm. Grüner, den An¬ wesenden eine Reihe neuer Eingänge vor, unter denen die Veröffentlichungen des Rheinischen Vereins zur Förde¬ rung des Arbeiterwohnungs-Wesens, ferner die Boedding- haus’schen Spiraldübel in ihrer vielfältigen Anwendbarkeit, die Siegwart’schen hohlen Zementbalken , die kupfer- plattirten Zinkbleche (sog. Wachwitzmetall) und die Grey’- schen Träger mit den ungewöhnlich breiten Flanschen, die. besondere Aufmerksamkeit der Versammlung weckten. Bei der Aussprache, die sich an die gleichfalls erwähnten verbesserten Kokestrockenöfen anknüpfte, empfahl Hr. Fm.- und Brth. Rother die salpetrisirte Kohle in Briket- form (aus Adlershof-Berlin) als besonders geeignet. Am 27. Okt. machte Hr. Geh. Brth. a. D. Temper die Ver¬ sammlung mit dem Verfahren bekannt, das bei den Wieder¬ herstellungs-Arbeiten des Meissener Domes zur Anwendung kommt; daran knüpfte sich ein lebhafter Meinungsaustausch.

Am 3. Nov. sprach Hr. Maler, Prof. Seyffert, über Volkskundliches aus Sachsen und weihte die Anwe¬ senden in lebendiger Weise in die Aufgaben und Ziele der emsig betriebenen Forschungen nach allen Aeusserungen des inneren und äusseren Lebens unserer Vorfahren ein; man beschloss, der Einladung zu einem Besuche des Sächsi¬ schen Volkskunde-Museums, dessen Leiter der Vortra¬ gende ist, möglichst bald Folge zu leisten, Der 10. Nov. brachte eine Fortsetzung und Ergänzung der Temper’schen Mittheilungen über die Bauarbeiten beim Meissener Dom und anschliessende Aussprache der Anwesenden. Am 17. Nov. machte der technische Leiter der Neubauten für die Technische Hochschule, Hr. Landbauinsp. Lang, die Versammlung an der Hand zahlreicher Pläne mit den fertigen, im Bau begriffenen und zukünftigen Bauten be¬ kannt. Zurzeit handelt es sich um das Gebäude für die Maschinen-Laboratorien A. und B. (Dampf und Wasser), für die mechanisch -technische Versuchsanstalt, für das elektrotechnische Institut und um das Haupt-Vorlesungs- gebäude. Der Bauplatz umfasst 12,3 ha. Auch hier wurde

wohl auch des Zementes oder man mischt dem Grob¬ kalkmörtel eine geringe Menge Zement bei, damit die Masse schneller anzieht, und überzieht das Ganze zuletzt erst mit Kalkschweissmörtel, in welchem die feinere Mo¬ dellirung vorgenommen werden kann. Bei ganz hohen Reliefs werden Dornen oder Eisengerüste aus noch mit der Hand zu biegenden Vierkanteisen und Draht verwen¬ det, zwischen welchen man Ziegelbrocken oder Holz¬ kohlenstücke einlegt, die beide dem Mörtel das Wasser rasch entziehen und ihn dadurch eher zum Stehen bringen.

Aus den verschiedenen Rezepten, wie sie sowohl für Verputz als für Stuckauftrag der Reihe nach hier aufge¬ zählt worden sind, erkennt man deutlich eine sich stei¬ gernde Abneigung, den Zement als Verputz- oder Ueber- zugsmittel an der Oberfläche sichtbar auftreten zu lassen, fast immer liebt man, den letzten Auftrag in Kalkmörtel aufzubringen.

Diese offenkundige Abneigung ist die natürliche Folge der üblen Eigenschaft des Zementverputzes, welche darin besteht, an der Oberfläche in Folge des raschen Ab¬ bindens ein Netz von feinen Rissen zu bilden. Man darf angesichts dieser Erscheinungen den Schluss ziehen, dass der Zement, dessen vortreffliche Eigenschaften nach an¬ derer Richtung ausser allem Zweifel stehen, sich zur Herstellung eines Verputz-Ueberzuges wenig bewährt hat; dem gegenüber steht freilich seine vorzügliche Verwerth- barkeit zum Mauern unbestritten fest. Sein Hauptwerth wird sich aber mit der Zeit auf demjenigen Gebiete mehr und mehr entpuppen, auf welchem er bisher noch nicht versagt, vielmehr zu immer neuen Ueberraschungen ge¬ führt hat, auf dem Gebiete des Betonbaues und des Betoneisenbaues.

München, den 8. Aug. 1902. C. Hocheder.

eine Besichtigung ins Auge gefasst. Am 24. Nov. er¬ freute Hr. Arch. Prof. Schumacher die Anwesenden mit einem Vortrag über „Goethe und die Architektur“, und am 1. Dez. theilte Hr. Brth. Scheibe sehr inter¬ essante Einzelheiten von der Planung und den Erfahrun¬ gen bei der Ausführung der Schwurplatzbrücke in Buda¬ pest mit, während Hr. Reg.-Bmstr. Schauer in anziehen¬ der Weise über den Bau und Betrieb der elektrischen Strassenbahn Dresden-Hainsberg sprach.

Am 7. Dez. 1902 fand die 153. Hauptversammlung des Vereins in Leipzig statt. In üblicher Weise fanden sich die Mitglieder, soweit sie schon in Leipzig eingetroffen waren, am Abend vorher im Künstlerhause zu einer zwang¬ losen Vereinigung zusammen und die Mitglieder des Leip¬ ziger Zweigvereins sammt ihren Damen trugen die Kosten der Unterhaltung durch Vorführung eines sehr gelungenen „Technischen Ueberbrett’ls“. Der Sonntag Vormittag brachte dann zunächst die getrennten Sitzungen der 4 Sektionen mit folgenden Vortrags Gegenständen: 1. Theo¬ retisches und Praktisches aus dem Gebiete der Fluss-Be¬ richtigung und Fluss -Befestigung, wobei Hr. Bauinsp. Williams insbesondere Methoden und Apparate zur Mar- kirung der Wasserstände, Profile und Geschwindigkeiten besprach bezw. in Natur vorlegte und erläuterte. 2. Ueber Reinigung von Kesselspeisewasser. Hr. Maschineninsp. Richter behandelte die auf chemischer Wirkung und mechanischer Filtration beruhenden Verfahren und Appa¬ rate. 3. Besprechung der ausgestellten Pläne und photo¬ graphischen Ansichten von freistehenden Arbeiter- Wohn¬ häusern durch deren Erbauer Hrn. Arch. Käppler. Auch die von Hrn. Brth. Pommer erbauten, in Reihen zusammen¬ hängenden Arbeiterwohnhaus-Kolonien waren ausgestellt. 4. Hr. Bauinsp. Hüppner machte Mittheilungen über Bauart und Prüfung der grösseren Gruben- Ventilatoren (Schleudergebläse), die z. Th. mit enormer Kraft (bis zu 600 P. S.) betrieben werden und gegenüber den sonst er¬ zielten 15—30%, theilweise bis zu90%Nutzeffekt gewähren.

Um 1V2 Uhr begann die Gesammt-Sitzung, deren Ver¬ lauf die alle Vereins-Mitglieder berührenden geschäftlichen Angelegenheiten, namentlich auch die Aufnahme von 20 neuen Mitgliedern brachte und die durch einen Vortrag des Hrn. Stadtbrth. Prof. Licht über das im Bau begriffene Leipziger Rathhaus ausgezeichnet wurde. Vorentwürfe und Konkurrenzpläne sowie ein Modell des grossartigen Neubaues waren im Saale ausgestellt. Der Sitzung folgte das übliche gemeinsame Mittagsmahl mit zahlreicher Be¬ theiligung von Damen und Herren.

Am 8. Dez. 1902 versammelten sich die Architekten Vormittags beim neuen Königin Carola-Gymnasium (an der Elisenstrasse), besichtigten zuerst dieses städtische Gebäude und sodann das neue Waisenhaus unter der Führung des Erbauers beider, des Hrn. Stadtbrth. Scharenberg. Die Ingenieure hatten sich zu gleicher Zeit an der Eutritzscher

No. 2.

12

7 Januar 1903.

13

ER RATHHAUS-NEUBAU DER STADT DUISBURG * ARCH.: PROF. FRIEDR. RATZEL IN KARLSRUHE IN BADEN * * EINZELHEITEN AUS DEM SITZUNGSSAAL * * *

Strasse zusammengefunden und besichtigten unter Führung des Hrn. Betriebsinsp. Michaelis den Freilade-Bahnhof der kgl. preuss. Eisenbahn-Verwaltung.

Mit diesen Besichtigungen fand die eigentliche Haupt¬ versammlung ihren Abschluss. O. Grüner.

Verein für Elsenbahnkunde zu Berlin. In der Sitzung vom 16. Dez. 1902 widmete der Vorsitzende, Minist. -Dir. Schroeder, den im Laufe des Jahres verstorbenen Mit¬ gliedern, darunter Streckert, Hobrecht, Krupp, ehrende Worte des Gedenkens. Dann wurde das Ergebniss der Bewerbung um die vom Verein ausgesetzten Preise ver¬ kündet. Es erhielt den I. Preis von 1500 M. der Reg.- Bmstr. Otto Blum in Berlin für eine wissenschaftliche Darstellung der Grundzüge, sowie der Vor- und Nachtheile der Bahnen mit gemischtem Betrieb Reibungs- und Zahnstrecken gegenüber reinen Reibungsbahnen; den II. Preis von 500 M. der Dipl. Ing. Georg Samuel in Berlin für seine Bearbeitung derselben Aufgabe, und einen Preis von 100 M. der Bahnbeamte F. Riester in Haslach in Baden, für seinen Vorschlag zur Regelung der Geschwindig¬ keit ablaufender Wagen.

Nachdem der bisherige Vorstand für das folgende Jahr wiedergewählt war, sprach Hr. Prof. W. Wedding von der Technischen Hochschule in Berlin über Beleuchtungs¬ technik. Der Vortragende ging von der Theorie der Aether- schwingungen aus, die ein gewaltiges weites Gebiet um¬ fassen, dessen Erforschung gerade in neuerer Zeit zu den hervorragendsten Ergebnissen in wissenschaftlicher und technischer Beziehung geführt hat. Die Erzeugung des Lichtes wird bei den praktischen heutigen Lichtquellen durch das sogenannte Temperaturleuchten hervorgerufen. Die verschiedenen neueren Lichtquellen zeigen eine Tempe¬ ratursteigerung bis zu 4000 0 und damit eine stetig wach¬ sende bessere Energieumsetzung für das Licht. Die ver¬ schiedenen Lichtquellen wurden vorgeführt und auch inbe- zug auf die Sicherheit für die Eisenbahnwagen-Beleuchtung erörtert. Zum Schluss wurde das Flammen-Bogenlicht an zwei von der Firma K. Weinert eingerichteten Lampen gezeigt und von dem Vortragenden wegen der grösseren Durchdringbarkeit von Nebel gegenüber dem gewöhnlichen Bogenlicht zu Bahnhof-Beleuchtungszwecken empfohlen.

Mittelfränk. Kreisges. des Bayer. Arch.» und Ing.-Vereins in Nürnberg. Vers, vom 14. Nov. 1902.

Den Vorsitz führt Hr. Ob.-Brth. C. Weber. Hr. Pelletier als Gast spricht über Linoleum, seine Her¬ stellung und Verwendung. Die beiden wichtigsten Rohmaterialien zur Linoleum-Fabrikation sind Leinöl und Kork. Als weitere wesentliche Bestandtheile kommen hinzu Kauri-Kopal, ein in Neuseeland gegrabenes Llarz, die Farbstoffe und das Jutegewebe. Das Leinöl wird zu¬ nächst durch Oxydation in eine feste, kautschukartige Masse, das Linoxin, umgewandelt. Man kennt zwei verschiedene Oxydationsmethoden. Die natürliche, vom Erfinder des Linoleums, Walton, schon angewandte sogenannte Walton- Oxydation, bei welcher das Rohöl durch Kochen unter Zusatz von Trockenmitteln in Firniss verwandelt wird, den man in Oxydationsschuppen über senkrecht an eisernen Stangen hängende Baumwollgewebe rieseln lässt. Was am Gewebe hängen bleibt, oxydirt durch den Sauerstoff der Luft bei geeigneter Temperatur in 24 Stunden, wo¬ rauf das Gewebe von Neuem berieselt wird und zwar so oft, bis die Tragkraft des Gewebes erreicht ist. Sodann wird der Schuppen geleert, neues Gewebe eingespannt und der Prozess beginnt von Neuem. Beim zweiten oder Taylor- Verfahren oxydirt das Oel durch Kochen unter Zusatz starker Trockenmittel und Einblasen heisser Luft. Das auf diese Weise erhaltene Walton- oder Taylor-Pro¬ dukt kommt in die Mahlmaschinen, wird mit den zer¬ kleinerten Korkabfällen vermischt, erhält den Zusatz von Kauri-Kopal, sowie die zur Erzielung der gewünschten Färbung der Masse erforderlichen Erdfarben, und wird nochmals innig verschmolzen. Die Masse geht sodann durch ein System von mit Dampf geheizten Mischmaschinen, durch Walzwerke, Meng- und Knetmaschinen, damit eine möglichst gleichmässige Mischung erzielt wird. Die er¬ haltene einfarbige Linoleummasse wird mittels Kalanders unter sehr grossem Druck auf Jutegewebe aufgepresst, das fertige Linoleum mittels Streichmaschinen auf der Rückseite mit Oelfarbe gestrichen, einige Tage im Trocken¬ hause aufgehängt und dann im Flachtrockenhause auf einem Drahtbett noch einige Monate dem Einfluss von Luft und Wärme ausgesetzt. Zumtheil wird das Linoleum einfarbig in den Handel gebracht, zumtheil mit farbigen Mustern bedruckt. In neuerer Zeit wird diese Art der Musterung verdrängt durch die bis auf den Grund durchgehenden Muster, welche mit Granit, Moirö und Inlaid bezeichnet werden. Bei Granit wird die gekörnte Masse in bestimm¬ tem Verhältniss durcheinander gemengt und dann kalan¬

dert. Bei Inlaid werden gitterartige Bronceformen, die den Linien des Musters entsprechen, mit den verschieden gefärbten Deckmassen eingefüllt, dann die Form heraus¬ genommen und die Masse unter hydraulischen Pressen einem grossen Druck ausgesetzt. Zur Herstellung blumen¬ artiger Muster sind komplizirte maschinelle Einrichtungen erforderlich.

Redner bespricht nun die Verwendung des Linoleums zu Fussböden, Wandbekleidungen, Treppen- und Korridor¬ läufern und in der Möbelfabrikation. Die Vorzüge des Linoleums als Fussbodenbelag treten erst dann ins volle Licht, wenn die ganze Bodenfläche der Räume ausgelegt wird. Die vornehmsten Eigenschaften des Linoleumbelages sind: 1. seine Wasserundurchlässigkeit, 2. seine grosse Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung, 3. seine glatte Oberfläche und weitgehende Fugenlosigkeit, 4. seine schall¬ dämpfende Eigenschaft und Elastizität, 5. die Leichtigkeit der Ausbesserung schadhafter Stellen, 6. sein gutes Aus¬ sehen und die Einfachheit der Reinigung und Unterhaltung und 7. die Gewährung einer angenehmen Fusswärme selbst über ungeheizten Räumen.

Für die Bewährung des Linoleums als Fussbodenbelag spricht eine im Jahre 1897 an eine Reihe von Behörden gerichtete Umfrage des Hrn. Ministers der öffentlichen Arbeiten in Preussen. Unter den bestimmt gefassten 191 Auskünften über eine ausgeführte Gesammtfläche von 77 500 befanden sich nur 10 Fälle, in welchen sich in¬ folge mangelhaften Unterbodens, schlechter Befestigung u. dergl. das Linoleum nicht bewährt hatte. Das Belegen von Treppen mit Linoleum ist, da meistens Restbestände verwendbar sind, billig, und sowohl auf Stein als auf Holz vortheilhaft Das Verlegen muss sachgemäss erfolgen und sollte erst vorgenommen werden, wenn alle übrigen Ar¬ beiten im Neubau vollendet sind. Zur Erzielung eines fugen- und blasenlosen Belages ist es nothwendig, das Linoleum in den zu belegenden Räumen einige Zeit zu lagern, damit es sich den Wärme- und Feuchtigkeits- Ver¬ hältnissen derselben anpassen kann. Es ist dringend zu empfehlen, das Linoleum auf Estrich in ganzer Fläche mit Schellack oder Kopalharzkitt aufzukleben. Eine Unterlage von Filzpappe bewirkt zwar eine Vermehrung der Schall¬ dämpfung, Elastizität und Warmhaltung, darf aber nur auf vollkommen trockenem Boden verwendet werden. Als Unterboden ist jeder Boden geeignet, der eben, glatt, un¬ veränderlich und absolut trocken ist.

Die bisherigen Erfahrungen beweisen, dass Linoleum¬ belag selbst in Geschäftsräumen und Schulen Jahrzehnte liegen kann. Ein Abnutzungsversuch der mechanisch¬ technischen Versuchsanstalt in Charlottenburg lieferte das überraschende Ergebniss, dass bei gleichen Voraussetzun¬ sen Eichenholz eine Abnutzung von 8 ccm, Granit 4,4 ccm, Thonplatten 4,7ccm, Delmenhorster Linoleum 1,8 ccm aufwies. Im Deutschen Hause der Weltausstellung in Paris 1900 hat sich Linoleum als Fussbodenbelag, trotz der ungeheuren Benutzung durch etwa 40000 Besucher täglich, ausgezeich¬ net gehalten. Nach einem Zeugniss der Hochbauinspektion Bremen vom 25. Febr. 1891 fand damals schon Linoleum seit einer Reihe von Jahren in grossem Umfange für Schulen Verwendung. Nachdem auch heute noch dort für Schulen kein anderer Fussböden infrage kommt, ist das ein Beweis für die Zweckmässigkeit des Materiales. Die Behandlung des Linoleumbelages ist einfach und wenig kostspielig. Schmierseife und Soda dürfen zum Reinigen nicht verwendet werden. Ein Aufwaschen mit warmem Wasser und milder Seife ist von Zeit zu Zeit empfehlens- werth. Möglichst alle 8 Tage einmal ist der Boden mit geeignetem, in geringer Menge aufgetragenem Linoleum¬ wachs zu bohnen.

Im Jahre 1863 begründete der Erfinder Frederic Walton die erste Linoleumfabrik in England; erst im Jahre 1883 wurde die Fabrikation in Deutschland begonnen. Heute bestehen eine ganze Reihe erster Fabriken.

Zur Erläuterung seines Vortrages hatte Hr. Pelletier eine grosse Anzahl von Mustern ausgestellt, welche die einzelnen Fabrikationsstadien des Linoleums erkennen liessen, aber auch an einer grossen Anzahl von Fertig- Fabrikaten konnte man sich von der Leistungsfähigkeit der heutigen Linoleum-Industrie überzeugen.

Dankende Anerkennung des Vorsitzenden belohnte den Redner für seine interessanten Darbietungen.

- K.—

Vermischtes.

Metallzement. Unter dem Namen „Metallzement" wird in neuerer Zeit von verschiedenen Firmen unter Anschluss sehr günstiger Zeugnisse vieler angesehener Behörden eine nicht näher bezeichn ete Vergussmasse angeboten, die bei geringer Erhitzung (120 °C.) schmilzt, dünnflüssig wie Wasser wird, sich vollkommen mit Stein, Mauerwerk, Eisen,

M

No. 2.

Metall usw. verbindet, sofort beim Erkalten erhärtet und bei Zugversuchen mit in Stein vergossenen Ankerstangen wie auch beiMuffendichtungen weit höheren Belastungen wider¬ steht, als Portlandzement nach 5 Tagen und als Blei. Vor dem Blei hat sie noch den grossen Vorzug, nicht verstemmt werden zu müssen und sehr erheblich wohlfeiler zu sein.

Von mehreren solchen Metallzementen wurden Proben bezogen, die körnige Oberfläche, graue Farbe, erdigen Bruch, bei gelinder Erwärmung in der Hand schwefeligen Geruch zeigten und, ins Feuer geworfen, sofort mit schön blauer Flamme und dem unverkennbaren Geruch reinen Schwefels verbrannten. Es blieb somit kein Zweifel, dass diese Proben in der Hauptsache aus Schwefel bestanden, dem irgend ein die Farbe ändernder Stoff beigemengt war.

Wer bei Bauausführungen schon mit Schwefel als Vergussmasse gearbeitet hat, weiss zu schätzen, dass es sich mit keinem anderen Material so leicht, rasch und sicher arbeitet. Wer aber mit in Stein vergossenen Eisen- theilen im Bauunterhaltungsdienste Erfahrungen gesammelt hat, weiss ebenso sicher, dass die Verwendung von Schwefel mit der Zeit mit absoluter Sicherheit die Zerstörung auch des härtesten Steines sowie des Eisens herbeiführt.

Tritt Feuchtigkeit und Luft zu der Vergusstelle, so erfolgt die Zerstörung schon nach einigen Jahren; liegt die Vergusstelle trocken und vor Luft geschützt, so dauert es länger, die Zerstörung bleibt aber auch hier infolge der Bildung von Schwefeleisen nicht aus. Ein altes Bau¬ werk mit Schwefelverguss zwischen Stein und Eisen ist nirgends zu finden, dagegen manches Maschinen-Funda- ment, Gartengeländer oder sonst im Freien liegende Bau¬ werk, an dem ganze Reihen von Quadern schon nach 3 Jahren zersprengt und die Eisentheile wie abgeschmolzen ganz dünn geworden sind, so dass sie jeden Haltes ent¬ behren. Vor der so verführerischen Verwendung von Schwefel kann daher nicht genug gewarnt werden. Die General-Direktion der grossh. badischen Staatseisenbahnen hat die Verwendung von Metallzement verboten.

Karlsruhe i. B. Baurath v. Teuf fei.

wurden die Erfolge nicht zuletzt durch die der Darstellung der Arbeiten zutheil gewordene reiche Künstlerschaft Grunerts errungen. Der Verstorbene arbeitete mit der stillen Zurückgezogenheit echter Künstlernaturen. Für das Berliner Kunstleben bedeutet sein Heimgang einen schwe¬ ren Verlust. Was etwa Gnauth in dekorativer Beziehung für Süddeutschland, das war er für Preussen.

Arwed Rossbach -j\ Am Sylvesterabend des abge¬ laufenen Jahres ist in Leipzig der kgl. sächs. Baurath und Dr. phil. hon. causa Max Arwed Rossbach im 58. Jahre einem kurzen schweren Leiden erlegen und mit ihm ein Architekt dahingegangen, der durch seine ausgebreitete Thätigkeit in der architektonischen Physiognomie der Städte der sächsischen Lande dauernde Spuren hinterlassen hat. Rossbach wurde am 24. Nov. 1844 in Plauen als Sohn des Direktors der dortigen Baugewerkschule geboren. Er be¬ suchte zur Erwerbung seiner allgemeinen Bildung das Gymnasium in Plauen, wurde von seinem Vater in die Anfänge der Baukunst eingeführt und widmete sich, wohl als ein Ausfluss der praktischen Anschauungen des Vaters, ein halbes Jahr der praktischen Ausübung des Baugewerbes. Darauf bezog er die Akademie in Dresden, wo Gottfried Semper im Zenithe seiner Thätigkeit stand und Rossbach die künstlerischen Grundsätze, die seine ganze spätere Thätigkeit durchzogen, mitgab. Im Jahre 1870 siedelte der Verstorbene nach Leipzig über, um hier dauernden Aufenthalt zu nehmen und um von hier aus eine ausge¬ breitete architektonische Thätigkeit auszuüben. Wir sehen hier ab von zahlreichen kleineren Werken, wie Villen, Herrensitzen auf dem Lande usw., für die es seinem ge¬ wandten Auftreten und seinen weitverzweigten gesell¬ schaftlichen Beziehungen gelang, die Aufträge zu er¬ langen und erwähnen unter ihnen nur Max Klingers im Stile der deutschen Renaissance errichtetes Haus. Seine Hauptthätigkeit lag auf dem Gebiete des Monu¬ mentalbaues und hier ist seine Universitäts-Bibliothek in Leipzig immer noch sein reifstes Werk geblieben. Sie entstand in den Jahren 1888—1891 und mit ihr zu¬ gleich entstand die Universitäts-Frauenklinik. Diesen Auf¬ trägen für die Leipziger Universität folgte dann der Haupt¬ auftrag: der Um- und Neubau der Universitäts-Gebäude und Hörsäle am Augustusplatz bis zur Universitäts-Strasse, einschliesslich des Umbaues der gothischen Paulinerkirche, eine Aufgabe grössten Umfanges, die wir in No. 7 u. 9 Jahrg. 1898 unserer Zeitung schilderten. Die künstlerische Haltung der einzelnen Theile dieser Baugruppe ist recht verschie¬ den und sie ist es auch nicht, durch welche die Bauwerke Rossbachs überhaupt sich auszeichnen, sondern ihre Vor¬ züge bestehen in ersterLinie in der einen grossen Zug auf¬ weisenden Dispositionsgabe, über welche der Verstorbene verfügte. Die umgebaute gothische Paulinerkirche, wie die neuromanische Kirche in Klein-Zschocher sind Beispiele für die Thätigkeit Rossbachs auf sakralem Gebiete. Gegenüber dem neuen Rathhause errichtete der Verstorbene den Monu¬ mentalbau der ehemaligen Leipziger Bank, jetzt Deutschen Bank, und in unmittelbarer Nachbarschaft der Pleissen- burg entstand nach seinen Entwürfen der Polichsche Ge- schäfts-„Palast“. Seine ausgebreitete auswärtige Thätigkeit erstreckte sich sogar bis nach Dresden, wo er das königl. Amtsgericht im Stile der Florentiner Renaissance er¬ richtete; ein zweites Amtsgericht erbaute er in Olberhau. Seine Vaterstadt Plauen beschenkte er mit einem neuen Theater und Freiberg i. S. mit einem neuen Museum. In Jena errichtete er als ersten Theil einer der Volkswohl¬ fahrt in Form einer wohlthätigen Stiftung gewidmeten um¬ fangreichen Bauanlage eine Volkslesehalle mit Vortrags¬ sälen usw. In Crimmitschau leitete er den Umbau des Rathhauses. Aus diesen keineswegs erschöpfenden An¬ gaben lässt sich wohl ein ungefähres Bild der umfassen¬ den Thätigkeit Rossbachs gewinnen. Im Jahre 1891 wurde er zum Baurath ernannt; aus Anlass des Umbaues der Uni¬ versitätsgebäude in Leipzig wurde ihm von der philosophi¬ schen Fakultät der Universität der Ehrendoktor verliehen.

Preisbewerbungen.

Ein engerer Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für einen Repräsentations- und Ausstellungs-Saal im Landes¬ ausstellungs-Gebäude in Moabit-Berlin ist zum 20. Jan. 1903 durch die Ausstellungs-Kommission erlassen worden. Es handelt sich um die künstlerische Zusammenfassung dreier auf den jetzigen Ehrensaal folgender quadratischer Säle. Für die Ausstattung des neuen Saales stehen 10000 M. zur Verfügung. Der Preis besteht in der Uebertragung der Ausführung gegen ein Honorar von 1000 M. In dem Preis¬ gericht, welches durch die Ausstellungs-Kommission der Grossen Berliner Kunstausstellung 1903 gebildet wird, be¬ finden sich als Architekten die Hrn. Brth. Heinr. Kays er, Brth. H. Schmieden und Prof. H. Solf in Berlin.

Oeffentllche Vorträge im kgl. Kunstgewerbe-Museum ln Berlin für die Monate Januar bis März 1903 werden ge¬ halten von den Hrn. Dr. Wilh. Behncke über „die deutsche Goldschmiedekunst vom Ende des 15. Jahr¬ hunderts bis zur Gegenwart"; Dr. Osk. Fischei über „die dekorative Plastik des Mittelalters", und Dr. Erich Pernice über „Form und Dekoration der griechischen Vasen“.

Todtenschau.

Kgl. Baurath Kurt Grunert in Berlin f. In Berlin ist am Vorabend des Weihnachtsfestes, am 23. Dez. 1902, der Landbauinspektor und kgl. Baurath Kurt Grunert plötzlich einer Lungenentzündung erlegen und damit eine der eigen¬ artigsten Gestalten aus dem Berliner Kunstleben geschwun¬ den. Grunert war am 30. Mai 1843 in Königsberg i. Pr. geboren und besuchte die Schulen in Koeslin, Danzig und Halle a. S., sowie das Friedrich-Werder’sche Gymnasium in Berlin. Seine fachlichen Studien begann auch er in dem Atelier des Hofbaurathes Lohse, um 1865 die Bau¬ akademie in Berlin zu beziehen, an welcher er 1867 die Bauführerprüfung ablegte. Seine erste praktische Thätig¬ keit gehört nichts weniger als der Sphäre an, in der er sich später auszeichnete. Die Hochbauten des Saarkanales, eine kurze Leitung des Baukreises Mülheim, und selbst die Hochbauarbeiten auf dem Zentralbüreau der Rheini¬ schen Eisenbahn-Gesellschaft in Köln vermochten ihn eben¬ sowenig zu befriedigen, wie die Arbeiten auf. dem Zentral¬ büreau der Berlin -Potsdam -Magdeburger Eisenbahn -Ge¬ sellschaft in Berlin. Seine grosse Befähigung rang nach freier künstlerischer Thätigkeit und die vorhin genannte Beschäftigung hat sicher dazu beigetragen, seinen Ent¬ schluss, in unabhängiger Arbeit seiner künstlerischen Neigung zu leben, zu beschleunigen. Grunert war ein glänzender Aquarellmaler und ein geistreicher Zeichner; er beherrschte in gleichem Maasse die architektonisch¬ dekorativen Kunstformen wie die menschliche Figur. Zahl¬ los sind die Blätter kleineren bis grössten Umfanges, die theil als praktische Arbeiten, theils als Ergebnisse freier Phantasie unter seiner kunstreichen Hand entstanden. Immer wieder wurden seine virtuosen Arbeiten die Glanzpunkte der Architektur- Abtheilungen der Berliner Kunstausstellungen. Die künstlerische Kraft Grunerts wusste sich das königl. preuss. Ministerium der öffent¬ lichen Arbeiten zu sichern, als der Verstorbene sich im Anfang der achtziger Jahre entschloss, der freien Berufs- thätigkeit und einem Leben völliger Unabhängigkeit wieder zu entsagen, um den letzten Abschnitt seines Lebens unter gesicherteren Verhältnissen zu verleben. Wo das ge¬ nannte Ministerium in der letzten Zeit mit seinen archi¬ tektonischen Entwürfen an die Oeffentlichkeit trat, da

7. Januar 1903.

15

Ein Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für die Anlage einer Ausstellung in Mailand 1905 zur Feier der Er¬ öffnung des Simplontunnels ist zum 31. März 1903 ausge¬ schrieben. Es gelangen 2 Preise von 5000 und 2000 Lire zur Vertheilung. Näheres durch das Ausstellungs-Comitd der Mailänder Handelskammer.

Chronik.

Für die Errichtung eines Kossuth-Denkmales in Budapest steht eine Summe von 800000 Kr. ausschl. der Zinsen zur Verfügung.— Das Zola-Denkmal für Paris soll unter Umgehung eines öffentlichen Wettbewerbes an den Bildhauer Alexandre Charpentier in Paris übertragen werden.

Die IX. internationale Kunstausstellung 1905 in München ist als eine gemeinsame Veranstaltung der Münchener Künstler¬ genossenschaft und der Secession, welchen sich die übrigen Künst¬ lergruppen anschliessen dürften, beschlossen worden.

Die Gewerbehalle für Augsburg wird nach einem Entwürfe des PIrn. Arch. Walter Krauss in Augsburg zur Ausführung gelangen. Kreishaus in Landeshut. Am 12. Nov. d. J. fand in Landes¬ hut i. Schles. die Grundsteinlegung zum Neubau des Kreishauses statt, welches nach den Entwürfen und unter der Oberleitung der Arch. Gaze & Böttcher in Breslau ausgeführt wird.

Der Einweihung der Protestationskirche in Speyer, (Architekten Flügge & Nordmann in Essen) sieht man zum Sommer 1904 entgegen. Bis 1. Jan. 1902 wurde eine Summe von rd. 1 600000 M. verbaut.

Zum Direktor der städt. Kunstgewerbeschule in Düssel¬ dorfwurde der Architekt und Maler Peter Behrens in Darmstadt gewählt, eine Wahl, deren Folgen für die Zukunft man mit leb¬ haftem Interesse begleiten wird.

Allgemeine Rentenanstalt in Stuttgart. Der erste Theil des Neubaues der allgem. Rentenanstalt in Stuttgart ist Anfangs Dezember 1902 dem Betriebe übergeben worden, nachdem bereits vorher die neuen Kassenräume und die umfangreichen unter¬ irdischen Tresoranlagen in Benutzung genommen waren. Der zweite Bautheil wird sofort in Angriff genommen. Das ganze mit der Front nach der Tübingerstrasse belegene Gebäude stellt sich als eine dreigieblige Baugruppe in den Formen deutscher Spät¬ renaissance dar, deren Fassade in Haller Werkstein erstellt wurde. Architekt des Baues ist Hr. Brth. L. Stahl von der Firma Witt¬ mann & Stahl in Stuttgart, künstlerischer Mitarbeiter Hr. Arch. Hans Schmidt.

Die Errichtung eines grossen Krankenhauses der Stadt Schöneberg bei Berlin ist nach dem Entwürfe des Hrn. Stdtbrth. E g e 1 i n g beschlossen worden. Die Gesammtkosten betragen einschl. Grunderwerb 5 820 000 M., davon entfallen auf die erste Bauperiode rd. 4 Mill. M., unter ihnen etwa 2 650 000 M. reine Baukosten. Neue Gewerbeschulen in München sollen an der Liebherr¬ strasse mit einem Aufwande von 456000 M., sowie auf dem Mars¬ platze errichtet werden.

Der Brand des Arbeiter-Theaters in Berndorf, Nieder- Oesterreich. Am 26. Dez. 1902 ist das von Fellner & Helmer in Wien erbaute „Arbeiter-Theater“ in Berndorf, eine Schöpfung des Grossindustriellen Arthur Krupp in Berndorf, von einem Brande heimgesucht worden, welcher den Zuschauerraum zerstörte. Die Wiederherstellung ist beschlossen.

Der Abschluss der Arbeiten des Weissen Saales und der benachbarten Säle im kgl. Schloss zu Berlin (Architekten: Geh. Hofbrth. E. Ihne und Hofbrth. Geyer) gab dem Kaiser Ver¬ anlassung, die Säle unter Anwesenheit der an der Ausführung be¬ theiligten Künstler den Vertretern der Berliner Künstlerschaft am 27. Dez. 1902 vorzuführen.

Elektrische Bahn auf den Montblanc. Von dem Ingenieur Fahre ist die Anlage einer elektrischen Bahn auf den Montblanc geplant, die von dem Dir. des Observatoriums auf dem Montblanc, Vallot, sowie von Prof. Deperre in Lyon als möglich bezeichnet wird. Die etwa 17,5 km lange Bahn würde bei dem savoyischen Dorfe Houches beginnen.

Die zweite kath. Kirche in Göppingen (Arch. R. Raisch in Stuttgart), eine dreischiffige Hallenkirche mit Thurm auf dem Chor, wurde am ai. Dez. 1902 eingeweiht. Die Kirche ist ein Fachwerk¬ bau , von Oberkante Sockel an durchweg Holzkonstruktion. Sie ist 32 m lang und 15,3 m breit und enthält 600 Sitzplätze, davon auf der Orgelempore 72. Rohbaukosten 35 000 M.

Der Ausbau des Kaisersaales des Römers in Frankfurt a. M. ist durch die dortigen Stadtverordneten nach dem Entwurf des Hrn. Baudir. Max Meckel in Freiburg i. Br. am 30. Dez. 1902 be¬ schlossen worden. Die Kosten sind auf etwa 120000 M. berechnet. Eine Ausstellung zur Feier der Eröffnung des Simplon¬ tunnels wird 1905 in Mailand abgehalten werden. Die Ausstellung wird Abtheilungen für die schönen Künste, für angewandte Kunst, für Land- und Seetransportmittel, für Luftschiffahrt usw. enthalten. Die Entfestigung von Mainz, die Ueberlassung der inneren Festungsumwallung an die Stadt und die Eingemeindung einer Reihe von Vororten sind angebahnt, bezw. beschlossen.

Personal-Nachrichten.

Bayern. Dem Kr.-Kult.-Ing. Mayr in Augsburg ist die Kult.- Ing.-Stelle beim Hydrotechn. Bür verliehen.

Verliehen ist : dem Arch. Brochier Dir. d. Kunstgewerbeschule in Nürnberg der Verdienst-Orden vom hl. Michael III. Kl.; den Reg.-Räthen E b e r t bei der Gen.-Dir. der Staatseisenb., Bauer in Rosenheim, Spiegel in Augsburg und Haas in Rosenheim, dem Bez.-Ing. S e i t z bei der Dir. der Pfalz. Eisenb., dem Ob.-Brth. Reuter bei der kgl. Obersten Baubehörde, dem kgl. Reg.- und Kr.-Brth. Hohenner in Augsbui g und dem Prof. D i e t z an der kgh Techn. Hochschule in München der Verdienstorden vom hl. Michael IV. Kl.

16

Den Bauamtm. M o s e r in Ansbach und Schildhauer in Regensburg und dem Ing. v. Miller in München ist der Tit. und Rang eines kgl. Brths. verliehen.

Preussen. Den Prof, an der Techn. Hochschule in Berlin Geh. Brth. Kühn und Geh. Reg.-Rath G o e ri n g , dem Kr.-Bmstr. a. D. Brth. Zobel in Sigmaringen ist der Rothe Adler-Orden III. Kl. mit der Schleife, dem Reg.- u. Brth. Weber in Posen, dem Kr.- Bauinsp. Brth. H e i n z e in Stendal und dem Landbauinsp. Zeidler in Posen ist der Rothe Adler-Orden IV. Kl. verliehen.

Ernannt sind die Reg.-Bmstr. Stoessel in Saarbrücken zum Bauinsp. und Zöllner in Insterburg zum Kr.-Bauinsp.

Die Reg. -Bfhr. Friedr. Rüdiger aus Rossla und Paul Schreiber aus Posen (Hochbfch.), Max T i 1 1 i c h aus Görlitz (Wasser- u. Strassenbfch.), - Karl Schmelzer aus Neunkirchen (Masch -Bfch.) sind zu Reg.-Bmstrn. ernannt.

Den Reg.-Bmstrn. Max Roemer in Altona, Emil Schütz in Colmar i. E. und Jul. Hagedorn in Bentschen ist die nachges. Entlass, aus dem Staatsdienst ertheilt.

Der Landbauinsp. W i 1 k e ns ist ausgeschieden.

Sachsen. Die Wahl des Geh. Hofraths Prof. Le wicke zum Rektor der Techn. Hochschule für die Zeit vom 1. März 1903 bis dahin 1904 ist bestätigt worden.

Die Reg.-Bmstr. Z e 1 1 1 e r und Z ü r b i g in Dresden sind z. Landbauamte Leipzig versetzt.

Der Reg.-Bfhr. Mehner ist z. etatm. Reg.-Bmstr. bei der kgl. Strassen- u. Wasserbauinsp. I zu Meissen ernannt.

Brief- und Fragekasten.

Hrn. Amtsbmstr. A. Z. Da nach B. G.-B. § 615 dem zur Dienst¬ leistung Verpflichteten nur derjenige Betrag seines vereinbarten Dienst¬ lohnes zusteht, welchen er durch Verwerthung seiner Zeit in anderer Weise nicht erwerben konnte, und dieser Grundsatz auch auf Beamtenverhältnisse anwendbar erscheint, dürfte der Anspruch eines Amtsbaumeisters nicht berechtigt sein, sein volles Dienst¬ einkommen auf Lebenszeit gezahlt zu verlangen , weil ihm durch Veränderung der Gemeindeverfassung die bisherige Selbständigkeit in grösserem oder geringerem Maasse verloren geht. Ist zwar kein Fall bisher zur Aburtheilung gelangt, welcher dem Ihrigen völlig gleicht, so liegen jedoch Urtheile vor, wonach im B. G.-B. § 615 grundsätzlich die Verpflichtung ausgesprochen sein soll, gegenFortge- währung der bisherigen Dienstbezüge Verrichtungen der ursprünglich vereinbarten Art weiter zu leisten, wennschon sie in veränderter Form zu erfüllen sind. Das Uebergewicht der Wahrscheinlichkeit spricht also dafür, dass die aus der geplanten Vereinigung hervor¬ gehende Gemeinschaftsgemeinde für berechtigt erklärt werden wird, gegen Gewährung des bedungenen Diensteinkommens Ihnen die Bearbeitung von Bauangelegenheiten zu übertragen und Ihre etwaige Weigerung zur Erledigung dieser Aufträge im Disziplinär- Verfahren als eine Dienstverweigerung behandelt werden könnte. Im Rahmen der Briefkasten-Antwort bedauern wir jedoch, auf eine mehr ein¬ gehende Erledigung Ihrer Frage verzichten zu müssen, welche so viele staats- und vermögensrechtliche Erwägungen und Verhältnisse berührt, dass die vollständige Beantwortung eine ganze Nummer unserer Zeitung füllen würde. K. H-e.

Hrn. Z.-Mstr. A. Fr. in Zeuthen. Die Fassung der Bau¬ polizeiordnung v. 5. Dez. 1893 § 5 u. 3 ist zweideutig. Ein Urtheil des Ober-Verwaltungsgerichtes ist in der amtlichen Sammlung noch nicht veröffentlicht. Mithin fehlt eine sichere Unterlage für die muthmaassliche Auslegung, welche der § 5 schliesslich finden wird. Sollte die gesetzliche I4tägige Frist seit Zustellung der ortspolizei¬ lichen Verfügung, durch welche Ihnen der Amtsvorsteher für Ihr Bauvorhaben die Genehmigung versagt hat, nicht etwa schon ver¬ strichen sein, so würde Ihnen entweder die Beschwerde an den Landrath oder die Klage bei dem Kreisausschusse offen stehen, deren Erfolg für Sie günstig sein würde, wenn nicht etwa Umstände vorliegen, die Ihre Sachdarstellung nicht genau wiedergegeben hat. Sollte die Frist versäumt sein, so könnten Sie ein neues Bauvor¬ haben einreichen, gegen dessen Ablehnung eine neue i4tägige Frist laufen würde. K. H-e.

Hrn. Arch. H. S. in Düsseldorf. Sofern die Angebote für den Bauherrn und in dessen Aufträge erfordert wurden, ist er zweifellos derjenige, welchem die später eingegangenen Angebote zukommen, selbst wenn der Entwurf des Ausschreibens von Ihnen ausgegangen ist und die Abgabe der Angebote von Ihnen verlangt wurde; denn Sie handelten nur im Aufträge des Bauherrn und in Ausführung der übernommenen Bauleitung. Dem Bauherrn kann daran gelegen sein , die eingegangenen Angebote zu besitzen und jedenfalls zu verhindern , dass solche von einem Dritten benutzt werden. K. H-e.

Hrn. Bwerkmstr. W. M. in Ehingen. Hauptsächlich aus dem Verzeichniss der „Offenen Stellen“ der „Deutschen Bauzeitung“ erfahren Sie Stellungen für Techniker im Auslande, denn wo irgend eine Technikerstelle auch im Auslande geschaffen oder frei wird, gelangt sie hier am ehesten zur Anzeige.

Hrn. P. L. in Deuben. Bei Ihren Verhältnissen besteht die Pflicht einer gegenseitigen 6-wöcbentlichen Kündigung. Im deutschen Reiche kann sich einstweilen leider immer noch jeder Architekt nennen, welcher mit der Baukunst einmal in irgend eine noch so lose Beziehung gekommen ist.

Fragebeantwortungen aus dem Leserkreise.

Zu der Anfrage in No. 93 wird uns die Firma Otto Schlee in Biberach in Württemberg als Verfertigerin von „Me t al 1 p f 1 an z e n jeder Art", also auch von Lorbeerbäumen aus Metall genannt.

Inhalt: Der Rathhaus - Neubau der Stadt Duisburg (Schluss). Der Verputz, seine künstlerische und seine technische Seite (Schluss). Mit¬ theilungen aus Vereinen. Vermischtes. Todtenschau. Preisbewer¬ bungen. Chronik. Personal-Nachrichten. Brief- und Fragekasten.

Verlag der Deutschen Bauzeitung, G. m. b. H., Berlin. Für die Redaktion verantwortl. Albert Hof mann, Berlin. Druck von Wilh. Greve, Berlin.

No. 2.

*

IE NEUEN MÜNCHENER FRIEDHÖFE * * * HALLE FÜR TRAUER-VERSAMM¬ LUNGEN IM ÖSTLICHEN FRIEDHOF * * * * * * ARCHITEKT: STÄDTI¬

SCHER BAURATH HANS GRÄSSEL IN MÜNCHEN ; DEUTSCHE BAUZEITUNG

* XXXVII. JAHRGANG 1903 - N2: 3 * *

«srssrsrsr«?*«*«

EUTSCHE

XXXVII. JAHR- * BERLIN *

«x»*ss«**ss2c»*a:

AUZEITUN G.

GANG. * * N°- 3. * DEN 10. JAN. 1903. * s«jessssss*sss«

Gastlicher Friedhof in Giesing. Ansicht gegen den Martinsplatz.

Die neuen Münchener Friedhöfe*).

Architekt: Städtischer Baurath Hans Gr äs sei in München.

III. Der östliche Friedhof in Giesing.

(Hierzu eine Bildbeilage und die Abbildungen S. 20 und 21.)

„Herrliches wird von dir gesagt, o Stadt Gottes, wie frohlockend sind Alle, die in dir wohnen“. (Psalm 86.) (Inschrift im Versammlungsraum.)

uch in der Anlage und der künstlerischen Gestaltung des am i. Novbr. 1900 seiner Bestimmung übergebenen östlichen Fried¬ hofes in München-Giesing ist die Stadtver¬ waltung dem bei dem nördlichen Friedhofe befolgten Grundsätze treu geblieben, die den Todten geweihten Stätten nach dem Vorgang aller an der Spitze der historischen Kultur schreitenden Völker in vornehmstem Maasse zu Stätten der Kunst zu erheben. Der östliche Friedhof wurde wie der nördliche nach den Plänen des städtischen Baurathes Hrn. Hans Gr äs sei angelegt und seine Gebäude nach dessen Entwürfen errichtet. Der Friedhof liegt, etwa 2,5 km vom Mittelpunkte der Stadt entfernt, auf der Hoch fläche des östlichen Isarufers, bei dem Vororte Giesing. Das nicht ganz regelmässige Gelände ist einschliess¬ lich der späteren Erweiterungen nahezu 800 13 breit und etwa 400“ tief; es wird an seiner hinteren nörd¬ lichen Seite von der Bahnlinie zum Ostbahnhof, an seiner südwestlichen und südlichen Seite von der Emeran- und der Martin-Strasse, an der östlichen Seite von der Korbinian- Strasse begrenzt. Nach Westen läuft es in eine rechtwinklige Spitze aus. Ueber die Auftheilung giebt der Lageplan S. 20 die nöthige Auskunft; sie hat in der Weise stattgefunden, dass das Hauptgebäude von rd. 130® Länge und 85 m Tiefe in der Form eines H an dem rechteckigen Mar¬ tinsplatze errichtet wurde, um im Verein mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft an der Severinstrasse durch Hocheder errichteten grossen Armenhause eine Baugruppe zu bilden, wie sie nur wenige Städte in gleicher Monumentalität und Feierlichkeit aufzuweisen vermögen. In der Gesammtanlage sind 3 Hauptaxen

*) Siehe Jahrgang 1902, No. 46 ff.

durchgeführt: eine südnördliche Hauptaxe B F , zu deren beiden Seiten die Gräberfelder liegen, welche sich um die alte Friedhof - Kapelle F gruppiren, eine in ähnlicher Richtung verlaufende Hauptaxe A-G , an welcher in strenger Symmetrie das Haupt¬ gebäude liegt und welche auch die Axe des Martins- platzes und der Severin-Strasse ist, und eine west¬ östliche Hauptaxe B-G, die Axe für die späteren Erweiterungen und für den Nebeneingang an der Korbinian - Strasse. Das weite Gelände ist in an¬ ziehender Weise mit Springbrunnen B, mit Kas¬ kaden P und mit Mausoleen K geschmückt, welche zugleich wünschenswerthe Anhaltspunkte zur Zurecht¬ findung bieten. Die Anlage der Alleen und Wege ist regelmässig und doch wieder unregelmässig, ersteres, soweit die Zurechtfindung das noth wendig macht; letzteres insofern, als bei der Anlage des Friedhofes die Absicht vorwaltete, aus ihm dereinst eine schön bewachsene Parkanlage werden zu lassen. Das Ge¬ lände ist von einer Mauer umzogen, welche von den Portalbauten der Nebeneingänge unterbrochen ist und an welche sich in durch die Grösse der Gräber¬ felder an der Mauer bedingten Zwischenräumen Mauergrüfte mit Ueberbauten an der inneren Seite des Friedhofes anlehnen.

Das umfangreiche Hauptgebäude, an welches sich seitlich in Form eines unregelmässigen Vierecks die Wirthschaftshöfe 0 anschliessen, giebt in seiner An¬ lage der Grundriss Seite 20 wieder. An die mittlere, kreisrunde, in den Diagonalen durch 4 Aufbahrungs¬ nischen erweiterte Halle für Trauerversammlungen A, welche im Inneren durch eine Halbkugelschale über¬ deckt ist und aussen über einem niederen Tambour in eine Flachkuppel endigt, welcher ferner nach beiden Seiten strenge, sechssäulige dorische Hallen vorge¬ lagert sind, schliessen sich rechts und links in basili- kaler Anordnung (S. 21) die Säle für öffentliche (ß) und nicht öffentliche (C) Leichenaufbahrung an, welchen nördlich die Räume für die Besucher ( D ) und südlich die Räume für die Einbringung der Leichen ( E ) vorge¬ lagert sind. Diese Räume ziehen sich auch im rechten

17

Winkel nach Norden und sind am Kopfe dieser Flügel durch die Wohnungen für Bedienstete (N) abge¬ schlossen. Den westlichen und östlichen Abschluss des Haupttheiles dieses Friedhofs-Gebäudes bilden die Seziersäle (L) mit ihren Nebenräumen. An dem recht¬ winkligen Vorhofe gegen die Strasse liegen beider¬ seits die Verwaltungs- Gebäude mit den Aufenthalts¬ räumen für die Geistlichen der verschiedenen Glaubens¬ bekenntnisse. Eine strenge dorische Halle mit geradem

Gebälk verbindet sie mit dem Hauptgebäude, während eine nicht minder strenge dorische Bogenhalle dem Hauptgebäude gegen das Gräberfeld vorgelagert ist. Die Wirthschaftshöfe enthalten öffentliche Abortan¬ lagen (P), Pflanzenhäuser (Q), einen Leichenträgerraum mit Brausebad (T), einen Verbrennungsofen für aus¬ gegrabene Sargbretter und welke Grabkränze (S), Re¬ misen (P) usvv. Die Anlage zeigt ähnliche Grundzüge, wie die des nördlichen Friedhofes in Schwabing.

_ (Schluss folgt.)

Bericht über die Vorarbeiten und Bauausführungen der Italienischen Mittelmeer-Eisenbahn-

Gesellschait aus den Jahren 1885 bis 1897.

(Schluss.)

as 2. Kapitel behandelt die gemauerten Brücken und Viadukte. Es bringt für kleinere Bauten (bis 10 Lichtw.) Normalien, nach gesunden Grundsätzen entworfen. Als Beispiele von Belang kommen ein paar lange, stark geneigte, zum Theil mit Kaskaden versehene Durchlässe und ein S-förmig gekrümmtes Schlauchbauwerk zur Darstellung.

Dann aber nehmen die grösseren Bauwerke (über 10 Lichtweiie) und unter ihnen besonders die gewölbten Viadukte unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Wie schon aus unseren Andeutungen über die Linienführung her¬ vorgeht, waren sehr viele, tiefe Thäler zu überschreiten, bei denen die Umstände gebieterisch auf die Anwendung gewölbter Viadukte hinwiesen. Es fand sich also Gelegen¬ heit, einen sorgfältig erwogenen Typus in mannigfacher Abwandlung den Einzelfällen anzupassen. Er ähnelt dem in Frankreich üblichen, wie er durch die Veröffentlichungen von Morandiöre u. a. sowie in Zeitschriften und Hand¬ büchern bekannt ist.

Auf schlanken, mit Anlauf versehenen Pfeilern er¬ heben sich halbkreisförmige Gewölbe, welche vom Scheitel bis zum Kämpfer gleiche Stärke haben und durch die Hintermauerung ausgesteift werden. Die Entwässerung erfolgt durch die Gewölbeschenkel. Eine Theilung der Höhe des Bauwerkes in 2 Stockwerke finden wir erst bei Gesammthöhen von etwa 50 m-

Als Baumaterial stand, wie schon erwähnt, meist in der Nähe der Baustellen guter Bruchstein zur Verfügung. Auch fand sich vielfach brauchbarer Ziegelthon. Endlich ist Italien reich an hydraulischen Mörtelmaterialien. Dementsprechend wurden die Viadukte auf Betonfunda¬ menten, im aufgehenden Mauerwerk aus Bruchsteinen, in den Gewölben meist aus Ziegeln hergestellt. Das Bruchsteinmauerwerk wurde in Höhenabständen von 1,5 bis

3 m durch Hausteinschichten abgeglichen. Wo Hausteine nicht in der Nähe zu haben waren, ersetzte man diese abgleichenden, durchbindenden Lagen durch je 3 bis

4 Ziegelschichten. Die Aussenflächen der Bruchstein¬ mauern und Pfeiler zeigen entweder unregelmässig bear¬ beitete ausgesuchte Steine (paramento greggio) oder wagrechte Schichten von ungleicher oder gleicher Höhe. Bei Mangel bearbeitungsfähiger Bruchsteine ist auch Ziegel¬ verblendung mit kräftiger Verzahnung ausgeführt, eine Bauart, die wohl nur bei sehr gutem Mörtel unbedenklich gewählt werden darf.

Die halbkreisförmig gewölbten Viadukte mit recht¬ winkligem Grundriss, von denen rr veröffentlicht sind, haben Lichtweiten der Bögen von 11 bis 18 ™- Der An¬ lauf der Seitenflächen über dem Kämpfer beträgt durch¬ weg 0,05 : 1, unter dem Kämpfer 0,05 bis 0.07 : 1, in den normal zur Bahnlinie stehenden Pfeilerflächen 0,025 bis 0,035 : !• Die Stärken der Pfeiler und Gewölbe gehen nicht bis an die Grenzen der bei ausgeführten Bauwerken zu fin¬ denden Kühnheit, halten sich aber innerhalb der Maasse guter Ausfünrungen (z. B. Pfeilerstärke am Kämpfer t/5 bis 1/e der Lichtweite). Da wo die Stirnmauern aufsitzen, sind die Gewölbe etwas schwächer gemacht als im mittleren, die Ueberschüttung tragenden Theil, was der äusseren Erscheinung wohl zugute kommt.

Wir geben als Beispiel in den Abbildgn. 4—6 Ansicht und Schnitte des Viaduktes über das Höllenthal (Valle dell’ Inferno) der Bahn Rom Viterbo.

Den Schluss des Kapitels bilden Mittheilungen über schief gewölbte Brücken und über Gründungen unter Luftdruck. Letztere wurden nur bei einer gewölbten und 2 eisernen Brücken erforderlich. Dabei wurden Tiefen von rd. 6 bis 8 m unter Wasser erreicht.

Das 3. Kapitel ist den Eisenkonstruktionen der Brücken und Dächer gewidmet. Dass in dieser Richtung sehr umfangreiche Arbeiten zu erledigen waren, ergiebt sich schon daraus, dass 243 Eisenbahnbrücken infrage kommen, einige Strassen- und Landebrücken und schliess¬ lich 22 grössere und kleinere Dächer.

Die Eisenbahnbrücken haben Spannweiten von 1,4 bis 97,2 ™- Ein grosser Theil der vorangeführten Gesammt- zahl entfällt allerdings auf Weiten unter 10 m- Doch bleiben noch so viele grössere, eigenartige und schwierige Brücken übrig, dass wir schon aus diesem Grunde genöthigt sind, uns auf einige kurze Bemerkungen zu beschränken, wo¬ bei wir Unterschiede der hier vorliegenden italienischen von der deutschen Bauweise nicht unerwähnt lassen wollen.

Hierhin gehört die häufige Anwendung der Kontinuität der Hauptträger selbst bei recht grossen Brücken und in Kurven. Auch die als konsolförmig (cantilever) bezeichnete Tanaro-Brücke der Linie Genua— Ovada— Asti ist thatsäch- lich kontinuirlich über ihre 3 Oeffnungen von 48,75 60 48,75 m gestreckt und zeichnet sich bei wagrechtem Unter¬ gurt nur durch die hängebrückenartig über den Zwischen¬ pfeilern gehobene Form des Obergurtes aus.

In den Trägerwänden zeigt diese Brücke doppeltes Fachwerk mit Vertikalen. Es kommen aber auch so ziem¬ lich alle anderen Arten der Wandgliederung vor. Wieder¬ holt wird das mehrfache Netzwerk ohne Vertikalen, aber mit steifen Endständern angewendet. Die Brücke mit der grössten Stützweite (97,2 ™), die Calore-Brücke bei Lapio in der Linie Avellino Rocchetta S. Venere, zeigt dieses Trägersystem. Vertikalen sind dort nicht in voller Träger¬ höhe, sondern nur soweit sie zur Befestigung der Quer¬ träger nothwendig sind, vorhanden. Diese Brücke hat drei gleiche Oeffnungen. Die Ueberbauten sind nicht kon¬ tinuirlich. Der Grundriss ist rechtwinklig.

Dagegen finden sich recht viele schiefe Brücken, zum Theil mit sehr spitzen Schnittwinkeln. Bei diesen hat man von einer völligen oder theilweisen Beseitigung der Schief¬ heit des Ueberbaues durch Verlängerung der betreffen¬ den Träger überall abgesehen.

Die vom freien Profil der Bahn nicht in Anspruch ge¬ nommenen unteren Ecken zu Aussteifungen des Quer¬ schnittes zu benutzen, hat man vermieden, während solche Eckaussteifungen, wenigstens bei oben offenen Brücken mit tief hegender Fahrbahn, nach diesseitigem Dafür¬ halten empfehlenswerth sind.

Die bei dem heutigen Stande der Walztechnik nicht mehr aufrecht zu erhaltende Abneigung gegen Verwendung grösserer Walzprofile zu Fahrbahnträgern scheint in Italien noch nicht überwunden zu sein. Es werden selbst bei sehr kleinen Höhen genietete Blechträger bevorzugt. Am ungünstigsten erscheint in dieser Hinsicht eine Strassen- unterführung bei Como, wo die Querträger nicht mehr als 0,3 m, die Schwellenträger 0,2 Höhe erhalten konnten. Bei diesem Bauwerk, wie bei anderen mit parabolischen Hauptträgern, fallen die ganz spitz zulaufenden, knapp auf¬ liegenden Trägerenden oder Schnäbel auf. Auf kleinen Brücken und in Zwischen-Konstruktionen geringer Höhe finden sich eichene Langschwellen in eisernen Trögen. Die Fahrbahn der Eisenbahnbrücken ist grösstenteils mit schweisseisernem Riffelblech abgedeckt.

An grösseren Dächern werden nur drei mitgetheilt. Zwei davon sind Bahnhofshallen und zwar für Roma Trastevere mit 24,935™, für Saluzzo mit 19,46™ Stützweite. Beide haben flach gewölbte Dachflächen. Trastevere hat Binder in Polonceau-Form mit vergitterten Sparren, Saluzzo Sichehräger mit Fachwerk- Wandgliederung. Aehnlich dem letzteren, nur mit ebenen Dachflächen ist das dritte grössere Dach gestaltet, welches einem rechteckigen Lokomotiv¬ schuppen in Roma Tuscolana angehört und 21,2™ Stütz¬ weite hat. Eine Anzahl Vordächer, meist in ansprechenden Formen, vervollständigen die Sammlung der Dächer.

Reichhaltig und lehrreich sind die das 4. Kapitel ausfüllenden Mittheilungen über die Tunnelbauten. Die Tunnel wurden nach der belgischen Bauart ausgeführt, meist nur mit Firststollen. Mit wenigen Ausnahmen sind die Tunnel eingleisig. Sie wurden vielfach nach den Nor¬ malprofilen Abbildg. 7 ohne und Abbildg. 8 mit Sohlen¬ gewölbe gestaltet. Der gewöhnliche Bauvorgang erhellt aus den Abbildgn. 9 n mit Hilfe der eingeschriebenen Zahlen

No. 3.

18

ohne weitere Erläuterung. Schwierigkeiten waren mehr¬ fach zu überwinden, wo starker Wasserzudrang und druck- haftes Gebirge auftraten. Dann liess man die verschiedenen Arbeiten vom Richtstollen bis zur Aufmauerung der Wider¬ lager und zum Einbringen des Sohlengewölbes in kurzen Stössen dicht auf einander folgen. Stellenweise wurden sehr grosse Gewölbestärken erforderlich. Wo starker Druck aufzunehmen war, kamen Ziegel in durchgehendem Verbände zur Anwendung.

Da die Bauzeiten im Allgemeinen reichlich bemessen waren und die meisten Tunnel verhältnissmässig kurz sind, konnte die Bohrarbeit überwiegend von Hand be-

Besonderes Interesse erwecken die Mittheilungen über die Arbeiten an dem Ronco-Tunnel in der Hilfslinie von Giovi (Mailand-Genua), welche den Schluss des 4. Kapitels bilden.*)

Dieser zweigleisige, 8262 m lange Tunnel in der zur Ermässigung des Gefälles der Giovi-Bahn [von 34,06 °/(l0 (1:28,6) auf 15,88 °/09 (1:63) und im Tunnel von 29 c/p0 (1 : 34,5) auf n,%9°/oo C1 :85.9)1 erbauten, sog. Hilfslinie**) war von der Regierung bereits grossentheils vollendet, als nach 6-monatlichem Stilliegen der Arbeiten am 29 Juni 1887 die Mittelmeerbahn-Gesellschaft die Fertigstellung über¬ nahm. Der ausgemauerte Theil des Tunnels war aber

Abbildg. 4. Ansicht.

wirkt werden. Maschinenboh¬ rung war nur bei den beiden Haupt-Tunneln der Linie Genua- Ovada-Asti, dem von Cremoiino und dem Turchino -Tunnel er¬ forderlich. Diese Tunnel sind lang, der erste 3408 m, der zweite 6448111. DerTurchino-Tunnelliegt ausserdem durchweg in derStei- gung 1 : 83,3 (12 o/oo). Es war da¬ her angezeigt, den Angriff von unten (Süden, Genua) möglichst weit zu treiben, zumal in diesem Tunnel, wie auch bei Cremoiino, sich sehr starker Wasserzpdrang zeigte, bis 400 cbm in der Stunde. Trotzdem war nutzbare Wasser¬ kraft für den Bohrbetrieb bei Cremoiino nicht genügend vor¬ handen, es musste Dampfbetrieb eingerichtet werden. Solcher war auch bei Turchino zu Hilfe zu nehmen, wiewohl hier wenig¬ stens ein Theil der Maschinen durch Wasserkraft (Turbinen) bewegt werden konnte.

Gebraucht wurden durch Pressluft angetriebene Stoss- bohrer nach dem bekannten

Abbildg. 7 u. 8.

Tunnel-Querschnitte.

Abbildg. 9 11. Ueblicher Bauvorgang für den Tunnelbetrieb.

132.85)

Abbildg. 5. Längsschnitt mit Endwiderlager.

Abbildg. 4 6. Viadukt über das Thal dell’Inferno der Linie Rom Viterbo.

Abbildg. 6. Querschnitt nahe dem Gruppenpfeiler.

System Ferroux und den ähnlichen Systemen von Blanchod, Mac Kean-Seguin und Segala (letzteres eine Vereinfachung und Verbesserung desjenigen von Blanchod). Bei dem Ma- schinen-Bohrbetrieb wurde mit einem Sohlstollen vorgegan¬ gen. Von diesem aus machte man in 40 m Abständen Auf¬ brüche und trieb von denselben vor- und rückwärts den First¬ stollen, worauf in der üblichen Weise belgisch weiter ge¬ baut wurde. Der durchschnittliche) Stollenvortrieb mit den Maschinen betrug 2,04 bis 3m imTag Die grösste, ausnahms¬ weise einmal erreichte Leistung betrug 6,7 m.

Beide Tunnel wurden ausser von den Enden noch von je einem Schacht aus angegriffen, der 66 bezw. 75 m tief war. Die Schächte blieben zur Tunnellüftung bestehen.

Der Cremolino-Tunnel wurde im Februar 1893 nach einer Bauzeit von 3 Jahren und 4 Monaten vollendet. Der Turchino-, Tunnel wurde am 27. Okt. 1889 begonnen. Der letzte Durchschlag erfolgte im Dezember 1893.

10. Januar 1903.

mehr oder weniger verdrückt, zumtheil dem Einsturz nahe, sodass die Baulänge von 2498 m, auf welche sich die Ueber- nahme der Gesellschaft bezog, sich, wie folgt, zusammen¬ setzte. Es waren:

1. Neu zu bauen, ausschl. Richtstollen 564 m

2 Vollständig wiederherzustellen . . 560

3. Theils auszubessern, theils wieder¬ herzustellen . 274

4. Auszubessern . 1100

2498 m

Man hatte den Druck des aus Thon und Kalkschiefer bestehenden Gebirges früher bei weitem unterschätzt.

*) Vergl. W. Cauer. Verdrückungen im Tunnel von Ronco der Giovi- Bahn Centralbl. d. Bauverw. 1887, S. 143

**) Wegen Beschreibung der ganzen Hülfslinie und ihrer Bau¬ ausführung siehe den Aufsatz von R. Goering. Zeitschr. f. Bauw. 1886, S 561.

19

Derselbe ergab sich besonders gross, wo die Schichten Es wurde nun ein stärkeres Mauerungsprofil entworfen Daralle) zur Tunnelaxe streichen. Das ursprünglich festge- und zur Ausführung gebracht (Abbildg. 15), welches unter setzte und ausgeführte Ausmauerungsprofil, Abbild. 12, S. 22, Einbeziehung des Sohlengewölbes einen voll kreisförmigen wurde mehr oder weniger beschädigt und an einzelnen inneren Querschnitt von 4,3 m Halbmesser zeigt, während

WELFEN STR

WELFEM

TriUi^I^-L-BAHKlunp

vWfrnrf

jjjjftwfffivffnfff.

DER ÖSTLICHE FRIEDHOF ZU MÜNCHEN

ENTWORFEN 1893 H.GRÄSSELstäüt BAURAT A HAUPT- EINGÄNGE B -NEBEN- EINGÄNGE ,C- ALTER AUER GOTTESACKER D.NOCH NiCHT AUSGEFÜHRT FRiEDHOFTEll E lEiCHENHAUS MiT NEBENjANLAGEN F-AITE FRIEDHOF- KAPELLE 6- AUFERSTEHUNSS- GRUPPE h-HAUPTALLEEN UND SCHMU CKPLÄTZE UMGEBEN VON GRÖSSEREN GRABPLATTEN K- MAUSOLEEN

L- MAUER- GRÜFTE MiT ÜBERBAU

MREiHEN- GRÄBER

N-EJNZEL- GRÄBER

0- PROj EKTi RTE ARKADEN- GRÜFTE

P- KASKADEN

RSPRiN6- BRUNNEN

MARTIN STR

Friedhof gebäude im östlichen Friedhof zu München. Grundriss vom Erdgeschoss.

A. Halle für die Trauer-Versammlungen. B. Leichensaal für öffentliche, C. desgl für nichtöffentliche Aufbahrung D. Publikum. E. Leicheneinbringung. F. Bogengänge für das Publikum. G. Verwaltung. H Katholische, I Protestantische Geistlirhkeit. K. Uebrige Konfessionen. L. Seziersaal. M. Photo- graphier-Kaum. N. Wohnungen der Bediensteten. O. Wirthschaftshöfe. P- Aborte Q. Pflanzenhaus. R. Remisen. S. Verbrennungsofen für ^arg-

bretter und welke Kränze. T. Leichenträger und Brausebad.

Die neuen Münchener Friedhöfe. Architekt: Stadt. Brth. H. Grassel.

Stellen, wie die Abbildg. 13 und 14, S. 22 zeigen, so weit zer- die Stärken im Scheitel von 1,08 bis 3,2™, am Kämpfer stört, dass nur durch sehr starke Absteifung nothdürftig von 1,48 bis 4 n, im Sohlengewölbe von 0,81 bis 2 m wech- das Stollenprofü freigehalten werden konnte. sein und die Gründung der Widerlager 1,05 bis 4,5 m unter

No. 3.

20

Der östliche Friedhof in München. Bogengänge gegen das Gräberfeld.

SÄULEN- LEICHEN- LEICHEN- pirni jkiim SÄULEN¬ GANG. EINBRINGUNG. AUFBAHRUNG. GANG.

I

C

G. Schubfenster.

H. Geschlossene Schaufenster.

J. Geschlossene Mattfenster.

K. Frische Luft.

L. Gekühlte Luft.

LÄNGENSCHNiTT C-D DURCH DiE HALLE DER LEiCHENAUFBAHRUNG.

Die neuen Münchener Friedhöfe. Der östliche Friedhof in Giesing. Architekt: Städt. Brth. H, Grässel.

]o. Januar 1903.

21

Schienenoberkante hinabreicht. Das Mauerwerk wurde durchweg aus Ziegeln in Zementmörtel, auch in den Ge¬ wölben im durchgehenden Verbände, hergestellt. Nur an Stellen, wo grosse Beschleunigung nöthig schien, wurde das Sohlengewölbe durch eine ßetonmasse ersetzt.

Die den Gewölben und Widerlagern in den einzelnen Tunnelabschnitten zu gebenden Stärken wurden durch statische Rechnung ermittelt. Die äusseren Kräfte schätzte man nach den Verdrückungen und erforderlich gewordenen Absteifungen und Auszimmerungen ein. Und wenn dieses Verfahren auch nicht als genau bezeichnet werden kann, so zeigte es sich doch als praktisch zutreffend, indem einer¬ seits die neue Ausmauerung im Allgemeinen Bestand hatte, andererseits aber ein paar kleine Gewölbelängen, bei denen man unter die statisch berechneten Maasse hinabgehen

Die Tunnelarbeiten wurden im März 1889 fertiggestellt. Die Betriebseröffnung konnte am 15. April 1889 stattfinden. Die Kosten der von der Gesellschaft geleisteten Arbeiten haben im Durchschnitt 3282 M für 1 m betragen.

Wir schliessen die Besprechung dieses Kapitels mit dem Bedauern, dass wir auf viele Einzelheiten der sehr sorgfältigen Arbeit wegen Raummangels nicht haben ein- gehen können. Es kann dieserhalb nur das Studium des Werkes selbst empfohlen werden.

Das 5. Kapitel, Hochbauten, bringt namentlich Normalien kleinerer Empfangsgebäude und die Darstellung einiger grösseren. Die Grundrisse sind den Forderungen des Verkehrs und den Landes- Gewohnheiten geschickt und knapp angepasst. Ein unmittelbarer Durchgang vom Vestibül zum Bahnsteig den wir für nöthig halten -

Abbildg. 17. Typische Anlage einer Haltestelle.

zu dürfen geglaubt hatte, eine nochmalige Wiederher¬ stellung und Verstärkung erforderten. Sonst kamen nach¬ träglich nur kleine Verengungen des Tunnelquerschnittes vor,